Die Werke von Rabih Abou-Khalil zu kommentieren hat viel mit den berühmten Athener Eulen zu tun... Seine behutsame Zusammenführung arabischer mit "westlicher" Musik, sein Fingerspitzengefühl bei der Auswahl der Mit-Spieler, sein feiner Humor (ich empfehle seine Life-Auftritte wie letztens mit dem Programm Morton's Foot...), sein undogmatischer Ansatz - all das findet man in seiner Musik wieder. Und so ist auch "Tarab" wieder ein Muster-Beispiel für alle beschriebenen Facetten.
Nicht vergessen werden sollte, dass dies - wie gewohnt - mit einer sauber produzierten Klangwelt einher geht. Durchaus arabisch opulent - im besten Sinne !
Einziger Wehmutstropfen (der allerdings keinen der wohlverdienten 5 Sterne kostet) ist die Unterrepräsentiertheit des ebenfalls über Alles geschätzten Glen Moore, dessen musikalische Auffassung so gut zu Rabih Abou-Khalil passen sollte, dass es schade bleibt, ihn auf "Tarab" so wenig zu hören.