Abgesehen von der Kolonialgeschichte und aktuellen Ereignissen, weiss der Laie relativ wenig über Haiti. In diesem Roman wird ein kleiner Abriss der gegenwärtigen Historie Haitis aus dem Blickwinkel eines jungen Mädchens erzählt, welche in politisch instabilen Zeiten aufwächst und zwischen dem mondänen Lebensstil der gehobenen Mittelschicht und allgegenwärtigen der Volksreligion Vaudou ihre Leidenschaft fürs Tanzen entdeckt.
Die Autorin Yanick Lahens verwendet eine zutiefst poetische Sprache und ihre Verwurzelung und Liebe zu ihrem Heimatland Haiti ist in jeder Zeile des Romans zu spüren. Ich bin gespannt, ob weitere Werke von ihr ins Deutsche übersetzt werden! Ein schönes Buch, dass sich relativ flott durchlesen lässt und ohne nötigen Ballast auskommt.