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Tausend strahlende Sonne Unbekannter Einband – 2007


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Produktinformation

  • Unbekannter Einband
  • Verlag: Berlin, Bloomsbury, (2007)
  • Sprache: Deutsch
  • ASIN: B005Q7PKO8
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (540 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 4.474.878 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

2001 schreibt Khaled Hosseini seinen ersten Roman "Drachenläufer", der gleich zu einem internationalen Bestseller wird. Er verarbeitet darin - ganz in der Erzähltradition seiner Heimat - Erlebnisse seiner Kindheit. Geboren 1965, wächst er mit vier Geschwistern als Sohn eines Diplomaten und einer Lehrerin in Kabul auf. So kennt Khaled das Afghanistan vor dem Krieg mit der Sowjetunion und der Taliban-Herrschaft. 1976 geht die Familie im diplomatischen Dienst nach Paris. Bereits 1980 ist eine Rückkehr nicht mehr möglich. Es folgt das politische Asyl in den USA. Khaled studiert Medizin und arbeitet später als Arzt in Nordkalifornien. Als Autor hat der Familienvater nicht nur mit seinem Erstling, sondern auch mit Werken wie "Tausend strahlende Sonnen" internationalen Erfolg.

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189 von 202 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Colleen VINE-PRODUKTTESTER am 7. März 2008
Format: Gebundene Ausgabe
Auch Khaled Hosseinis zweiter Roman trifft mitten ins Herz und lässt den Leser nicht mehr los.

Die Geschichten über Mariam und Laila, sowie auch Tarik, werden von der frühsten Kindheit beginnend erzählt und vermitteln dem Leser das Gefühl, die Charaktere schon ein Leben lang zu kennen. Khaled Hosseini schaftt es auch hier, die Personen sowie deren Gefühle und Eigenschaften auf wunderbar lebendige Weise zu beschreiben. Da war es für mich nicht weiter erstaunlich, wie sehr mir vor allem Laila, Tarik, Aziza und Mariam sofort ans Herz gewachsen sind.

Die wunderbare Freundschaft zwischen Tarik und Laila, die sich seit Kindertagen kennen und später der Zusammenhalt von Laila und Mariam gegen Raschid gingen mir unheimlich nahe. Noch nie hab ich mit den Charakteren so sehr mitgelitten wie hier. Tatsächlich konnte ich kaum mehr schlafen, bis ich das Buch zu Ende gelesen hatte und war beim Lesen vollkommen versunken in die Handlung, so dass ich mich beim Aufblicken von den Seiten oftmals versichern musste, ob ich mich überhaupt noch zu Hause befand. Es ist mir eigentlich noch nie passiert, dass mich eine Geschichte derart fesselt und überhaupt keine Ruhe mehr lässt. Das hat mich selbst ziemlich verblüfft und ich konnte kaum mehr an was anderes denken, als an Laila, Tarik und Mariam. Es war fast schon verrückt! Aber auch jetzt denke ich noch oft daran.

Der Schreibstil von Khaled Hosseini ist zudem oftmals wunderschön poetisch, was dem Buch einen besonderen Schliff verleiht und niemals langatmig oder ausschweifend. Ein fast schon unerträglicher Spannungsbogen ist von der ersten bis zur letzten Seite garantiert.
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73 von 78 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Mariechen am 6. September 2011
Format: Gebundene Ausgabe Verifizierter Kauf
Ich habe gerade mal in die negativen Rezensionen reingeschaut, weil ich wissen wollte, wie man ein solches Buch überhaupt negativ rezensieren kann.
Interessanterweise kamen einige LeserInnen mit dem zurückgenommenen Schreibstil nicht zurecht und beschrieben ihn als "kalt" und "emotionslos". Einer behauptet sogar, der Autor fülle seine Protagonistinnen nicht mit genug "Weiblichkeit" - was immer das auch heißen mag.
Jede andere stilistische Ausarbeitung des Themas wäre schlichtweg unerträglich gewesen. Man hätte es als LeserIn nicht geschafft, die Geschichte zu verarbeiten. Es gibt Dinge, an die darf man kaum denken, dann kommen einem schon die Tränen. Schwarz auf weiß niedergeschrieben, muss dies mit einer besonderen Behutsamkeit passieren. Meiner Meinung nach fehlen den LeserInnen, die hier über eine kalte Sprache lamentieren, die feinfühligen Antennen, um zwischen den Zeilen zu lesen. Denn da steckt so viel Emotion und so viel Mitgefühl drin, dass man schon Herzschmerzen bekommt.
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9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Zroyas Papiergeflüster am 29. März 2014
Format: Taschenbuch
Nur wenige Bücher haben es bisher geschafft, mich weinend und erschüttert zurück zu lassen, nachdem ich sie ausgelesen hatte. „Tausend strahlende Sonnen“ gehört auf jeden Fall dazu.
Khaled Housseini erzählt in leisen, bewegenden Tönen eine Geschichte von Freundschaft, Gewalt, Vertrauen und aufopferungsvoller Liebe, die bis in den Tod geht.

