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Wein und Trüffel, darum geht es wirklich im Piemont. Matteo Gobetti ist einer der erfolgreichsten Trüffelsucher, und sein Wohlstand hat zwei Ursachen. Gobetti ist im Besitz einer legendenumrankten ererbten Landkarte, auf der die besten Fundorte für die edlen Pilze verzeichnet sind. Und ihm gehört Leonardo, der Star unter den Trüffelschweinen und treuer Begleiter seines Herrn, der das weiße Gold unter der Erde zielgenau anzusteuern weiß. Mit Gier, Hass und Neid wird der zurückgezogen lebende Gobetti von seinen Nachbarn beäugt. Als er unter merkwürdigen Umständen ums Leben kommt, machen sich Leonardo und seine befreundeten Artgenossen an die Aufklärung des Falls, denn der ermittelnde Commissario erweist sich als atemberaubend unfähig. Doch viele Irrwege müssen die schweinischen Detektive gehen und große Gefahren überstehen, ehe sie den Täter dingfest machen können.
Katzen und Schafe als erfolgreiche Kriminalisten kennt der Krimifreund bereits, Akif Pirincci und Leonie Swann grüßen als Bestsellerautoren. Doch das Schwein ist die wahre Krone der Schöpfung davon ist Zdrals Held Leonardo, Trüffelschwein und Gourmet, felsenfest überzeugt. Endlos ist die Reihe seiner berühmten Ahnen, die als Berater von Päpsten und Kaisern das Weltgeschehen beeinflussten. Zdral sorgt in seinem charmanten, unkorrekten und intelligenten Schweinekrimi dafür, dass Leonardo seinen Vorfahren alle Ehre macht. Und das Ganze ist nicht mehr, aber auch nicht weniger als ein wundervoller Spaß. Ulrich Deurer
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
16 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ein Kriminalroman für alle Sinne. Keinesfalls ausschließlich für Krimi-Fans empfehlenswert.,
Von
Rezension bezieht sich auf: Tartufo: Roman (Gebundene Ausgabe)
Hier also kein toter Schäfer, sondern ein toter Trüffelsucher. Es ermittelt - neben einem abgehoben arroganten Commissario - ein Trüffelschwein namens Leonardo. Seines Zeichens nicht nur mit begnadetem Geruchssinn, sondern mit feinem Sinn für schöne Frauen, gutes Essen und ausgezeichneten Wein ausgestattet. Ein sympathisch-charmanter Keiler!Während der Rest der Welt noch an einen Unfall glaubt, der dem erfolgreichsten Trüffelsucher des Piemont, Matteo Gobetti, das Leben kostete, ist für Leonardo schnell klar, dass sein Besitzer keines natürlichen Todes starb. Neider gab es zu Lebzeiten schon viele. Die Nachbarfamilien beispielsweise, oder die Trüffelhändlerin. Nicht zuletzt gerät sogar Mattheos gieriger Sohn unter Verdacht, dem es nach seines Vaters Tod um nichts Wichtigeres geht, als die Schatzkarte (Trüffelsucherkarte) zu finden mit der er ausgesorgt hätte. Nur um es klar zu stellen. Mit "Glennkill" hat "Tartufo" nicht sonderlich viel gemein. Übertrieben witzig oder gar philosophisch will in Zdrals "Tartufo" schon mal kein Tier sein. Es wird vielmehr als eine unumstößliche Tatsache deklariert, dass Schweine die besseren Menschen sind. Das fängt mit klugen Instinkten an, die den Rüsseltieren in der Menschengeschichte immer besondere Erwähnungen in Geschichtsbüchern einbrachten, und endet damit, dass Schweine ein Vielfaches mehr an Geruchs- und Geschmacksnerven haben. Wenigstens letzteres ist faktisch belegt, ersteres herrlich unkorrekt und dennoch um keinen Deut deplaziert. Von Besserwisserschweinen keine Spur. Trüffelschwein Leonardo wird jedenfalls von seinem Besitzer entsprechend verhätschelt. Oder haben Sie schon einmal ein Schwein gesehen, das eine eigene Couch hat und Barolo zu trinken bekommt? Und nun stelle man sich Leonardos Enttäuschung vor, als er nur noch abgestandenes Wasser und Rübenschnippsel in seinen edlen Fressnäpfen vorfindet! Ein Skandal! Das hat er nicht verdient. Zu dieser Überzeugung gelangt man - schmunzelnd jedenfalls - auch als Leser und stürzt sich gemeinsam mit seinen Freunden in eine fantastische Schnitzeljagd, deren Auflösung ohne das kluge Jung-Schwein namens Caruso wohl kaum möglich gewesen wäre. - Aber das alles stellen Sie am besten selber fest. Ohne Übertreibung -ein herrlicher Lese-Genuss, bei dem der kriminelle Aspekt beinahe nebensächlich erscheint. Besonders ans Herz zu legen ist "Tartufo" Weinkennern, Gourmets und Liebhabern der italienischen Oper. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Sollte das witzig sein?,
