Tanzwut, Corvus Corax in anderem Gewand, haben hier ein beeindruckendes Album abgeliefert. Beginnend mit "Exkremento", wohl einer Anspielung auf die liebe Konkurrenz, macht der Hörer die "Augen zu" und erlebt "Die Balz", "Das Schicksal" und die "Auferstehung" wie "Im Rausch". Während die schon erwähnte Konkurrenz eher mit Krach und Getöse eine wunderbare Synthese aus Metal und Mittelalter geschaffen hat, wird man hier eher mit elektronischen Mitteln und komplett deutschen Texten auf eine düstere Ebene geführt, die nicht weniger faszinierend ist. Wer auf seichtes Radio-Gedudel steht, das zum einen Ohr hinein- und ohne das Hirn zu streifen an der anderen Seiten wieder hinausgeht, ist hier mit Sicherheit falsch, denn Stücke wie der "Eisenmann" rammen sich einem wie ein Amboß nicht nur unter die Haut, sondern direkt ins Gesicht. Wenn man dann am Ende auf den Repeat-Knopf drückt, wird man sich wünschen, bald neues brandheißes Material aus der Tanzwut-Schmiede nicht nur zu hören, sondern mitzuerleben. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)