Möchten Sie verkaufen? Hier verkaufen
Tatort Wald: Von einem, der auszog, den Forst zu retten: Klimawandel und kranke Umwelt - was die Jagdlobby mit kaputten Wäldern zu tun hat!
 
 
Den Verlag informieren!
Ich möchte dieses Buch auf dem Kindle lesen.

Sie haben keinen Kindle? Hier kaufen oder eine gratis Kindle Lese-App herunterladen.

Tatort Wald: Von einem, der auszog, den Forst zu retten: Klimawandel und kranke Umwelt - was die Jagdlobby mit kaputten Wäldern zu tun hat! [Gebundene Ausgabe]

Claus-Peter Lieckfeld
4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (10 Kundenrezensionen)

Erhältlich bei diesen Anbietern.


‹  Zurück zur Artikelübersicht

Produktbeschreibungen

Münchner Merkur, 4.10.2006

"Dieses Buch wird für einigen Wirbel sorgen. Spannend wie ein Krimi."

Neue Presse, 5.10.2006

"Das Buch ist ein spannendes Sach- und Enthüllungsbuch und gleichzeitig die Biographie eines Zeitzeugen. Ganz gleich, auf welcher Seite man steht, man kann dem Werk nur eine lebhafte Diskussion wünschen."

DNR Deutschland-Rundbrief, Oktober 2006

Das Buch ist eine kritische Bestandsaufnahme, die darstellt, wie man auch in Zukunft die Bedingungen für einen gesunden Wald verbessern kann.

BUND Magazin 4/2006

"Jeder Waldfreund, der sich über die Entwicklung im Wald informieren will, sollte dieses spannende und faszinierende Buch lesen."

Süddeutsche Zeitung, 24. November 2006

"Die Subventionierung des Jagdvergnügens einer winzigen Minderheit ist mit wirtschaftlichen Interessen und ökologischen Problemen eng verflochten, Rituale, Emotionen und Traditionen bilden ein dichtes Geflecht. Lieckfeld durchleuchtet es kenntnisreich und beschreibt es - dem Skandal angemessen - sarkastisch und temperamentvoll."

Robin Wood, Nr.4 2006

"Alle, die sich für die Jagd samt Vokabular und einer fundierten Kritik daran interessieren, werden in diesem Buch fündig werden. Die klassische Jäger - Wildbeziehung wird hinterfragt und deutlich kritisiert. Das Buch macht klar, dass eine Jagdwende überfällig ist, damit ein naturnaher, gesunder Wald gedeihen kann und welche Rahmenbedingungen dafür notwendig sind."

Reichenhaller Tageblatt, 21.12.2006

"Eine Plichtlektüre für alle, denen der Wald am Herzen liegt [...] Das Buch liest sich wie ein Krimi."

Frankfurter Neue Presse, 1.2.2007

Anschaulich belegt Lieckfeld mit Grafiken, Bild- und Zahlenmaterial, aber auch in drastischen Schilderungen, wie viel den Steuerzahler der Schutz von Jungbäumen durch Einzäunungen und künstliche Pflanzungen kostet, damit die Minderheit der Jäger ihre Interessen verfolgen kann. [...] Konsequent räumt das Buch mit dem Mythos auf, dass ein gesunder Wald viel Wild bedeute, und zeigt stattdessen, welche natürliche Vielfalt durch den Überbesatz an Wild verhindert wird.

Spiegel Online 21.02.2007

Die Wälder der Zukunft muss man gar nicht erfinden, schreibt der Naturschutz-Publizist Claus-Peter Lieckfeld in seinem jüngst erschienenen Klimafolgen-Buch "Tatort Wald". Urtümliche Landschaften mit standorttypischer Bodenvegetation existieren "in unvollständigen Resten noch überall in Deutschland". [...] Allerdings haben die Forst-Umbauer mit einem Problem zu kämpfen, das Wälder vielerorts in Deutschland an den Rand des Ruins gebracht hat: die übergroßen Wildbestände. Seit den Zeiten der absolutistischen Herrscher hat die politisch und gesellschaftlich einflussreiche Lobby der Trophäenjäger dafür gesorgt, dass Deutschland die "vermutlich schalenwildreichsten Wälder der Erde" (Lieckfeld) hat - zum Schaden der Laubbäume, an deren Trieben das Wild lieber knabbert als an genadeltem Holz. Der "selektive Verbiss des allzu vielen Wildes" hat, wie Lieckfeld anprangert, die noch immer anhaltende "weitgehende Artenverschiebung hin zu artenarmen Holzäckern" noch beschleunigt. Jüngste Zahlen bestätigen den Trend, dessen Folgen sich angesichs des Klimwandels vollends fatal ausnehmen.

