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Tatort Wald: Von einem, der auszog, den Forst zu retten: Klimawandel und kranke Umwelt - was die Jagdlobby mit kaputten Wäldern zu tun hat! [Gebundene Ausgabe]

Claus-Peter Lieckfeld
4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (11 Kundenrezensionen)

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Kurzbeschreibung

September 2006
Angesichts von Klimawandel und gefluteten Städten – Jahrhundertfluten alle drei Jahre! – wird offenkundig, wie wichtig die Wasserspeicherkraft naturnaher Wälder ist. Doch diese notwendigen Wälder wachsen nicht nach, weil es die hocheffektive Lobby einer winzigen Minderheit – der »waidgerechten Jäger« – schafft, ihre Belange durchzusetzen. Ein krasser Verstoß gegen die vielbeschworene Generationengerechtigkeit! Statt Wald vor Wild gilt vielerorts Wild vor Wald. Aus dem scheuen Reh ist längst ein Massentier geworden und aus dem Wald ein artenarmer Holzacker. Der Förster Georg Meister kämpft seit über 50 Jahren mutig und konsequent gegen diese Fehlentwicklung. In seinem Revier hat er beispielhaft gezeigt, wie naturnahe Wälder nachwachsen können – und machte sich dadurch viele Feinde.


Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 244 Seiten
  • Verlag: Westend; Auflage: 1., Aufl. (September 2006)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3938060115
  • ISBN-13: 978-3938060117
  • Größe und/oder Gewicht: 22,2 x 15,6 x 2,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (11 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 457.957 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Alle, die sich für die Jagd samt Vokabular und einer fundierten Kritik daran interessieren, werden in diesem Buch fündig werden. Die klassische Jäger - Wildbeziehung wird hinterfragt und deutlich kritisiert. Das Buch macht klar, dass eine Jagdwende überfällig ist, damit ein naturnaher, gesunder Wald gedeihen kann und welche Rahmenbedingungen dafür notwendig sind." -- Robin Wood, Nr.4 2006

"Das Buch ist ein spannendes Sach- und Enthüllungsbuch und gleichzeitig die Biographie eines Zeitzeugen. Ganz gleich, auf welcher Seite man steht, man kann dem Werk nur eine lebhafte Diskussion wünschen." -- Neue Presse, 5.10.2006

"Die Subventionierung des Jagdvergnügens einer winzigen Minderheit ist mit wirtschaftlichen Interessen und ökologischen Problemen eng verflochten, Rituale, Emotionen und Traditionen bilden ein dichtes Geflecht. Lieckfeld durchleuchtet es kenntnisreich und beschreibt es - dem Skandal angemessen - sarkastisch und temperamentvoll." -- Süddeutsche Zeitung, 24. November 2006

"Dieses Buch wird für einigen Wirbel sorgen. Spannend wie ein Krimi." -- Münchner Merkur, 4.10.2006

"Eine Plichtlektüre für alle, denen der Wald am Herzen liegt [...] Das Buch liest sich wie ein Krimi." -- Reichenhaller Tageblatt, 21.12.2006

"Jeder Waldfreund, der sich über die Entwicklung im Wald informieren will, sollte dieses spannende und faszinierende Buch lesen." -- BUND Magazin 4/2006

Anschaulich belegt Lieckfeld mit Grafiken, Bild- und Zahlenmaterial, aber auch in drastischen Schilderungen, wie viel den Steuerzahler der Schutz von Jungbäumen durch Einzäunungen und künstliche Pflanzungen kostet, damit die Minderheit der Jäger ihre Interessen verfolgen kann. [...] Konsequent räumt das Buch mit dem Mythos auf, dass ein gesunder Wald viel Wild bedeute, und zeigt stattdessen, welche natürliche Vielfalt durch den Überbesatz an Wild verhindert wird. -- Frankfurter Neue Presse, 1.2.2007

Das Buch ist eine kritische Bestandsaufnahme, die darstellt, wie man auch in Zukunft die Bedingungen für einen gesunden Wald verbessern kann. -- DNR Deutschland-Rundbrief, Oktober 2006

Die Wälder der Zukunft muss man gar nicht erfinden, schreibt der Naturschutz-Publizist Claus-Peter Lieckfeld in seinem jüngst erschienenen Klimafolgen-Buch "Tatort Wald". Urtümliche Landschaften mit standorttypischer Bodenvegetation existieren "in unvollständigen Resten noch überall in Deutschland". [...] Allerdings haben die Forst-Umbauer mit einem Problem zu kämpfen, das Wälder vielerorts in Deutschland an den Rand des Ruins gebracht hat: die übergroßen Wildbestände. Seit den Zeiten der absolutistischen Herrscher hat die politisch und gesellschaftlich einflussreiche Lobby der Trophäenjäger dafür gesorgt, dass Deutschland die "vermutlich schalenwildreichsten Wälder der Erde" (Lieckfeld) hat - zum Schaden der Laubbäume, an deren Trieben das Wild lieber knabbert als an genadeltem Holz. Der "selektive Verbiss des allzu vielen Wildes" hat, wie Lieckfeld anprangert, die noch immer anhaltende "weitgehende Artenverschiebung hin zu artenarmen Holzäckern" noch beschleunigt. Jüngste Zahlen bestätigen den Trend, dessen Folgen sich angesichs des Klimwandels vollends fatal ausnehmen. -- Spiegel Online 21.02.2007

