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Tartüff [Deluxe Edition]
 
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Tartüff [Deluxe Edition]

Emil Jannings , Lil Dagover , Friedrich Wilhelm Murnau    Freigegeben ohne Altersbeschränkung   DVD
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
Preis: EUR 14,99 Kostenlose Lieferung ab EUR 20 (Bücher und Blu-ray-Filme immer versandkostenfrei), auch bei allen Verkäufern, die "Versand durch Amazon" nutzen. Details
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Produktinformation

  • Darsteller: Emil Jannings, Lil Dagover, Werner Krauss
  • Regisseur(e): Friedrich Wilhelm Murnau
  • Komponist: Giuseppe Becce
  • Format: Deluxe Edition, Dolby, HiFi Sound, PAL
  • Untertitel: Deutsch, Englisch, Spanisch, Portugiesisch, Französisch
  • Bildseitenformat: 4:3 - 1.33:1
  • FSK: Ohne Altersbeschränkung
  • Studio: Universum Film GmbH
  • Erscheinungstermin: 18. April 2005
  • Produktionsjahr: 1925
  • Spieldauer: 63 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B0007PLFMA
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 23.800 in Filme & TV (Siehe Top 100 in Filme & TV)

Rezensionen

VideoMarkt

Der flüchtige Betrüger Tartüff schleicht sich in das Haus des reichen Orgon, wird sein engster Vertrauter. Orgon will ihm Tochter Dorine zur Frau geben. Orgons Frau Elmire, der Tartüff Avancen macht, erkennt seine Absichten und schmiedet mit Dorine ein Komplott, um Tartüff bloßzustellen. Es gelingt. - Rahmenhandlung: Eine Haushälterin umgarnt ihren Herrn, einen närrischen Greis, der ihr Hab und Gut vererbt, den Enkel verstößt. Als Filmvorführer kehrt der Enkel zurück und läßt ihn ins Kino zu "Tartüff" ein. Der Alte besinnt sich, jagt die Frau davon.

Produktbeschreibungen

Der alte Herr wird von seiner Haushälterin aus reiner Nächstenliebe gepflegt - glaubt er zumindest. Denn eigentlich hat es die habgierige Frau einzig auf das Vermögen des kranken Mannes abgesehen. Und teilen will sie das Geld schon gar nicht, deshalb verbreitet sie allerlei Schlechtes über den Neffen des Alten und erreicht damit, daß der junge Mann enterbt wird.

Der Neffe aber denkt gar nicht daran, aufzugeben. Er nutzt vielmehr sein schauspielerisches Talent, um das wahre Gesicht der Haushälterin zum Vorschein zu bringen. Selbst bis zur Unkenntlichkeit verkleidet, führt er in seinem Wanderkino einen Film vor, der ein Gleichnis zu der Intrige der gierigen Haushälterin darstellt. Der Film erzählt die Geschichte des gerissenen Tartüff, der einen Freund um sein Geld bringen will und von der Frau des Opfers durch einen Trick entlarvt wird.

Als der Neffe nach der Vorstellung seine Maske abnimmt, verrät sich die Haushälterin - nun erkennt auch der alte Onkel, daß sie es nur auf sein Geld abgesehen hatte, und jagt die hinterhältige

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
28 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:DVD
Tartüff ist ein kleines Meisterwerk. Zur Handlung: Eine bösartige Haushälterin versucht an das Erbe ihres reichen Schützlings, eines älteren Herren, heranzukommen und umgarnt ihn nach allen Regeln der Kunst. Als die Haushälterin ihr Ziel fast erreicht hat und der ältere Herr seinen Enkel aus dem Haus wirft greift dieser zu einer List. Als Wanderkinovorführer verkleidet führt er der Haushälterin und dem älteren Herrn den Film "Tartüff" vor, der von einem "scheinheiligen Heiligen" handelt der einen reichen Mann um sein Vermögen bringen will. Dieser Film soll seinem Großvater die Augen öffnen...

Leider ist die Originalfassung des Films verschollen. Auf DVD findet sich daher die amerikanische Fassung, die aus Szeneneinstellungen geschnitten wurde, die in der deutschen Fassung keine Verwendung fanden (z.B. weil die Person zu früh aus Szene verschwindet, der Blickwinkel zu groß ist oder Lichteffekte falsch ausgerichtet waren). Sehr informativ zeigt sich hier das knapp 40 minütige Bonus Feature welches die Unterschiede zwischen den einzelnen Exportfassungen erläutert. Leider hat die Murnau-Stiftung die amerikanische Fassung 1:1 übernommen, hier wurden allerdings seinerzeit einige kleinere Schnitte für den prüden amerikanischen Markt gemacht, die dem Film einiges von seiner ursprünglichen Schärfe genommen haben. Dies betrifft leider auch Schlüsselszenen (so zieht in einer Szene die Haushälterin des reichen Mannes diesem heimlich zwei Bücher aus der Tasche.In der europäischen Fassung ist zu erkennen, dass auf beiden Buchdeckeln ein Kreuz abgebildet ist, in der amerikanischen Fassung fehlt diese Szene). Diese Szenen sind auch erhalten geblieben allerdings in anderen Exportfassungen die qualitativ auch schlechter sind. Auch das Ende wurde aus der gekürzten amerikanischen Fassung übernommen findet sich aber vollständig als Abschluss des Bonusfeatures. Warum es nicht vollständig in den Film gelangte ist fraglich.