Kurzbeschreibung

Naturnaher Mischwald ist wichtig. Denn er wird zum Beispiel mitentscheiden, wie wir und nachfolgende Generationen mit den immer häufigeren Hochwassern, Lawinen oder Orkanen fertig werden. Vor allem zu viel Wild verhindert Wälder mit großer Wasserspeicherkraft und verursacht durch Verbiss an jungen Bäumen ein Waldsterben von unten. Angesichts von Klimawandel und gefluteten Städten - Jahrhundertfluten alle drei Jahre! - wird offenkundig, wie wichtig die Wasserspeicherkraft naturnaher Wälder ist. Doch diese notwendigen Wälder wachsen nicht nach, weil es die hocheffektive Lobby einer winzigen Minderheit - der "waidgerechten Jäger" - schafft, ihre Belange durchzusetzen. Ein krasser Verstoß gegen die vielbeschworene Generationengerechtigkeit! Statt Wald vor Wild gilt vielerorts Wild vor Wald. Aus dem scheuen Reh ist längst ein Massentier geworden und aus dem Wald ein artenarmer Holzacker. Der Förster Georg Meister kämpft seit über 50 Jahren mutig und konsequent gegen diese Fehlentwicklung. In seinem Revier hat er beispielhaft gezeigt, wie naturnahe Wälder nachwachsen können - und machte sich dadurch viele Feinde.

Klappentext

»Deutsche Förster haben die Nachhaltigkeit erfunden, heißt es, das Prinzip, nie mehr Bäume zu schlagen als nachwachsen. Dafür sind sie schon von Friedrich Schiller gelobt worden und später weltberühmt geworden, die deutschen Förster. Die andere Geschichte ist nicht ganz so pastellfarbig lindgrün, dafür aber ungleich spannender. Eigentlich ein Tatort-Krimi mit vielen Beteiligten, sehr vielen Alibis und Dolchstoßlegenden. Eine Skandalgeschichte, die allein dadurch noch etwas skandalöser wird, dass sie andauert.«

Aus dem Prolog

»Forstmänner mit Blick für eine umfassende Nachhaltigkeit sind unter den Förstern eher die Ausnahme und waren oft auch heftigen persönlichen Angriffen ausgesetzt. Georg Meister, der sich sein Leben lang für naturnahe Mischwälder eingesetzt hat, ist eine solche Ausnahme. Er hat diese zukunftsfähigen Wälder nicht nur propagiert, sondern gegen erbitterten Widerstand auch aufwachsen lassen. Und indem Georg Meister nichts anderes tat, als die hochoffiziellen forstpolitischen Ziele umzusetzen, geriet er voll in die >Schusslinie< der Jagd- und Forstbürokratie.«

Aus dem Vorwort von Hubert Weinzierl

Über den Autor

Claus-Peter Lieckfeld schreibt unter anderem für GEO, Die Zeit, Merian, SZMagazin, National Geographic und veröffentlichte verschiedene populäre Fachbücher und historische Romane. Er ist Gründungsmitglied von Horst Sterns Umweltmagazin natur, dem er von 1981-1988 als Redakteur angehörte. Im August 2005 erschien von ihm der Expeditionsbericht Logbuch Polarstern.

Georg Meister, Dr. oec. publ., Träger des Bruno H. Schubert-Preises, entwickelte in den Siebzigerjahren für die Bayerische Staatsregierung den Nationalpark Berchtesgaden und leitete fast zwanzig Jahre das Gebirgsforstamt Bad Reichenhall. Er veröffentlichte zahlreiche Bücher, zuletzt erschien 2004 von ihm Die Zeit des Waldes.