Klappentext

»Deutsche Förster haben die Nachhaltigkeit erfunden, heißt es, das Prinzip, nie mehr Bäume zu schlagen als nachwachsen. Dafür sind sie schon von Friedrich Schiller gelobt worden und später weltberühmt geworden, die deutschen Förster. Die andere Geschichte ist nicht ganz so pastellfarbig lindgrün, dafür aber ungleich spannender. Eigentlich ein Tatort-Krimi mit vielen Beteiligten, sehr vielen Alibis und Dolchstoßlegenden. Eine Skandalgeschichte, die allein dadurch noch etwas skandalöser wird, dass sie andauert.«

Aus dem Prolog

»Forstmänner mit Blick für eine umfassende Nachhaltigkeit sind unter den Förstern eher die Ausnahme und waren oft auch heftigen persönlichen Angriffen ausgesetzt. Georg Meister, der sich sein Leben lang für naturnahe Mischwälder eingesetzt hat, ist eine solche Ausnahme. Er hat diese zukunftsfähigen Wälder nicht nur propagiert, sondern gegen erbitterten Widerstand auch aufwachsen lassen. Und indem Georg Meister nichts anderes tat, als die hochoffiziellen forstpolitischen Ziele umzusetzen, geriet er voll in die >Schusslinie< der Jagd- und Forstbürokratie.«

Aus dem Vorwort von Hubert Weinzierl


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Kundenrezensionen

4.5 von 5 Sternen
4.5 von 5 Sternen
Die hilfreichsten Kundenrezensionen
20 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Claus-Peter Lieckfeld belegt diesen krassen Verstoß gegen die Umweltvorsorge in seinem Buch anschaulich und spannend mit den Erlebnissen eines "forstlichen Widerstandskämpfers': Dr. Georg Meister, langjähriger Leiter eines Hochgebirgsforstamtes, ersparte dem bayerischen Steuerzahler Millionensummen durch eine effektive Jagd, die zu einem waldverträglichen Wildbestand führte. Doch dafür erntete er nicht etwa Lob, was man angesichts der leeren Staatskassen eigentlich erwarten sollte, sondern nur Ärger, Angriffe und Undank. Ursache dafür ist die jahrzehntelange massive Subventionierung des Jagdvergnügens einer winzigen gesellschaftlichen Minderheit.

Überhöhte Wildbestände in den Wäldern, erläutert Lieckfeldt, führen zu überstarkem Verbiß besonders der jungen Bäume und zu einer Reduzierung des Ertrags, den ein Waldbesitzer durch den Verkauf ausgewachsener Bäume erzielen kann. Überhöhter Wildbestand bedeutet damit mittelbar Enteignung. Warum lassen sich die Waldbesitzer diese enteignungsgleichen Eingriffe gefallen, ohne dagegen massiv zu protestieren?

Der Wald dient jedoch nicht nur der Holz- und Wildproduktion. Wegen der Klimaerwärmung brauchen wir dringender denn je artenreiche, naturnahe Wälder mit einem tief durchwurzelten und humusreichen Waldboden. Und so ist es ebenso unverständlich, dass die steuerzahlende Öffentlichkeit den staatlich gebilligten Verstoß gegen die Umweltvorsorge nicht bemerkt. Der Grund ist einfach: Sie sieht es nicht!
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14 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Die allmähliche und deshalb nicht unmittelbar erkennbare Veränderung des Waldes „personalisiert“ dieses spannende Sachbuch. Die schwerwiegenden Folgen für uns und für kommende Generationen werden dadurch glaubwürdig und „sichtbar“.

Viele Menschen wollen sich im Wald erholen. Sie sehen dort am Boden Sträucher, Kräuter und Gräser. Sie glauben, dass diese Artenzusammensetzung „natürlich“ ist, weil sie keinen Vergleich haben. Ganz selten sehen sie ein Reh. Jäger oder Förster erklären ihnen, dass Jagd und Forstwirtschaft den Waldbesitzern und allen Bürgern optimal nützt. Aber manchmal hören sie andere Stimmen: Es soll viel zu viele Rehe geben, die sollen manche Pflanzen stark verbeissen, dadurch soll sich die Artenzusammensetzung stark verändern und es soll großer Schaden entstehen. Solche Veränderungen und Schäden sind für uns „unsichtbar“; wir könnten sie nur erkennen, wenn wir Pflanzen über einen langen Zeitraum beobachten.

