Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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17 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
...tricktechnische Perfektion für das Kind im Erwachsenen, 24. Juli 2007
1985, im Sog von "Herr der Ringe", kam dieser, für die Disney Studios eher untypisch düstere Film in die Kinos, übrigens der erste Zeichentrickfilm, der Computer generierte Szenen und Dolby-Stereo-Sound benutzte.
Überzeugend und nahezu unnachahmlich dargestellt führt uns die Geschichte vom Kampf des Guten gegen die bösen und dämonischen Kräfte in das Reich der Mythen und Fantasien, gezeichnet von skurrilen Fabelwesen und Hexen, dunklen Wäldern und schaurigen Burgen.
Wunderbar animiert und klassisch gezeichnet bewegen sich die einzelnen, so verschiedenen Charaktere vorbei am üblich kuscheligen Kitsch in einer Welt von einerseits Angst einflößenden Kreaturen und Abenteuern und von andererseits leuchtenden und liebenswerten Gestalten.
...nie überspitzt noch überzeichnet und mit viel Humor und köstlichen Szenen aufgelockert offenbart dieser abendfüllende Film dem erwachsenen Zuschauer ein meisterliches Disneyspektakel.
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14 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Disneys turbulende 80er Jahre Teil 2: Die neue Härte, 30. März 2007
Die 80er Jahre verliefen für die Disney Studios mehr als turbulent, und waren das wohl schwerste Jahrzehnt für das Studio. 1981 lieferten sie mit "Cap und Capper" einen an alte "Bambi"-Tage erinnernden, charmanten Film vor, der zu Zeiten von "Krieg der Sterne" und Steven Spielberg an den Kinokassen jedoch unterging.
Der Publikumsgeschmack hatte sich sehr gewandelt (auch im Zeichentrickfilm gab es nun ernstzunehmende Konkurrenz), und die Disney-Studios orientieren sich neu. Ihr nächster Film, "Taran und der Zauberkessel", sollte etwas für Disney völlig neues bieten. Und so kam es 1985 zu diesem düsteren, rauhen Fantasyfilm, an dem fast nichts an die alten Disney Filme erinnert. Viel mehr kupferte er von der Konkurenz ab. Ralph Bakshi hatte mit seinen Filmen eine neue Härte in den Zeichentrick gebracht ("Der Herr der Ringe", "Die Welt in 10 millionen Jahren"), der mit Hardrock unterlegte Film "Heavy Metal" war ein großer Kinoerfolg, und Filme wie "Das letzte Einhorn" legten Magie und Spannung im Zeichentrickfilm ganz neu aus. Von all diesen Filmen nahm Disney ein paar Zutaten und sorgte so für den vielleicht ungewöhnlichsten all ihrer Filme.
Tatsächlich ist der Film gelungen, sehr spannend und unterhaltsam. Stimmungsvoll und recht erwachsen. Eben typische Fantasy. Doch mit Walt Disney hatte das nicht mehr allzu viel zu tun. Und das sich der große Name "Walt Disney" auch als Fluch erweisen kann, bewies "Taran": Ein gelungener, spannender Film. Doch das Publikum war entsetzt! Die Kinder wurden durch die Düsternis verschreckt, und Erwachsene waren enttäuscht von diesem untypischen Film, der nichts von dem hat, wofür der Name "Disney" steht. Der Film wurde ein katstrophaler Flop, was besonders schmerzhaft war, weil der Film recht hohe Produktionskosten hatte. Und so begann für das Studio die Suche nach etwas, was sowohl neu und frisch war, aber auch all das bot, was man von Disney erwartet. Etwas, das Disney-Fans begeistert, aber auch neue Zuschauer anlockt. Nach 2 weiteren schlimmen Flops fand Disney 4 Jahre später schließlich mit "Arielle, die Meerjungfrau" auf die Erfolgsspur zurück.
Noch ein Wort zur DVD: Der Film liegt zwar in seinem Originalformat (2.35:1) vor, doch das Bild ist unscharf und teilweise etwas grobkörnig. Die Extras sind (wie fast bei jeder "Special Collection") eher nichtssagend.
Fazit: "Taran und der Zauberkessel" ist ein Film, der jedem gefallen dürfte außer den Disney-Puristen. Dann schon eher den "Disney-Hassern"! Denn wenn es einen Disney-Film gibt, der so gar nichts von Disney hat, dann ist es dieses Werk!
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15 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Disney goes Horror!, 1. Mai 2003
Dieser Film hat für mich persönlich eine sehr große Bedeutung, da ich bei der Deutschlandpremiere in Dinslaken (bei Duisburg)das Vergnügen hatte Andreas Deja, heute Chefzeichner bei Disney, kennenzulernen. Man könnte sich fragen, warum Andreas Deja ausgerechnet einem kleinen Kino in einer nahezu unbekannten Stadt einen Besuch abstattet - nun Dinslaken ist seine Heimatstadt und die Premiere in Dinslaken gestaltete sich seinetwegen sehr aufwändig: Auf der Bühne, vor der Kinoleinwand, platzierte man seinerzeit einen "Zauber"-Kessel mit Dampf um die richtige Atmosphäre zu erzeugen. Der plüschige Gurgi watschelte lebensecht unter den Kinogästen und Andreas Deja verteilte Autogramme unter schwarz-weiß-Filmbilder. Die folgende Aufführung des Filmes verfolgte ich mit großer Aufmerksamkeit - bis das schreckenerregende Gesicht des gehörnten Königs in Großaufnahme auf der Leinwand erschien. Ich war zu jener Zeit sieben Jahe alt und bat meine beiden Brüder, mich nach Hause zu bringen. Heute ist "Taran und der Zauberkessel" mein Lieblings-Disney-Film. Ich bin inzwischen 24 Jahre alt, doch auch heute wirkt "Taran und der Zauberkessel" immer noch sehr erwachsen. Das mag eben an der ganz und gar Disney-untypischen Umsetzung liegen, der ungewöhnlich düsteren Atmosphäre und den auch für heutige Kinderseelen noch erschreckenden Filmgestalten. Zudem fehlen Gesangseinlagen völlig und die Charaktere sind weniger eindimensional und sehr viel erwachsener. In jedem Fall sollte dieser Film in keiner Sammlung fehlen, ganz gleich ob man nun Fantasy,-Horror,- oder Zeichentrickliebhaber ist.
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