Gruppenunterricht ist auch heute noch - nach Klippert - eine von vielen Lehrkräften nur bedingt eingesetzte Sozialform. Zu groß ist die Angst, längere Gruppenarbeitsphasen könnten ineffektiv sein und es könnte zu Disziplinproblemen auf Schülerseite kommen. Daraus folgert Klippert, Gruppenunterricht muss - will er feffektiv sein - angeleitet und gelernt werden. Dazu entwickelt er im vorliegenden Buch einen Weg, wie gezielt Teamkompetenz für Gruppenarbeit erworben werden kann. Denn eines ist für Klippert uneingeschränkt klar, funktioniert der Gruppenunterricht - verfügen die Schüler über Teamkompetenz -, hat das Lernen in Gruppen zahlreiche Vorzüge. Lernen in Gruppen steigert die Lerneffizienz. Dieser Vorzug setzt die Erweiterung eines Bildungsbegriffes voraus, der Bildung nicht nur als Erwerb von Wissen ansieht, sondern auch den Erwerb und Ausbau von Sozial- und Methodenkompetenzen. Weiterhin steigert Gruppenunterricht das Selbstwertgefühl der Schüler, bereitet auf die Berufswelt vor, bietet eine Entlastungsperspektive für die Lehrer und fördert letztlich - in Anlehnung an W. Klafki - die Demokratiekompetenz der Schüler. Klippert nimmt kein Blatt vor den Mund und erörtert, dass es häufig die Lehrkräfte selbst sind, die zu einem ineffizienten Ablauf von Gruppenunterricht wesentlich beitragen. Um das zu vermeiden, gibt Klippert in diesem Buch zahlreiche praktische Tipps und entwickelt letztlich eine ganze Unterrichtsreihe zum Erwerb von Teamfähigkeit. Daher ist das Buch besonders allen angehenden LehrernInnen und Studierenden zu empfehlen, hier findet man neben einem Theorieteil zum Thema Teamkompetenz v.a. zahlreiche und hervorragend ausgearbeitet Hinweise für den eigenen Unterricht.