Manfred Jelinski, der sich als einer der ersten Deutschen 1997 zum Remote Viewer ausbilden ließ, beschreibt im vorliegenden Buch sehr detailliert, wie Hellsehen wirklich funktioniert, wie man verborgene Vorgänge aufklärt und mit welchen Schwierigkeiten "natürliche" Hellseher kämpfen. Das Buch beinhaltet drei Jahre der persönlichen Erlebnisse des Autors, die er versucht wahrheitsgetreu zu erzählen und ist somit ein autobiographischer Tatsachenbericht. Darüber hinaus wird versucht, durch Extrapolation von Fakten weiterführende Diskussionen in grenzwissenschaftliche und philosophische Bereiche anzuregen. Zu Anfang vermittelt er, wie er und seine Frau Interesse an Remote Viewing bekamen, hinterfragt die Techniken die dahinter zu stecken scheinen und geht dabei der Frage nach, ob es eine Art Matrix gibt und wer sie kontrolliert. In einem weiteren Teil des Buches berichtet er von seinen Videoproduktionen, wo ihm verschiedene Viewer, wie. z. B. Gunther Rattay oder Tom Tankiewicz, während einer Session bewiesen, daß Remote Viewing wirklich funktioniert. Jelinski fiel fast der Himmel auf den Kopf, als die Viewer tatsächlich mit großer Übereinstimmung einen weit entfernten Ort beschrieben. Im Anschluß findet der Leser Antworten auf interessante Fragen, die sich auf die Fähigkeiten und das Leben der Viewer beziehen. "Technical Remote Viewing", eine neue und ausufernte Art des Hellsehens, ist ein weiteres Kapitel mit dem sich Jelinski beschäftigt. So berichtet er mehr oder weniger umfassend vom Jahrhunderkometen Hale-Bopp, bei dem Seher spekulative Interpretationen von Katastrophen abgaben und damit den Weltuntergang prophezeiten. Der Autor stellt sich dabei die Frage, ob man überhaupt Ereignisse eindeutig in der Zukunft einordnen und benennen bzw. ob ein bestimmter Ort zu einer bestimmten Zeit in der Zukunft interpretiert werden kann. Neben der Erwähnung einiger globaler Katastrophen, die u. a. tatsächlich stattfanden, erfährt der Leser auch etwas von den Emotionsfeldern, mit denen der Viewer mittels der Wucht von Energiefeldern eingeschlossen werden kann und dadurch Untergangsszenarien prophezeit. Nachdem Jelinski in allen Einzelheiten über den persönlichen Weg und die Erfahrung mit der PSI-Technik, die er gemeinsam mit seiner Frau erlernte, berichtet, erfährt der Leser in einem anderen Teil des Buches etwas über die Schwierigkeiten und Falschinterpretationen eines Sehers, die bei der Verknüpfung verschiedener vorgelegter Koordinaten - sie sind immer notwendig bevor man eine Session beginnt - entstehen können. Der bekannte Hirnforscher Günter Haffelder, den Jelinski konsultierte, ist der Meinung, es gäbe deshalb einige Schwierigkeiten, weil man sich bei Remote Viewing die unterschiedliche Arbeitsweise unserer beiden, miteinander vernetzten Gehirnhelften zunutze macht - auch von Informationen die durch die üblichen fünf Sinne nicht zugänglich sind. Und so können durchaus Falschinterpretationen beim Viewer auftauchen. Fast an der Hälfe seines Werkes angelangt, erfährt man etwas über eine Reihe von bizarren Zufällen die vermuten lassen, als ob man den Autor an der Verbreitung seines inzwischen fertig gestellten RM-Videos hintern wolle. Ferner erfährt man etwas von der mathematischen Grundlagendiskussion der Wahrscheinlichkeit und der Einordnung von Ereignissen und Bezügen. Dabei berichtet der Autor über den Zugriff einer dimensionalen Ebene des Remote Viewing sowie der Vernetzung und Verfügbarkeit von verschiedenen Informationen. Ein großer Teil von Remote Viewing beschäftigt sich zugegebenermaßen mit dem Nachspionieren von Außerirdischen - auch UFOs scheinen ein ganz besonders leichtes und anziehendes Target zu sein. Für den Autor ist dies Grund genug, etwas mehr über diesen Schwerpunkt des Remote Viewing zu berichten bzw. wie die Viewer McMoneagle oder Swann während ihrer Sessions mit dem Thema konfrontiert worden. Jelinski spricht dabei auch von seinen auf Video gebannten Mars-Sessions, die er im weiteren Verlauf näher betrachtet. Ausgehend von den eigenen Erlebnissen, informiert er den Leser detailliert von einer Reihe Experimenten anderer PSI-Spione und erörtet wie einfach es sein kann, jeden beliebigen Menschen als Viewer auszubilden, wenn er nicht von Zweifeln und Skeptismus begleitet wird. Überdies spricht der Autor von ausgebildeten Remote Viewern, die Privataufträge durchführen und so beispielsweise abgestürzte Flugzeuge und verschwundene Tresorschlüssel wiederfanden oder gar einen Diebstahl aufklärten. Zu Ende erzählt der Autor kurz aus seinen jungen Jahren, wo er sich bereits fragte, ob verschiedene psysische Zustände nicht auch einfach zu erreichen seien. Ferner spricht er von Präkognition, also dem Vorauswissen als einen Vorgang, in dem ein zukünftiges Selbst Informationen an sich in der Vergangenheit sendet, oder man die Informationen eines zukünftigen Selbst anzapft. Manfred Jelinski, der zu dem Schluß kommt, daß im 21. Jahrhundert PSI den Alltag bestimmen wird, hat mit seinem hier vorliegenden Werk auf verständliche Art und Weise dem Leser eine Fülle gut recherchierter und natürlich persönlicher Fakten vorgelegt - auch wenn sich das Buch etwas in die Länge zieht.