Von Heike "lupinchen1" (Düsseldorf) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Tartufo: Roman (Taschenbuch)
"Das ermittelnde Trüffelschwein", so heißt es auf der Rückseite. Nun, nach der letzten Seite und insgesamt vier Leichen, denke ich eher "das mordende Trüffelschwein". Der letzte Satz macht ja auch deutlich, dass es nicht bei vier Leichen bleiben muss. Also immer gut stellen mit dem Schwein und vor allem der "Padrona" nicht zu nahe kommen (auch nicht auf nette Art und Weise), sonst könnte man die nächste Leiche sein ...Insgesamt haben alle anderen Schweine in diesem Buch mehr Antrieb als gerade Leonardo. Leonardo möchte nur trinken, essen, Verdauungsschläfchen halten und die Menschenfrau beschnuppern. Er hat Angst im Dunkeln, etc. etc. Es sind doch eher alle anderen Schweine in diesem Buch, die sagen: "Komm, lass uns mal ... [untersuchen, nachspionieren, herausfinden, verstecken, belauschen, etc.]" Nur beim Thema "Mord" (Beschützen, Aufhalten, Rächen, ...), da zeigt sich Leonardo plötzlich voller Elan ... Die Gattung Schwein in Tartufo unterscheidet sich in nichts als dem Aussehen von den Menschen. Ebenso ihre Dialoge. Sie diskutieren, sie trinken Wein, sie schreiben, sie lesen, sie hören und verstehen Opern, sie können selbst Arien summen und singen und last but not least betonen immer und immer und immer wieder, wieviel klüger als die Menschen sie doch sind. Jeder prominente Mensch der letzten Jahrhunderte von Einstein bis zu Rembrandt wird zum Schwein gemacht. (Einschübe, über die ich in der zweiten Hälfte gerlernt habe hinwegzulesen. - Sollte das witzig sein?) Wenn die Schweine doch ach so klug sind, warum bedienen sie sich dann nicht ihrer Schreibfähigkeiten und schreiben den zuständigen Menschen alles auf, was sie herausgefunden haben? (Im Papierkorb muss doch sowieso eine Zeitung mit dem kragelig aufgeschriebenen Wort-Rätsel liegen ...) Das Superklischee des bösen Kommisars hätte die Zuspitzung auf die Zudringlichkeit und Mord-Zuschieb-Drohung gar nicht gebraucht. Ebenso war der letzte Jauchegruben-Mord für meinen Geschmack etwas "too much" (Matsch, Haha.) und die Verdi-Rätsel-Strecke sowieso überfüssig. Wieso nicht sofort in der Statue nachsehen? Ich schließe mich einem meiner Vorschreiber an: Im Gegensatz zu Glennkill ist Tartufo kein Buch, das die Welt unbedingt gebraucht hat. Nichtsdestotrotz lässt sich die Geschichte in (fast) einem Rutsch lesen. Als Urlaubs- oder Bahnfahr-Lektüre absolut tauglich. Und was braucht man mehr? ;-) Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Schwein gehabt...,
Von
Rezension bezieht sich auf: Tartufo: Roman (Gebundene Ausgabe)
... endlich einmal wieder ein Buch, das humorig und geistreich zugleich ist. Ein nettes Buch - abseits vom Mainstream -Dank der guten obigen Rezension muss hier auf den Inhalt nicht mehr eingegangen werden... daher gleich mein Fazit zu dem Buch: Es ist ein bisschen wie als Kind ein Märchenbuch lesen... die Guten halten zusammen, enttarnen die Bösen, man fiebert mit den Helden und ihren Abenteuern mit, sie machen die Welt ein kleines bisschen besser und siegen natürlich auch am Ende... ;-)Wenn man sich darauf einlässt, entdeckt man endlich einmal wieder eine schöne Geschichte zum Genießen, wie guten Wein oder ein gutes Essen oder eine Oper. Zudem eine kleine Ode an die Freundschaft und das Wesentliche im Leben... Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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