Auszug aus Tatort Wald. Von einem, der auszog, den Forst zu retten von Claus-Peter Lieckfeld. Copyright © 2006. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

Vorwort

Der Wald gilt als Inbegriff für Beständigkeit und langfristiges
Wirtschaften. Er ist Trinkwasserfilter, Hochwasserspeicher, Erholungsraum,
grüne Lunge und in gebirgigen Gegenden auch noch Schutzwald gegen Lawinen
und Hangrutschungen. In fachlichen Diskussionen wird all das unter
»Wohlfahrtswirkungen« des Waldes zusammengefasst. Und in Deutschland wurde
für den Wald bereits vor Jahrhunderten die Idee der Nachhaltigkeit
entwickelt.
Doch nur Teilbereiche dieser Idee wurden umgesetzt, und auch im Wald hatten
kurzfristige Erfolge wie der Verkauf wertvoller Hölzer oder das
Jagdvergnügen einen höheren Stellenwert als langfristige Ziele wie die
Schaffung naturnaher Mischwälder, die in Zeiten des Klimawandels dringend
angesagt sind. Jahrhunderthochwasser und Jahrhundertorkane im
Dreijahrestakt stoßen uns geradezu auf die Frage: Welche Wälder sind
zukunftstauglich? Welche Wälder können die lebensrettenden Schwämme sein,
die Starkregen zwischenspeichern, so dass sie nicht als Flutwellen
verheerende Schäden anrichten. Welche Wälder können die häufigeren Stürme
oder welche Hitzeperioden ohne allzu große Schäden ertragen?
Monokulturen aus Fichten - sehr schlechteWasserspeicher übrigens - sind
vielfach heute schon potentielle Baumfriedhöfe nach vermehrtem
Borkenkäferfraß. Naturnahe Mischwälder mit ihrer ganzen Artenvielfalt
können sich am besten auf den Klimawandel einstellen. Sie sind die Wälder
der Zukunft. Und sie wachsen sogar von selbst, wenn alle ihre Arten
aufwachsen dürften.
Forstmänner mit Blick für eine umfassende Nachhaltigkeit sind unter den
Förstern eher die Ausnahme und waren oft auch heftigen persönlichen
Angriffen ausgesetzt. Georg Meister, der sich sein Leben lang für naturnahe
Mischwälder eingesetzt hat, ist eine solche Ausnahme. Er hat diese
zukunftsfähigen Wälder nicht nur propagiert, sondern gegen erbitterten
Widerstand auch aufwachsen lassen. Und indem Georg Meister nichts anderes
tat, als die hochoffiziellen forstpolitischen Ziele umzusetzen, geriet er
voll in die »Schusslinie« der Jagd- und Forstbürokratie. Nicht zuletzt hat
Georg Meister das »Waldwesen« als eine wichtige Grundlage der europäischen
Kultur erkannt und in zahlreichen Publikationen und Vorträgen in die
Gesellschaft getragen.
Ich durfte seinen Kampf für naturnahe Wälder und für den Ausbau größerer
Naturschutzgebiete zu »biologischen Bildungsstätten« vierzig Jahre lang
begleiten und auch unterstützen. Georg Meister hat sich nach frühen
jagdlichen Lehrjahren ständig weitergebildet. Er hat von Waldbauern
gelernt, von forstlichen Waldbaumeistern, Betriebswirtschaftlern,
engagierten Naturschützern und von der Natur. Und so ist sein Lebensweg zu
einem Vorbild für »nachhaltige Entwicklung« im Wald geworden. Gerade in
Zeiten des Klimawandels werden solche Vorbilder einer lebenslangen
Weiterbildung zu einer Überlebensfrage - für uns und für die nachfolgenden
Generationen. Damit »nachhaltige Entwicklung « und
»Generationengerechtigkeit« nicht nur Schlagworte bleiben und möglichst
viele Menschen sich für diese zukunftsfähigen Wälder einsetzen, wünsche ich
diesem Buch eine breite Leserschaft.

Hubert Weinzierl
Präsident des Deutschen Naturschutzringes
Vorsitzender der Bundesstiftung Umwelt

‹  Zurück zur Artikelübersicht