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28 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Tatort Frau, 30. Mai 2003
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Tatort Frau: Der große Hormonschwindel (Gebundene Ausgabe)
Sylvia Schneider ist Expertin für Frauengesundheit und Aufklärung. Ihr neues Buch „Tatort Frau - der große Hormonschwindel" hat eine ganz klare Botschaft: Wechseljahre sind ein ganz natürlicher Vorgang! Was daran allerdings nicht natürlich ist, sind die Frauenbilder der Gynäkologen und der Pharmaindustrie; weiß die Autorin. Da hat sie Recht. Aber das „Unnatürliche" betrifft weit mehr Vertreter des „starken Geschlechts". Fast jede Frau dürfte das über Jahrzehnte hinweg monatlich in Wort und/oder Tat zu spüren bekommen haben. So antwortete auch im Jahr 2003 ein junger Mann von gerade einmal 19 Jahren vor laufender Fernsehkamera auf die Frage, warum es so wenige Frauen in der Politik gäbe, wie aus der Pistole geschossen: „Frauen sind wegen ihrer Monatsblutung sehr behindert. Da können sie nicht gut und verlässlich arbeiten." In einer ausführlichen Einleitung stellt die Autorin klar, dass Hormone vielen helfen; nur nicht den Frauen... Das Buch besteht aus drei Teilen. Ein Quellen- und Literaturverzeichnis rundet das Buch ab. Im ersten der drei Teile geht es um das Ende der Legende mit den Hormonen. In diesen Kapiteln lernt man nicht nur Wesentliches über das „Lifestyle-Medikament" künstliches Hormon, sondern auch das Gruseln. „Wissenschaftliche" Studien mit haarsträubenden Folgen für die Frauen und die allgemeinen gesundheitlichen Gefahren bei Östrogengaben werden beschrieben. Sehr schön und sehr wichtig ist, dass die Autorin auch die Frauen direkt anspricht, denn ihre Gutgläubigkeit - die aus meiner Sicht als Psychologin nichts als Verantwortungsabgabe ist - hat selbstverständlich diesen ganze Wahnsinn mit ermöglicht. Im zweiten Teil zeigt uns die Autorin die „ein-nehmende Beziehung" zwischen Gynäkologie und Pharmaindustrie. Diese Kapitel bergen eine wirklich ausgezeichnete Zusammenschau all dessen, was man sonst nur durch die Lektüre vieler - ebenfalls ausgezeichneter - Bücher lernt (z.B. die Titel von Dr. Christa Wichterich). Die männerdominierte Medizin in Forschung und Praxis wird historisch beleuchtet und macht den nachfolgenden Realitätsverlust in der weiblichen Wahrnehmung klar. Die Autorin spinnt hier den roten Faden bis in die Gegenwart und zeigt dann, „was Frauen wirklich krank macht" auf. Die Erscheinungen unseres Körpers sind eben nicht abweichend (von was eigentlich? vom Mann...?) oder gar krankhafter Natur. Nein, sie sind normal. Normal aus weiblicher Sicht. Und um die geht es hier; besser: muss es endlich gehen. Dass die Zukunft nichts Gutes für uns Frauen bereit hält, wird in diesem Teil ebenfalls erklärt. Die Industrie - natürlich wie immer mit der Hilfe der Krankenkassen und der mehrheitlich frauenfeindlichen Medien - hat uns weiter im Visier! Wir sind (immer noch) eine Ressource. Oder aus meiner Erfahrung als Menschenrechtlerin gesprochen: Fleisch. Im dritten und letzten Teil erfahren wir, wie man ohne Hormone auskommt. Wussten Sie, dass Hormone die Denkfähigkeit gefährden? Haben Sie auch das zunehmende Gefühl, dass Älterwerden mehr eine Epidemie ist, als ein natürlicher Vorgang innerhalb Ihrer persönlichen Entwicklung als Mensch? Haben Sie auch schon heimlich an Silikonimplantate oder Ähnliches gedacht? Vermutlich ja. Aber wissen Sie denn, „was im Wechsel wirklich passiert"? In diesen Kapiteln erfahren sie es: „Die Wechseljahre sind eine Chance (...) Frauen, denen es früher schwer fiel ‚nein' zu sagen, lassen sich jetzt den Schneid nicht mehr abkaufen. Sie versuchen nun (...) authentischer zu sein. Diesen Gewinn des Frauseins ignorieren Forscher und Frauenärzte. Da sie von falschen Voraussetzungen ausgehen, kommen sie auch zu falschen Ergebnissen. Das ist das ganze Geheimnis der Wechseljahre." (S.151) Bravo! Ja, das ist ein Buch zum Wohle der Frauen. Es klärt schonungslos, anschaulich und kompetent auf. Wie wohltuend und wichtig ist das doch zugleich! Es sollte Pflichtlektüre für alle Frauen sein, die ihre Körper nicht (mehr) als Ressource zur Verfügung stellen und fremdbestimmt existieren wollen. Wie sagte doch eine Freundin zu mir: „Ein Mann, der über die weibliche Menstruation, die Schwangerschaft und die Wechseljahre räsoniert, ist wie ein Automechaniker, der weder Führerschein noch Auto besitzt, sich aber dennoch anschickt, mein Auto zu reparieren. Da würde ich laut HALT! schreien..." Empfehlenswert ist „Tatort Frau" auch für psychologische und medizinische Praxen. Und ganz bestimmt ist es auch als Geschenk für Mutter, Tante, Schwiegermutter, Oma, Schwester und Tochter geeignet! Das Buch ist Ueberreuter-gemäß von ausgezeichneter Qualität, was Layout, Papierqualität u.v.m. angeht. Der Preis geht völlig in Ordnung. Mit anderen Worten: dieser Publikation ist eine weite Verbreitung zu wünschen!
