Das Werk von Daniel Odier "Tantra Yoga" ist unzweifelhaft mit 5 Sternen zu bewerten. Ich kann der bisherigen Rezension daher in keinem Punkt zustimmen.
Der Titel "Tantra Yoga" trifft die Intention dieses Buches haargenau.
Das Buch ist nämlich ein Praxisbuch, nicht mehr, aber auch nicht weniger. Daher ist die Bezeichnung "Yoga" im Titel passend.
Denn gemäß den alten vedischen Schriften gibt es zwei Wege zum Erwachen, zum einen "Vedanta", zum anderen "Yoga". Hiernach ist der Begriff "Yoga" weit zu verstehen, und zwar als Weg der "erfahrbaren Praxis", der Praktizierende öffnet sich immer mehr, bis er -vom immer wieder erlebbaren Versunkensein mit dem Selbst ("Samadhi")- irgendwann das Selbst vollständig und dauerhaft erkennt ("Erwachen").
Der Begriff "Tantra Yoga" des Buchtitels fügt sich als Praxisbuch für den tanrischen Weg folglich authentisch in die Definition von Yoga ein.
Leider verkennt die vorherige Rezension, dass es sich beim Werk von Daniel Odier "Tantra Yoga" nicht um einen historisch korrekten Kommentar des Textes "Vijnababhairava-Tantra" handelt. Auch ist Daniel Odier kein Historiker oder Lehrbeauftragter einer Universität.
Das vorliegende Buch enthält nämlich offenkundig keine historische Kommentierung, sondern vielemhr eine einzigartige mystische, fast intime Kommentierung des "Vijnababhairava-Tantra" durch einen Meister. Der Meister Daniel Odier legt zu Beginn des Buches nicht nur den tantischen Weg ausführlich, klar und ehrlich dar, sondern er kommentiert anschließend das "Vijnababhairava-Tantra" in einer innigen Art und Weise, er spricht hierbei häufig zu seiner Meisterin Lalita Devi, in einer poetischen Weise, voller Liebe.
Der Text ist damit verständlicherweise für einen bloss -ein wenig interessierten- Intelektuellen nicht wirklich verstehbar. Einen solchen Leser braucht der Text aber auch nicht.
Denn das Buch richtet sich offenkundig an den erhlich Suchenden, der damit eine Unterweisung und Hilfe "für seine Praxis "von Herz zu Herz" erhält.
Tantra ist -wie Chan/Zen- kein einfacher Weg, und nur derjenige, der bereit ist, seine Konditionierungen vollständig zu durchschauen, und schonungslos seiner Angst vor der Auflösung zu begegnen, wird damit direkt und "schnell" zum Selbst geführt werden können.
Daniel Odier ist meines Erachtens unbestreitbar ein Meister, was sich nicht nur aus seiner tiefen Art zu Schreiben ergibt, sondern sich auch durch sein einzigartiges Verstehen des Weges zeigt.
Laut meinen Recherechen erhielt Daniel Odier die Meisterübertragung durch seine tantrische Lehrerin Lalita Devi. Weiterhin trägt er den Titel Chan Master Ming Qing (Daniel Odier) welchen er in China offiziell vom Meister Jing Hui verliehen bekam, sein Erwachen und seine Lehrfähigkeit in der Linie von Zhaozhou ist damit ofiziell anerkannt.