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De Niro als der gequälte Ex-Marine und jetzige Taxifahrer Travis Bickle machte Filmgeschichte mit seiner unterkühlten Darstellung einer der Charaktere, der durch seine auf die Leinwand gebrachte lebendige Realisation lange in Erinnerung bleibt. Bickle hat das Recht selbst in die Hand genommen, da er den Moloch Stadt als eine untolerierbare Senkgrube von verfaulender Menschheit ansieht. Er spielt Beschützer für eine junge Prostituierte (Jodie Foster), aber nicht ohne gewaltsame und zerstörende Konsequenzen. Dieses Meisterwerk, das vielleicht nicht jedermanns Geschmack ist, wird mit Sicherheit einige Zuschauer erschrecken, aber es gibt nur wenige, die die bleibende Kraft und den Wert des Films negieren können. --Jeff Shannon
"Die Kraft des Geistes auf dem falschen Weg" sagte Scorsese über die grundlegende Charaktereigenschaft der Hauptfigur Travis Bickle. Nicht zuletzt dieser Ansatz erklärt und rechtfertigt die häufig diskutierte, exzessive Gewaltdarstellung dieses Films.
Beachtenswerter sollte die ausgezeichnete Drehbuchvorlage, die autobiografische Züge Schraders ziert und die überragende Darstellung der Akteure sein. Allen voran Robert De Niro, der zur Rollenvorbereitung als realer Taxi Fahrer im New York der 70er unterwegs war und mit Hilfe aller Raffinessen des Method Acting die Figur des Travis Bickle, der von sich selber behauptet 'Gottes einsamer Mann' zu sein, in ihre elementaren Bestandteile zerlegt. Wenn wir De Niro in Paul Schraders Klamotten auf der Leinwand agieren und improvisieren sehen, erschließt sich für den Betrachter, meist ohne es zu wissen, ein wahrhaftiges Moment, wie man es selten zu sehen bekommt. Außerdem sehen wir hier eine Jodie Foster, die trotz ihrer jungen Jahre den älteren Akteuren in allen Punkten ebenbürtig ist.
Scorseses, übrigens selber in einer Szene als verärgerter Fahrgast zu sehen, verdient für die subtilen Einstellungen und Kamerafahrten, sowie das breite Spektrum an filmischen Stilmitteln, die sich stets der Story unterordnen ebenfalls großes Lob.
Die traurige Qualität dieses Films spiegelt sich auch in der Tat des geistesgestörten John Hinckley Jr. wider, ein besessener Jodie Foster Fan, der 1981 als Motivation für sein Attentat auf Ronald Reagan Storyelemente dieses Films nannte.
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