ZUM INHALT:
Lieutenant Eve Dallas und ihre Partnerin Detective Peabody werden zu einem besonders grausamen Fall in den Central Park gerufen: Der 32-jährigen Elisa Maplewood wurden die Augen entfernt, um den Hals hat sie eine rote Kordel geschlungen - das ist sogar für die hartgesottene Eve Dallas ein schockierender Anblick. Kaum laufen die Ermittlungen an, erhält die Polizei auch schon einen bedeutenden Hinweis von der Hellseherin Celina Sanchez. Die Seherin hatte nämlich einen Traum über den Mörder bzw. den Tathergang. Für Eve Dallas und ihr Team beginnt ein Wettlauf mit der Zeit, denn der Killer hat sich bereits sein nächstes Opfer ausgesucht...
MEINE MEINUNG:
Der 19. Band der Eve Dallas-Reihe beginnt im Herbst 2059 und knüpft nahtlos an den 18. Band "Im Tod vereint" an. Diesmal haben wir es mit einem besonders brutalen Mörder zu tun. Wer "Tanz mit dem Tod" lesen möchte, sollte besser den Klappentext auf dem Buch links liegen lassen, denn dieser verrät zu viel von der Handlung bzw. verdreht die Tatsachen.
Allseits beliebte Heldin dieser Krimireihe ist Lieutenant Eve Dallas, die bereits seit 11 Jahren beim der New Yorker Mordkommission arbeitet. Wenn sie sich in einen Fall verbeißt, vergisst sie sogar aufs Essen oder Schlafen und denkt nur noch an die Aufklärung des Falls. Seit über 1 Jahr ist sie mit dem milliardenschweren, charismatischem Roarke verheiratet und gewöhnt sich schön langsam an den Reichtum, die wundervollen Kleider und die anderen Annehmlichkeiten. Ebenfalls nicht mehr wegzudenken ist Eves Partnerin Delia Peaboy, die inzwischen zu Eves Partnerin aufgestiegen ist. Mit ihrem Freund, dem elektronischen Ermittler Ian McNab, zieht sie nun zusammen und die Beiden sind überglücklich. Die Protagonisten sind wunderbar ausgearbeitet worden und präsentieren sich sehr vielschichtig. Alle haben ihre liebenswerten Macken, Schwächen & Ecken.
Wie bereits im Vorgängerband erhalten wir abermals einen Einblick in Eves furchtbare Vergangenheit, außerdem finde ich, dass sich die Polizistin wunderbar weiterentwickelt. Leider nimmt Technikgenie Roarke diesmal nur eine größere Nebenrolle ein und hilft auch nicht viel bei den elektronischen Ermittlungen - schade denn daran hatte ich mich schon richtig gewöhnt. Und auch Butler Summerset, Reporterin Nadine Furst, Polizeipsychologin Dr. Mira, Eves Mentor Captain Ryan Feeney, Ärztin Dr. Louise Dimatto und Eves schwangere Freundin Marvis wird erneut nur eine kleinere Nebenrolle zuteil. Erfahren wir jemals mehr über die stiefmütterlich behandelten Nebenfiguren?
Wie gewohnt, werden die Geschehnisse vorwiegend aus der Perspektive von Eve Dallas erzählt, aber auch andere Nebenfiguren schildern die Begebenheiten aus ihrem eigenen Blickwinkel. Dieses Mal steht der Täter sehr spät fest, was eine willkommene Abwechslung ist. Allerdings finde ich das Thema mit der Vergangenheitsbewältigung schon sehr abgedroschen und hoffe, dass sich die Autorin diesbezüglich bald etwas Neues einfallen lässt. Leider gefällt mir der 19 Band der Eve Dallas-Reihe weniger gut als seine Vorgängerbände. Das Wort "Himmel" (eine Art Schimpfwort) kommt unzählige Male vor und an überflüssigen Passagen wird ebenfalls nicht gespart. In "Tanz mit dem Tod" liegt das Hauptaugenmerk auf den extrem ausführlich beschriebenen Ermittlungen und lässt dadurch die Romantik fast vergessen. Schade, denn die Liebesgeplänkel zwischen Eve und Roarke machen diese Buchreihe erst richtig anziehend.
Auf 480 Seiten begleiten wir die Mitwirkenden ein weiteres Mal durch die vielfältige Welt des Jahres 2059, die wir inzwischen gut kennen gelernt haben. Allerdings wäre es von Vorteil gewesen, die Ermittlungsarbeit etwas zu straffen und mit neuen Ideen frischen Wind in die Story zu bringen. Bedauerlicherweise vermisse ich auch die gewohnte Leichtigkeit sowie die normalerweise spritzigen Dialoge, die man sonst vorgesetzt bekommt. Dennoch lässt sich dieses Werk dank der kurzweiligen Schreibweise von Nora Roberts alias J.D. Robb gut lesen.
FAZIT:
Dem 19. Eve Dallas-Band fehlt es leider an einer ausgewogenen Mischung aus Crime & Love. Die Story ist sehr langatmig geraten und konzentriert sich auf die Polizeiarbeit. Dafür fehlt es leider an dem gewohnten Humor sowie Wortwitz. Deshalb kann ich für "Tanz mit dem Tod" nur 3 STERNE vergeben.