Ich arbeite in Wien bei einem kleinen aber feinen Klassikradiosender und bekam diese CD dort erstmals zwischen die Finger. Arpeggiata und Pluhar sind mir schon lange ein Begriff und stehen für mich für allerhöchste Qualität, was jedoch auf dieser CD zu hören ist, lässt einen nur noch weiter staunen. Mit welcher Frische, welchem Swing (und dabei meine ich wirklich jazzige,swingende Anklänge) und doch großer Eleganz hier ans Werk gegangen wird, begeistert bereits beim ersten Instrumentalstück.
Nach dieser Eröffnungsouvertüre dann eine Feuerwerk der Vokalmusik der Spätrenaissance. Die schlanke Sopranstimme von Nuria Rial und der wendige und technisch ausgereifte Countertenor von Philippe Jaroussky spielen genussvoll mit Arien wie Ohimè ch'io cado, Chiome d'oro oder Oblivion soave. Auf altbekannte "Hadern", wie wir in Wien sagen, wurde auch hier, zu Recht, nicht verzichtet und so finden sich ein funkensprühendes Damigella tutta bella und ein wahrhaft herzzerreißendes Zefiro torna ebenso auf dieser CD.
Absolute 5 Sterne für eine der besten und aufregendsten Alte Musik CDs der letzten Monate!