Der Förster Dr. Georg Meister hat genau das getan. Als Förstersohn hart zur waidgerechten Hegejagd erzogen, waren für ihn Veränderungen der Waldvegetation „unsichtbar“. Später haben ihm einzelne Professoren solche Veränderungen gezeigt. Im Widerstreit zwischen den ideologischen Glaubenssätzen der waidgerechten Jagd und einer umfassend nachhaltigen Waldnutzung hat er sich gegen die ständige Verharmlosung der Wildschäden entschieden. Es war viel Zivilcourage notwendig, der Allmacht der Jagdlobby in Verwaltung und Politik zu widerstehen.

Die Stationen dieses Wandels vom waidgerechten Hegejäger zum Kämpfer für einen tatsächlich naturnahen Wald werden spannend erzählt.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Dr. R. Manthey #1 HALL OF FAME REZENSENT TOP 10 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Der deutsche Wald ist krank. Das wissen wir irgendwie schon seit langem. Er hat seine Funktion als Wasserspeicher fast verloren und kippt bei jedem Sturm um. Über eine wesentliche Ursache für dieses Desaster wird in der Öffentlichkeit kaum geredet: Wir haben zu viel Wild im deutschen Wald. Man mag es zunächst nicht glauben, kann sich jedoch den Argumenten in diesem Buch nur schwer entziehen.

Geschildert wird in ihm das Leben des Försters Georg Meister, der vom Vater in jungen Jahren zum Wildhüter ausgebildet wurde und dann im Laufe seiner beruflichen Entwicklung immer deutlicher begriff, dass es die Trophäensucht der deutschen Jäger ist, die den Wald von unten absterben lässt.

Nachdem die natürlichen Jäger von Rehen und Hirschen in Deutschland vor vielen Jahren ausgerottet wurden, blieb der Mensch ihr einziger Feind. Früher gingen die Feudalherren auf die Jagd, heute sind es Beamte, einflussreiche Leute und Förster in Staatswäldern, die an ihre Stelle getreten sind. Sie profitieren von der traditionellen Hegewirtschaft, mit der auch schwache Tiere über den Winter gebracht werden. Die Übervölkerung der Wälder mit Schalenwild führt zum Absterben von Jungpflanzen in der gesamten Artenvielfalt, denn die jungen Triebe sind die Lieblingsspeise des Wildes.

Wie ein gesunder und natürlicher Jungwald aussieht, kann man nur noch hinter eingezäunten Flächen betrachten. Doch Einzäunungen kosten Unsummen und sind deshalb eher selten. Fehlt jedoch der natürliche Pflanzennachwuchs, so ist der Waldboden nicht genug durchwurzelt und seine Humusschicht dünn.
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Die neuesten Kundenrezensionen
1.0 von 5 Sternen polemisch, schwach und vielfach falsch
Eines der schlechtesten Bücher, das ich zum Wald/Wild-Konflikt gelesen habe.
Anstelle einer kenntnisreichen Darstellung enthält das Buch eine Lobhudelei über... Lesen Sie weiter...
Vor 29 Tagen von Albrecht Lutterbeck veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Wild frisst Wald .....
..... oder wie eine winzige Gruppe von ignoranten und leider sehr einflussreichen Trophäensucht-Abhängigen wider Einsicht und Vernunft Wald, Wild, Natur, Umwelt,... Lesen Sie weiter...
Vor 23 Monaten von Cicero veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Informativ
Genau das, was ich mir vorgestellt habe. Endlich einmal die richtige Sicht für diese Problematik, aber das ist natürlich subjektiv.
Veröffentlicht am 5. März 2010 von just-a-moment
5.0 von 5 Sternen Informatives Buch, gut zu lesen
Ich war wirklich überrascht, wie informativ und spannend dieses Buch zu lesen ist!
Ich kann das Buch nur allen "Waldfreunden" empfehlen! Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 5. Dezember 2009 von Josef Lindauer
3.0 von 5 Sternen Biographie eines Forstmannes
Das Buch wurde mir empfohlen, deshalb habe ich es gelesen. In diesem Buch wird das berufliche Leben Georg Meisters vorgestellt. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 2. Januar 2009 von Jette
5.0 von 5 Sternen Ein Tatsachenbericht!
In diesem Buch wird das Kind beim Namen genannt und die Auswirkungen einer verfehlten Jagdpolitik auf den Wald aus ökologischer Hinsicht und für den Waldbesitzer aus... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 7. Januar 2007 von Carola Christmann
5.0 von 5 Sternen Der Lebenskampf eines Försters für den Wald
Ein ausgesprochen empfehlenswertes Buch für alle Natur- und Waldfreunde, das auf ausgesprochen spannende Art fundiertes, aber auch erschreckendes Wissen über das... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 1. Dezember 2006 von Winfried Berner
5.0 von 5 Sternen Spannendes und Aktuelles zum Wald
Da war ich schon angenehm verblüfft: Ich dachte an ein Waldbuch, wo einem haarklein alles Schlimme erklärt wird, was so mit dem Wald passiert. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 14. November 2006 von Karl-Hermann Ott
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