"Tote brauchen keine Wohnung" erzählt von einem Vermieter (Walter Sedlmayr), der einige Mieter vor die Tür setzen will, um die alten Wohnhäuser abreißen und an ihrer Stelle moderne, neue bauen lassen zu können. Einen (vorbestraften) jungen Mann quartiert er bei einer alten Dame ein und verspricht ihr dafür eine günstige Neubauwohnung. Der Mann sei für Renovierungen da. In Wahrheit macht er den verbliebenen Mietern das Leben schwer. Eines Morgens wird die alte Dame tot aufgefunden. Ein Fall für Veigl.
Der Tatort versprüht 70er-Jahre-Zeitgeist. Die Geschichte ist spannend aufgebaut, und auch wenn der Film heutigen Sehgewohnheiten nicht mehr entspricht, ist er unterhaltsam und ein wunderbarer Tatort. Die Bildqualität ist in Anbetracht des Alters ziemlich gut, und es gibt einige interessante (wenn auch kurze) Specials, über das Wohnen in München, den Stadtteil Lehel und den Schauspieler Gustl Bayrhammer.
Einziges Manko war für mich der Klappentext, der zwar nicht jede Nuance der Geschichte wiedergibt, aber in sehr groben Zügen den Handlungsverlauf der ersten 70 (!) von 77 Minuten. So was darf einfach nicht sein!