Ich habe mich auf einen ausführlichen Ausflug in die Welt der indischen Liebeskunst gefreut, aber was hier geboten wird ist ein billiger Softporno. Das einzige was man dem Film noch zu Gute halten kann ist die doch sehr offene und genaue Darstellung einer Yoni-Massage ansonsten wird kaum etwas erklärt. Die Aufnahmen haben auch nicht immer was mit den gesprochenen Erklärungen zu tun. Wie soll man sich zum Beispiel mit Öl eincremen, wenn man doch gerade bis zum Hals in einem Schwimmbecken befindet, wo die Eingangszenen gedreht worden sind.
Die Schauspieler selbst verspüren während des gesamten Film die Leidenschaft und Hingabe eines abgebrannten Streichholzes. Das die zwei privat sich niemals so nah stehen würden merkt man schon von der ersten Sekunde an. Allein der Schauspieler hat das Einfühlungsvermögen eines Elefanten unter Beruhigungsmitteln. So streichelt er mit unbeholfenen Händen immer wieder über seine Partnerin als ob er Holzbalken schleifen müsste. Dabei schaut er mit seinem Schlafzimmerblick rein als ob er total gelangweilt wäre (was er als Pornodarsteller bestimmt auch ist). Die hälfte des Film begnügt sich damit die beiden in verschiedenen Stellungen zu zeigen, die dann aber einfach mit dem Kommentar belassen wird "Machen sie einfach was ihnen Spaß macht...lassen sie sich ganz gehen". Dafür zahlt man Geld? Wer darauf nicht selbst kommt sollte sein sein Sexleben einstellen.
Falls jemand etwas aus diesem Film gelernt hat soll mir das bitte als Kommentar schreiben, würde ja gern auch etwas Erleuchtung erhalten. Meine Erfahrung ist, das man alles was in diesem Film gezeigt bekommt auch intuitiv selbst macht, bis auf die Intim-Massage vielleicht, aber da gibt es bessere Bücher als diesen Film. Ich für meinen Teil habe nichts über Tantra gelernt und ich denke, das die eigentlichen Lehren um einiges umfangreicher sein müssen.