Zur Qualität: Das Bild weist leichtes Hintergrundrauschen auf, manche Szenen wirken zu dunkel, andere zu überbelichtet. Allerdings muss man hier auch beachten, dass das Ausgangsmaterial qualitativ schlecht war. Allein die nicht restaurierten Ausschnitte aus dem Film die im Bonus Feature gezeigt werden verschwinden teilweise hinter einem Schleier von Verschmutzungen und Schrammen. Die Murnau Stiftung hat hier ihr bestes getan und diesen Film in einer dem Alter angemessenen Fassung für die Ewigkeit konserviert. Die Musikeinspielung (im übrigen die Originalmusik) ist wunderbar eingespielt (auch wenn Sie nur in Stereo vorliegt).

Abschließend kann ich den Film nur weiterempfehlen: Lehnen Sie sich zurück und genießen sie diese herrlich leichte Komödie von Friedrich Wilhelm Murnau. Auch wenn bei der Qualität und Inhalt leichte Abstriche gemacht werden mussten sollte man über jeden erhaltenen Stummfilm freuen - besonders wenn er auch noch in einer so schönen Ausführung (Digipack mit Booklet) herausgebracht wird.

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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:DVD
"Herr Tartüff. Ein Filmspiel nach Molière" war Murnaus 16. Film (von 21) und wurde 1925 gedreht. Vier Kameranegative wurden hergestellt, um den Film international vermarkten zu können. Die deutsche Version ist verloren, die übrigen drei unterschieden sich (laut der DVD-Dokumentation) nur unwesentlich in den Kamera-Einstellungen und den schauspielerischen Darbietungen. Größere Unterschiede ergaben sich durch die Kürzungen, die von der Zensur in den einzelnen Ländern veranlaßt wurden, und natürlich durch die Übersetzungen der Zwischentitel.
Die DVD bietet die amerikanische Verleih-Version in restaurierter Fassung mit rekonstruierten deutschen Zwischentiteln. Das Ergebnis der Restaurierung ist eine Augenweide. Holprigkeiten in den dargestellten Bewegungen fehlen, nur selten sind die Konturen in den Gesichtern undeutlich - sei es durch zu starke Beleuchtung oder durch Altersschwäche der Kopie (hierzu hätte die Dokumentation Auskunft geben sollen).
Die stark leitmotivisch geprägte, oft ironische Orchester-Begleitmusik war von Giuseppe Becce komponiert worden. Von ihr ist nur ein Klavierauszug erhalten, der für die DVD eingespielt wurde.
Optisch und akustisch ist die Restaurierung wohlgelungen - daher die Bewertung mit vier Sternen. Daß der fünfte Stern ausbleibt, liegt an der hier vorgelegten Fassung des Films.
Im Fall von "Tartüff" wäre die Publikation von zwei Fassungen wünschenswert: Da das Bildmaterial der amerikanischen Fassung am besten erhalten ist, sollte zum einen diese Fassung restauriert werden, und zwar mit Bild (wie hier geschehen) und Text, d. h. mit den englischen Zwischentiteln (die hier fehlen). So wäre wenigstens eine der Verleihfassungen möglichst originalgetreu zugänglich. Außerdem beeinträchtigen die Kürzungen der amerikanischen Fassung ganz empfindlich die Logik der Filmhandlung - könnte es sein, daß die englischen Zwischentitel diese Lücken überbrückt haben? Der Zuschauer wird mit der Frage allein gelassen, weil er nur die Bilder, nicht aber die Texte der amerikanischen Fassung zu sehen bekommt.
Um der von Murnau intendierten Textgestalt, Bildfolge und Handlungsführung möglichst nahe zu kommen, sollte dann außerdem eine Mischfassung erstellt werden: Das Bildmaterial der amerikanischen Fassung wäre mit den rekonstruierten deutschen Texten zu versehen (so wie hier geschehen) und die Ausschnitte, die der amerikanischen Zensur zum Opfer fielen, wären, soweit in Kopien der anderen Exportfassungen vorhanden, einzumontieren (was hier unterblieb; die fehlenden Ausschnitte sind lediglich in der Dokumentation zu sehen).
Leider bietet die DVD keine dieser beiden wünschenswerten Fassungen, sondern beläßt es bei einer Zwischenlösung. Dank der beigefügten Dokumentation läßt sich die Annäherung an Murnaus Intention zwar streckenweise wenigstens im Geiste versuchen. Am Schluß jedoch wird auch das schwierig - zu viele einzelne Einstellungen aus der amerikanischen und der schweizerischen Fassung sind hier zu kombinieren.
