Dass die irischen Barden für ihre Alben gern „special guests" einladen, ist mittlerweile zum Markenzeichen geworden. Für „tears of stone" haben sie jedoch eine derart faszinierende Vielfalt von Sängerinnen gewinnen können, dass nahezu jeder der „Irish-Love-Songs" zu einem Juwel geworden ist. Die Bandbreite der ganz unterschiedlichen Stimmen sorgt hier besonders für den Hörgenuss: Eher jazzig-rauchig bei Joni Mitchell in „The Magdalene Laundries", über klagend, fast leicht gequält bei Sinead O' Connor in „Factory Girl", bis hin zu einer - etwas Gewöhnungs bedürftigen - asiatischen Hochtonlage bei Akiko Yano in „Sake in the jar". Nicht fehlen dürfen auch die irischen Newcomer „The Corrs", die mit ihren folkigen Pop-Songs gekonnt die traditionellen Weisen in die Neuzeit übertragen haben. Ebenfalls dabei: Loreena McKennitt, kanadische Harfen-Virtuosin und Weltreisende in Sachen Musik, immer auf der Suche nach inspirierenden keltischen Wurzeln für ihre ausgefeilten Arrangements. Alle Songs haben jedoch etwas gemeinsam: Sie gehen unter die Haut, sind melancholisch-romantisch - genau das Richtige, um es sich - am besten zu zweit - auf der kuscheligen Couch bequem zu machen. „tears of stone" hat die volle Punktzahl auf jeden Fall verdient. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)