Mariam hat eine Kindheit, die sich durch das Warten auf ihren unzuverlässigen, für sie aber fast gottgleichen Vater auszeichnet. Obwohl ihr ihre Mutter, die mit Mariam ein uneheliches Kind gebar davon abrät, folgt sie dem Vater und muss schließlich erkennen, dass ihr Bild von ihm verzerrt und illusorisch war.
Als Spielball zwischen seelischer Grausamkeit, Reue, Schuld und Wut hin und her geworfen wird die 15 jährige Mariam schließlich mit dem 30 Jahre älteren afghanischen Schuhmacher Raschid verheiratet. Ihr Martyrium beginnt, Raschid ist dominant und gewalttätig. Trotz aller Hoffnung, erleidet Mariam inmitten von Verzweiflung, Schmerz, Angst und Gewalt mehrere Fehlgeburten und schürt damit den immer größeren Hass ihres Mannes und festigt schließlich sein Desinteresse, als klar wird, dass sie ihm niemals einen Sohn gebären wird.
Nach vielen Jahren unglücklicher Ehe wendet sich Raschid einer neuen, jüngeren Frau zu. In der Laila manifestiert sich für Mariam zunächst alle Wut und Grausamkeit, die sie selbst erfahren musste, und die sich in ihr aufgestaut hat. Stumpfte sie unter Raschids Herrschaft zuerst ab und starb ihre Seele jeden Tag ein Stückchen mehr – mit Lailas Auftritt und ihrem Einzug in das Haus erwacht Mariam aus ihrer Lethargie und kämpft gegen um ihren Platz.
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19 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Melville am 1. Oktober 2009
Format: Taschenbuch
Hosseini erzählt die Geschichte zweier Frauen, die aus völlig unterschiedlichen Verhältnissen stammen, und deren Wege sich später kreuzen sollen, da sie beide Ehefrauen desselben Mannes werden. Mariam stammt aus armen Verhältnissen, als Bastard zur Welt gekommen, aufgezogen von ihrer Mutter, die sie immerzu wissen lässt, daß Mariam nichts wert ist in der Welt und sich vor allem vor den Männern in Acht nehmen müsse. Als sie mit nur 15 Jahren dem Schuhmacher Raschid zur Ehefrau gegeben wird, drohen ihre schlimmsten Befürchtungen wahr zu werden: Raschid ist mehr als 30 Jahre älter, hält seine Frau zu Hause wie eine Sklavin, erlaubt ihr nicht, am öffentlichen Leben teilzunehmen, neigt zur Tobsucht und prügelt sie oft.

Jahre später stößt Laila hinzu, die im Gegensatz zu Mariam eine liebevolle Familie hatte, gebildet ist und in guten Verhältnissen aufwuchs. Als das Schicksal über sie im vom Bürgerkrieg geplagten Afghanistan hereinbricht, und sie Heim sowie Eltern verliert, fügt sie sich gezwungenermaßen dem Angebot von Raschid und wird seine zweite Frau. Von nun leben alle drei auf engstem Raum. Raschid lässt Mariam seine Verachtung spüren, demütigt sie vor Laila, aber trotz der widrigen Umstände freunden sich die zwei Frauen an, denn sie sind aufeinander angewiesen, und begehren schließlich gegen den gewalttätigen Ehegatten auf. Es setzt immer wieder Prügel, die Gewalt wird ausufernder, gleichzeitig versinkt Afghanistan im Chaos. Das Volk leidet nicht nur unter dem Regime der Taliban, sondern auch unter Hunger und der Ungewissheit, was werden wird. Kabul wird zum Schauplatz all des Elends, daß das Land zerfrisst.
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