Einige Fotos, technische Angaben und die Biografien vieler der am Film beteiligten Künstler sind (zwar leider nicht im Begleitheft abgedruckt, aber doch) auf der DVD versammelt. Die Hülle ist stilsicher gestaltet, die Hochglanz-Pappe von Schuber und Deckel erfreut das Auge durch Motive aus dem Film, ein Begleitheft gibt erste Aufschlüsse über "Tartüff".
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Verborgene Intimität 28. Juli 2010
Format:DVD|Von Amazon bestätigter Kauf
Eine gelblich- rötliche Tönung über die Kratzer gelegt, die Klavierpartitur ohne orchestrale Begleitung neu eingespielt, und dieser fürs Heimkino aufgepeppte Murnau aus dem Jahr 1925 war fertig. Was von diesem Stummfilm, der als verschollen galt, überhaupt restauriert werden konnte, schildert ein 43minütiges Extra- Feature. Der Film hat eine Rahmenhandlung, die einfach und schnell erzählt ist: Ein junger Schauspieler (André Mattoni) fliegt aus dem Haus seines Großvaters (Hermann Picha). Dessen Haushälterin (Rosa Valetti) übt einen schlechten Einfluss auf ihn aus und will dem Enkel das Erbe streitig machen. Der junge Mann hat eine Idee. Die Zeit drängt, denn allen Übels verabreicht die Erbschleicherin dem alten, schon angeschlagenen Großvater auch noch ein schleichendes Nervengift. Bei seinem nächsten Hausbesuch gelingt es dem Enkel schließlich, die Giftmischerin zu enttarnen. Bald ist die böse Tartüffin aus dem Haus gejagt und der Enkel rehabilitiert. Der junge Schauspieler hat seine Idee in die Tat umgesetzt und sich als Betreiber eines Wanderkinos verkleidet in die gute Stube seines Großvaters eingeschlichen. Auf dem Spielplan steht - und das ist der Hauptteil -, als Film im Film, der "Herr Tartüff" frei nach Moliere, ein Gleichnis auf die verbrecherische Heuchelei und Hörigkeit, die der Enkel im Haus seines Großvaters vermutet und aufdeckt. Vor Beginn der Aufführung sieht Mattoni durch eine halboffene Tür die Giftmischerin am Werke. Das nicht ganz zufällig. Er musste sich schmeichelnd Einlass verschaffen. Umso argloser und unvorsichtiger geht die Giftmischerin jetzt zu Werke. Der Film ist psychologisch subtiler und moderner als es vom Plot her den Anschein hat. Acht Minuten lang gehen in diesem Film die Türen auf und zu, gewähren Einblicke oder sind einfach nur da, vor dem stehengebliebenen Kamera- Auge, als Bildmetaphern einer verborgenen Intimität, die plötzlich und in Großaufnahme ihr "wahres" Gesicht zeigt: Da streckt die Valetti dem angeschlagenen Hausherrn hinterrücks die Zunge heraus und Tartüff alias Emil Jannings mampft und gähnt, dass es nicht mehr schön ist. Ganz vom Klischee weg ist der kleine, ironische Seitenhieb gegen den Eskapismus und die Einfalt, mit dem sich der homosexuelle Murnau in den ersten Auftritt des lachenden Mattoni einkopiert. Murnau gibt dem Hauptteil eine vorgetäuschte Weite, die auch heute noch sehenswert ist und mit der Enge der Rahmenhandlung kontrastiert. Gipfelpunkt ist ein Frühstück im Freien, in einem Winkel vor Orgous Haus, die Natur im Dekor. Hier verliert sich der Blick auf die Weinbergterrassen von Schloss Sanssouci in den Weiten der Natur: Der hörige Orgou (Werner Krauss) bereitet seinem frömmlerischen Freund Tartüff (Emil Jannings) ein üppiges Mahl. Emil Jannings und Lil Dagover (als Orgous Frau Elmire) gehen niemals vollständig in den Gemütsskandal auf, den sie darstellen sollen. Mal ist es das stehengebliebene Kamera- Auge, mal eine zusätzliche Geste, und sie sind selbst im Spiel. Und was wäre ein Murnau ohne jenes bedeutungsreiche Spiel des Lichts und der Schatten auf den vom Überpersönlichen plötzlich angehauchten Gesichtern der Protagonisten. Ein unbedingt sehenswerter Film.
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