Für dieses Werk bin ich den Rest meinens Lebens dankbar. Ex-akt solcherlei Erfahrungen macht man, wenn es "einen trifft", also "in 's Kreuz fährt" und nicht "direkt zum Einrenken" geht. (Oftmals wirklich gut gemeinte) Tipps ohne Ende, wie z. B. die genannten; letztlich landet man in einer Reha-Einrichtung oder, wenn der behandelnde Orthopäde willens ist, in einem einschägig kompetenten Krankenhaus. Mir wurde dort - konservativ - geholfen, aber die Storys des Buches kann ich teils 'eins zu eins' nachempfinden.
Ich musste das Buch eben weglegen, weil ich Tränen gelacht habe, Besuch kam und ich nicht wollte, dass die denken, ich heule vor lauter teilweise "absurden Schmerzen", wie der Autor sie beschreibt, die ich auch (@ Claudia: meine Bandscheiben sind im Bereich L5/S1 und L4/L5 verfallen; darüber ein paar Protrusionen) erlebt habe.
Wer jemandem, der jemals solch' eine Pein über sich ergehen lassen muss(te) - mit all' den kurativen Maßnahmen, die man dann absolviert - kennt, wird dieses Buch bei Interesse aufschlussreich finden, für "Nur-Leser" könnte es einfach nur witzig sein - für uns Betroffene ist 's ein Tagebuch und aufgrund der authentischen Schilderungen Entspannung pur. Und zum Totlachen. Stakkarto-furzende Bettgenossen habe ich auch erlebt... ;-)
Mit am besten hat mir der Part mit der Beschreibung des psychologischen Anteils, der in jeder Reha ja gemeistert werden muss, gefallen. Bei mir hörte sich das in Wiesbaden in etwa so an: "Wann duuden Eusch de Rügge weh...? - Imme, und dann bleibe mer im Bett liesche, gell." - ich werd 's nie vergessen. Auf den Bembel warte ich heute noch...
Die Mist-Krankeit bleibt, aber so ein Buch, auf das ich ganz zufällig - als mein Termin beim Orthopäden vor Ort "etwas nach hinten verschoben wurde ;-) - stoß, entspannt.
Klare Empfehlung.