Das Taschenbuch berücksichtigt nicht nur die traditionelle Genealogie. In den letzten Jahren bedienen sich in Deutschland zunehmend historische Familienforschung, Demographie, Sozialgeschichte, Bevölkerungswissenschaft und Medizin genealogischen Grundlagenmaterials. Die elektronische Datenverarbeitung wurde zur wertvollen Hilfe und ermöglicht Auswertung und Vergleich im europäischen Rahmen. Gerade letzteres würdigt der neue "Wecken" in besonderem Maße, ist doch EDV in der Genealogie mittlerweile nicht mehr wegzudenken. Für den Praktiker bietet das Taschenbuch alles Wissenswerte über Arbeitsweisen, Darstellungsformen, Bezifferungsmethoden, wissenschaftliche Auswertungen, Quellen der Familienforschung, Hilfsmittel (Schriftkunde, Zeitrechnung, Wappenwesen, Siegel- und Namenkunde); dazu im Lexikonteil Fachausdrücke, Abkürzungen in Urkunden, Krankheitsbezeichnungen, Titulaturen, ferner zu jedem Kapitel die wichtigste Literatur für weiteres Studium. Besonders interessant für den Forscher dürften die intensiv überarbeiteten Kapitel mit den Anschriften der Archive. Bibliotheken, genealogischen und historischen Vereine in In- und Ausland sein, konnten doch in diese die Adressen zahlreicher vor dem Zusammenbruch des Ostblocks nicht zugänglicher Institutionen aufgenommen werden.

