Pressestimmen
"Alle, die sich für die Jagd samt Vokabular und einer fundierten Kritik daran interessieren, werden in diesem Buch fündig werden. Die klassische Jäger - Wildbeziehung wird hinterfragt und deutlich kritisiert. Das Buch macht klar, dass eine Jagdwende überfällig ist, damit ein naturnaher, gesunder Wald gedeihen kann und welche Rahmenbedingungen dafür notwendig sind." --
Robin Wood, Nr.4 2006"Das Buch ist ein spannendes Sach- und Enthüllungsbuch und gleichzeitig die Biographie eines Zeitzeugen. Ganz gleich, auf welcher Seite man steht, man kann dem Werk nur eine lebhafte Diskussion wünschen." --
Neue Presse, 5.10.2006"Die Subventionierung des Jagdvergnügens einer winzigen Minderheit ist mit wirtschaftlichen Interessen und ökologischen Problemen eng verflochten, Rituale, Emotionen und Traditionen bilden ein dichtes Geflecht. Lieckfeld durchleuchtet es kenntnisreich und beschreibt es - dem Skandal angemessen - sarkastisch und temperamentvoll." --
Süddeutsche Zeitung, 24. November 2006"Dieses Buch wird für einigen Wirbel sorgen. Spannend wie ein Krimi." --
Münchner Merkur, 4.10.2006"Eine Plichtlektüre für alle, denen der Wald am Herzen liegt [...] Das Buch liest sich wie ein Krimi." --
Reichenhaller Tageblatt, 21.12.2006"Jeder Waldfreund, der sich über die Entwicklung im Wald informieren will, sollte dieses spannende und faszinierende Buch lesen." --
BUND Magazin 4/2006Anschaulich belegt Lieckfeld mit Grafiken, Bild- und Zahlenmaterial, aber auch in drastischen Schilderungen, wie viel den Steuerzahler der Schutz von Jungbäumen durch Einzäunungen und künstliche Pflanzungen kostet, damit die Minderheit der Jäger ihre Interessen verfolgen kann. [...] Konsequent räumt das Buch mit dem Mythos auf, dass ein gesunder Wald viel Wild bedeute, und zeigt stattdessen, welche natürliche Vielfalt durch den Überbesatz an Wild verhindert wird. --
Frankfurter Neue Presse, 1.2.2007Das Buch ist eine kritische Bestandsaufnahme, die darstellt, wie man auch in Zukunft die Bedingungen für einen gesunden Wald verbessern kann. --
DNR Deutschland-Rundbrief, Oktober 2006Die Wälder der Zukunft muss man gar nicht erfinden, schreibt der Naturschutz-Publizist Claus-Peter Lieckfeld in seinem jüngst erschienenen Klimafolgen-Buch "Tatort Wald". Urtümliche Landschaften mit standorttypischer Bodenvegetation existieren "in unvollständigen Resten noch überall in Deutschland". [...] Allerdings haben die Forst-Umbauer mit einem Problem zu kämpfen, das Wälder vielerorts in Deutschland an den Rand des Ruins gebracht hat: die übergroßen Wildbestände. Seit den Zeiten der absolutistischen Herrscher hat die politisch und gesellschaftlich einflussreiche Lobby der Trophäenjäger dafür gesorgt, dass Deutschland die "vermutlich schalenwildreichsten Wälder der Erde" (Lieckfeld) hat - zum Schaden der Laubbäume, an deren Trieben das Wild lieber knabbert als an genadeltem Holz. Der "selektive Verbiss des allzu vielen Wildes" hat, wie Lieckfeld anprangert, die noch immer anhaltende "weitgehende Artenverschiebung hin zu artenarmen Holzäckern" noch beschleunigt. Jüngste Zahlen bestätigen den Trend, dessen Folgen sich angesichs des Klimwandels vollends fatal ausnehmen. --
Spiegel Online 21.02.2007
Klappentext
»Deutsche Förster haben die Nachhaltigkeit erfunden, heißt es, das Prinzip, nie mehr Bäume zu schlagen als nachwachsen. Dafür sind sie schon von Friedrich Schiller gelobt worden und später weltberühmt geworden, die deutschen Förster. Die andere Geschichte ist nicht ganz so pastellfarbig lindgrün, dafür aber ungleich spannender. Eigentlich ein Tatort-Krimi mit vielen Beteiligten, sehr vielen Alibis und Dolchstoßlegenden. Eine Skandalgeschichte, die allein dadurch noch etwas skandalöser wird, dass sie andauert.«
Aus dem Prolog
»Forstmänner mit Blick für eine umfassende Nachhaltigkeit sind unter den Förstern eher die Ausnahme und waren oft auch heftigen persönlichen Angriffen ausgesetzt. Georg Meister, der sich sein Leben lang für naturnahe Mischwälder eingesetzt hat, ist eine solche Ausnahme. Er hat diese zukunftsfähigen Wälder nicht nur propagiert, sondern gegen erbitterten Widerstand auch aufwachsen lassen. Und indem Georg Meister nichts anderes tat, als die hochoffiziellen forstpolitischen Ziele umzusetzen, geriet er voll in die >Schusslinie< der Jagd- und Forstbürokratie.«
Aus dem Vorwort von Hubert Weinzierl