Dieses Buch möchte ich nicht mehr missen. Ich habe es mir zusammen mit dem etwas älteren "Tauchen ohne Angst", ebenfalls von Rahimi, nach einem Panik-Tauchgang innerhalb der Grundausbildung zugelegt, und es hat mich bewogen, das Tauchen nicht wegen dieses einen mißglückten Tauchgangs dranzugeben.
Monika Rahimi befasst sich mit der Rolle des Unterbewußten beim Tauchen. Man merkt dem Buch an, dass die Autorin viel Erfahrung gerade auch mit Tauch-Anfängern hat, und sie weiß um die Schwierigkeiten - Ängste und angstauslösende Faktoren. Sie gibt viele praktische Hinweise, wie Stress unter Wasser vermieden werden kann. Die Lektüre ist auf jeden Fall geeignet, sich Ängsten im Zusammenhang mit Tauchen bewußt zu werden und anzugehen. Weitere Themen dieses Buches sind bleiarmes Tauchen und Strömungstauchen.
Besonders angesprochen hat mich, wie die Autorin einleitend von ihren Erfahrungen aus den frühen Tagen des Sporttauchens berichtet, wo man eine Reserve hatte, die manchmal auch funktionierte, und bei Wechselatmung niemand auf die Idee gekommen sei, daß es sich um einen Notfall handeln könnte. Das relativiert jede Angst!
Das Buch ist kein "Fachbuch", in dem Fakten aufgebohrt und verhackstückt werden, sondern es gibt die langjährige und reiche Erfahrung von Monika Rahimi als Tauchlehrerin wieder. Es liest sich wie ein guter Kumpel und ist gut für Anfänger geeignet (und sicherlich auch für Leute, die das Tauchen aus Angst erst einmal gar nicht anfangen wollen). Obwohl sich das Buch mitunter heiter und kurzweilig liest, ist es nie oberflächlich. Auch ein befreundeter, erfahrene Taucher hat dieses Buch mit großem Interesse gelesen - vermutlich weil es sonst kaum jemanden gibt, der sich mit den "Softskills" des Tauchens auseinandersetzt.