Wie schon im Titel angedeutet, hat mich dieses Buch in mehrfacher Hinsicht enttaeuscht.
Keinesfalls handelt es sich dabei um eine umfassende Darstellung der spektakulaersten Kriminalfaelle Oesterreichs, sondern um eine willkuerliche Aufzaehlung dessen, was den Autoren gerade in den Sinn gekommen zu sein scheint. Warum etwa den Entfuehrungen von Palmers, Bensdorp und Boehm, bei denen den "Opfern" kein Haar gekruemmt worden ist,
etliche Seiten langatmigster Beschreibung gewidmet sind, der dreifache Mord an der Familie Altreiter in St. Poelten im Januar 1980 jedoch, dem eine stundenlange Folterorgie vorangegangen ist, nicht einmal erwaehnt wird, bleibt ein Raetsel. Genauso verhaelt es sich mit dem Mord, den Sieglinde Zant aus St. Andrae/Woerdern veruebt hat,
als sie, zur Tatzeit eine Endvierzigerin, die neue Freundin ihres mehr als zwanzig Jahre juengeren Geliebten buchstaeblich niedermetzelte. Nur zwei Beispiele einer ganzen Reihe unerwaehnt gebliebener Taten, die den Autoren offenbar nicht "spektakulaer" genug gewesen sind!?
Zudem ist das Buch schlampig recherchiert, Eigennamen werden vielfach falsch geschrieben: Erhard statt Erhart Psick, Fort Lauderdal statt Lauderdale etc. Auch Grammatik und Syntax lassen das gesamte Buch hindurch zu wuenschen uebrig, Verwechslungen von Dativ und Akkusativ und dergleichen mehr... ein Text, wie man ihn sich hoechstens von der dritten Leistungsgruppe einer Hauptschule erwarten wuerde.
Ein Stern deshalb, weil es nicht moeglich ist, ueberhaupt keine Sterne zu vergeben.