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17 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Hormonersatztherapie - Gelddruckmaschine der Pharmaindustrie, 14. Februar 2003
Rezension bezieht sich auf: Tatort Frau: Der große Hormonschwindel (Gebundene Ausgabe)
Inzwischen müssen doch jeder Frau mit einem Minimum an kritischem Bewußtsein Zweifel an der positiven Wirkung von Hormonersatztherapien gekommen sein. Wem also nützen sie? Es gibt nur eine Antwort darauf: Den Frauenärzten (überwiegend Männer!) und vor allem der Pharmaindustrie. Letztere erfahren durch gigantische Verkaufszahlen den Nutzen, die leichtgläubigen Frauen, denen wahre Wunder durch die Einnahme von Hormonen versprochen werden, tragen das nicht geringe gesundheitliche Risiko, wie die abgebrochene WHI-Studie (anno 2002) und andere Studien in den USA und Großbritannien aufzeigen. Die engagierte Ernährungs- und Kommunikationswissenschaftlerin Sylvia Schneider erklärt eloquent, wie die Mär von der Wunderdroge entstanden ist, und wie es möglich war, diese Millionen Frauen aufzuschwatzen. Interessant auch in diesem Zusammenhang die Beschreibung der psychischen Wirkung des Östrogens. „Das Östrogen, sagt auch die bereits erwähnte amerikanische Spezialistin Susan Love, macht Frauen während ihrer fruchtbaren Phase lieb, weich und friedlich, damit sie sich selbstlos in den Dienst der Familie stellen und nicht vordringlich an ihr eigenes berufliches Fortkommen denken." (S. 32) Kein Wunder, wenn einer der großen älteren Hormonbefürworter, Professor Christian Lauritzen, schwärmt: „Östrogene sind für alles verantwortlich, was wir Männer an Frauen so lieben." Sylvia Schneider kritisiert nicht nur die Hormonersatztherapie, sie zeigt auch Alternativen auf. Eigenverantwortliche Lebensgestaltung, ausgewogene Ernährung, ausreichend Bewegung, Naturheilmittel. Will frau aber dazu näheres wissen, kann sie u.a. einen anderen Titel der Autorin lesen : 'Brave Frauen kommen in die Wechseljahre - böse kommen weiter'. Allerdings ist dieses Buch bereits 1999 erschienen. Reiner Grißhammer
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Hormonersatztherapie - Gelddruckmaschine der Pharmaindustrie, 21. Februar 2003
Rezension bezieht sich auf: Tatort Frau: Der große Hormonschwindel (Gebundene Ausgabe)
Inzwischen müssen doch jeder Frau mit einem Minimum an kritischem Bewußtsein Zweifel an der positiven Wirkung von Hormonersatztherapien gekommen sein. Wem also nützen sie? Es gibt nur eine Antwort darauf: Den Frauenärzten (überwiegend Männer!) und vor allem der Pharmaindustrie. Letztere erfahren durch gigantische Verkaufszahlen den Nutzen, die leichtgläubigen Frauen, denen wahre Wunder durch die Einnahme von Hormonen versprochen werden, tragen das nicht geringe gesundheitliche Risiko, wie die abgebrochene WHI-Studie (anno 2002) und andere Studien in den USA und Großbritannien aufzeigen. Die engagierte Ernährungs- und Kommunikationswissenschaftlerin Sylvia Schneider erklärt eloquent, wie die Mär von der Wunderdroge entstanden ist, und wie es möglich war, diese Millionen Frauen aufzuschwatzen. Interessant auch in diesem Zusammenhang die Beschreibung der psychischen Wirkung des Östrogens. „Das Östrogen, sagt auch die bereits erwähnte amerikanische Spezialistin Susan Love, macht Frauen während ihrer fruchtbaren Phase lieb, weich und friedlich, damit sie sich selbstlos in den Dienst der Familie stellen und nicht vordringlich an ihr eigenes berufliches Fortkommen denken." (S. 32) Kein Wunder, wenn einer der großen älteren Hormonbefürworter, Professor Christian Lauritzen, schwärmt: „Östrogene sind für alles verantwortlich, was wir Männer an Frauen so lieben."
Sylvia Schneider kritisiert nicht nur die Hormonersatztherapie, sie zeigt auch Alternativen auf. Eigenverantwortliche Lebensgestaltung, ausgewogene Ernährung, ausreichend Bewegung, Naturheilmittel. Will frau aber dazu näheres wissen, kann sie u.a. einen anderen Titel der Autorin lesen : 'Brave Frauen kommen in die Wechseljahre - böse kommen weiter'. Allerdings ist dieses Buch bereits 1999 erschienen. Reiner Grißhammer
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