Als Team- und Organisationsberaterin und Erwachsenenbildnerin gehören Urbanioks "Leitlinien und Regeln für teamorientierte Zusammenarbeit" mittlerweile fest in mein Repertoire.
Schade, dass der Titel des Buches zunächst nur einen begrenzten Personenkreis anspricht, denn Urbanioks Aussagen über die Teamarbeit in der Psychiatrie sind übertragbar und anwendbar überall dort, wo in und mit Teams gearbeitet wird.
In vielen Unternehmen wird im Sinne des Qualitätsmanagements daran gearbeitet "Einheitlichkeit" zu gewährleisten. Aber welche Ressourcen stecken möglicherweise in der "Verschiedenheit"? Was muss tatsächlich einheitlich ausgeführt werden? Wo behindert die Einheitlichkeit Kreativität und Flexibilität? Wo verhindert die Einheitlichkeit somit Veränderungen und Weiterentwicklung, aber auch wirkliche Kundennähe?
Müsste da nicht eher eine einheitliche Haltung, statt einheitliche Handlungen der Weg zum Ziel sein?
Wieviel Information, Offenheit und Transparenz braucht eine Organisation und deren Mitglieder? Und deren KundInnen? Und die Gesellschaft?
Was bedeutet eigentlich Respekt in der Organisation und im Team? Was bedeutet Respekt gegenüber den KundInnen?
Urbaniok beschäftigt sich mit diesen und anderen eher "team-alltäglichen" Fragestellungen und gibt uns aber "un-alltägliche" Anregungen zur differenzierteren Auseinandersetzung.
Das Buch ist auch für "NichtmedizinerInnen" leicht verständlich und anschaulich geschrieben.