Zur Handlung:
Ein übbriggebliebener Android einer Expedition zu einem geheimnissvollen Krater im einzigen Wald eines militärischen Manöverplaneten erzählt vom Scheitern aller vier menschlichen Begleiter, dem Verlust aller Ausrüstungsgegenstände und den unheimlichen Gewächsen dieses 5 Kilometer tiefen Kraters.
Und er tut dies mit philosophischen Betrachtungen zu sich selbst, seinen Wahrnehmungen und seinen Kameraden, sowie einem gehörigen Mass an Ironie und "Maschinen-Romantik".
Die Kulisse des Kraters, der Lebensformen in ihm, die sich scheinbar, gleich einem Immunsystem, gegen das Raumschiff und die schon bald herumkletternden Eindringlinge wehren, wirkt surrealistisch und erinnert an Bücher von S.Lem ("Der Unbesiegbare","Fiasko") und der Brüder Strugatzki ("Picknick am Wegesrand").
Das Verhalten der 4 ForscherInnen wirkt völlig unrealistisch. Schon die Tatsache, dass man startet und dann erst, wenn es schon zu spät ist schaut, ob man überhaupt eine Verbindung zum Mutterschiff hat, ist völlig unlogisch.
Die Verwandlung des Expeditionsleiters in einen Wahnsinnigen, der Freitod einer Forscherin und der weitere Handlungsverlauf wirken zu absurd, als das der Leser ihn noch als "mögliche Entwicklung" akzeptiert.
Der Surrealismus des Ambientes, die menschlich angehauchten Betrachtungen des Androiden mit ihrer Unernsthaftigkeit, geben der Geschichte Lesbarkeit und Substanz.
Hammerschmitt hätte diesen Kurzroman mit realeren Charakteren, mehr Sorgfalt und mehr "Waldtypologie" zu einem grösseren Roman ausbauen sollen.
Das hätte der Grundidee gutgetan.
Auch wenn diese, wie ich mich erinnere, halb geklaut ist. Es gibt von einem amerikanischen Autor aus den '80ern eine ganz ähnliche Geschichte von einer Verfolgungsjagd aus einem Krater heraus, der voll verschlungener Wurzeln und Sträucher ist und keine Flucht mehr zulässt.