Kundenrezensionen

12
4,3 von 5 Sternen
Tantra - Die höchste Einsicht: Kommentare zum Tantra des tibetischen Buddhismus
Format: TaschenbuchÄndern
Preis:12,80 €+Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime
Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung


Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

46 von 47 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 15. Januar 2002
Dieses Buch hat mich gerettet, als ich ganz unten war.
Wie die meisten hatte auch ich vorher geglaubt, "Tantra" sei eine Ansammlung von Gruppensexpraktiken. Um so mehr überraschte es mich festzustellen, dass Sexualität in diesem Buch nur in einem Nebensatz vorkam.
Stattdessen handelt dieses Buch von der Philosophie Tantra, der Großen Einsicht, nach der wir nicht suchen müssen, weil wir sie schon längst besitzen.
Das Buch hat mich gelehrt, die Identifikation mit meinen Gefühlen zu überwinden und sie statt dessen aus neutraler Position zu beobachten. So konnte ich mich aus der Teufelsspirale meiner Depression befreien und wieder neuen Mut zu Leben schöpfen.
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
23 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 23. September 2005
Menschen, die immer noch denken, Osho sei ein durchgeknallter Tantraguru gewesen, die sollten sich mal die Mühe machen, dieses fantastische Werk zu lesen.
Hier steht alles geschrieben, was Osho zu diesem Thema gesagt hat - nicht das, was andere aus ihm gemacht haben.
Ein Meilenstein für jeden echten Tantriker - ein Wegweiser für jeden echten Sucher - eine Perle für die Menschheit.
Doch muss dieses Buch Abwehr hegen bei allen, die mit sich selbst nicht zurechtkommen.
Ich würde diesem Buch alle Sterne dieser Welt geben, denn so viele Sternstunden der Weisheit können nur wenige Bücher bescheren.
11 KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
17 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 15. November 2003
vieles von dem, was wir wirklich sind, haben wir vergessen, es wurde uns anerzogen, es zu vergessen.Osho motiviert dich mit diesem Buch wieder dahin zu gehen - zum inneren Licht - und hinaus aus Deiner eigenen Dunkelheit, der Dunkelheit dieser Welt.
Osho sagt, Frieden und Gerechtigkeit sind im Sein begründet, nicht im Tun, d.h. mit den Gedanken beginnt die Erschaffung. Werde Zeuge Deiner Gedanken, sie kommen und gehen wie der Wind, dann wirst Du zur unerschüttlichen Burg.
Osho macht hier auch sehr deutlich, welche schwere Last uns mit der Moral und dem Prinzip mitgegeben wurde, denn dieser Kampf wird immer verloren gehen und die Heuchler vermehren sich.
Mache Dich davon frei und vieles wird leichter, denn Du musst nichts erreichen, nur Dich !!!
Ich liebe Osho.
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
18 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 5. Oktober 2005
Tantra (das „Geflecht") nutzt die Sexenergie als Einstieg für die Entfaltung des spirituellen menschlichen Potentials, denn durch das unterste Chakra kann die Energie bis in den Kopf geleitet werden und von dort aus könne man ins Samadhi kommen.
Aber Tantra geht weit über die heute praktizierten Turnübungen der üblichen Sexpraktiken hinaus. Tantra ist im Grunde eine bewusste Lebensphilosophie, die auf alle menschlichen Teilgebiete des Lebens ausgeweitet werden kann, denn Spiritualität und Sexualität, das haben buddhistische Mönche in Tibet, die ersten „Tantriker", vor 2000 Jahren herausgefunden, sind die beiden Seiten ein und derselben Energie, die für den inneren Transformationsprozess genutzt werden kann.
Osho beschreibt hier in seiner einzigartigen Art und Weise den Weg des Transformationsprozesses über die Sexualenergie - und kein anderer konnte ihm bis heute das Wasser auf diesem Gebiet reichen. Er besitzt durch sein Studium - seine Kultur und seine Erleuchtung eine Kompetenz, die von einem „Nichterwachten" nicht erreicht werden kann. Hier kann jeder von uns nur gewinnen...
Vier andere Bücher von Osho zum Thema Tantra möchte ich hier noch empfehlen:
1. Vom Sex zum kosmischen Bewusstsein
2. Das Buch der Geheimnisse-Vigyan Bhairav Tantra- Band 1
3. Die Welt des Tantra-Vigyan Bhairav Tantra-Band II
4. Tantra, Spiritualität & Sex
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
17 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 10. November 2005
Eines der besten Bücher zum Thema: Tantra, Spiritualität und Sex! In seiner bekannten provozierenden Art und Weise, stellt der spirituelle Meister Osho das gesamte Weltbild des Menschen auf den Kopf.
Die Hintergründe, wie man die sexuelle Energie zum spirituellen Aufstieg benutzen kann, werden in einmalig Klarheit und Weisheit auf den Punkt gebracht.
Kann ich bestens empfehlen!
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
15 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 18. November 2003
Ich bin kein Sannyasin, aber ich könnte diese Buch jedem suchenden und auch nicht suchenden Menschen empfehlen. Ein wunderbares Buch. Ich habe wirklich sehr, sehr viel gelesen, Philosophie, Psychologie, zeitgenössische Literatur, Esoterik und fast alle Bücher von Osho, Bhagwan Shree Rajneesh.
Dieses Buch ist etwas ganz Besonderes.
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
18 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 14. Oktober 2003
Ich habe schon viele Bücher gelesen auf der Suche, raus aus der Krise meines Lebens, doch wenn man so etwas lesen darf, fängt man an, leben zu dürfen!
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 2. Oktober 2005
Tantra (das „Geflecht" ) nutzt die Sexenergie als Einstieg für die Entfaltung des spirituellen menschlichen Potentials, denn durch das unterste Chakra kann die Energie bis in den Kopf geleitet werden und von dort aus könne man ins Samadhi kommen.
Aber Tantra geht weit über die heute praktizierten Turnübungen der üblichen Sexpraktiken hinaus. Tantra ist im Grunde eine bewusste Lebensphilosophie, die auf alle menschlichen Teilgebiete des Lebens ausgeweitet werden kann, denn Spiritualität und Sexualität, das haben buddhistische Mönche in Tibet, die ersten „Tantriker", vor 2000 Jahren herausgefunden, sind die beiden Seiten ein und derselben Energie, die für den inneren Transformationsprozess genutzt werden kann.
Osho beschreibt hier in seiner einzigartigen Art und Weise den Weg des Transformationsprozesses über die Sexualenergie - und kein anderer konnte ihm bis heute das Wasser auf diesem Gebiet reichen.
Er besitzt durch sein Studium - seine Kultur und seine Erleuchtung eine Kompetenz, die von einem „Nichterwachten" nicht erreicht werden kann. Hier kann jeder von uns nur gewinnen...
Vier andere Bücher von Osho zum Thema Tantra möchte ich hier noch empfehlen:
1. Vom Sex zum kosmischen Bewusstsein
2. Das Buch der Geheimnisse-Vigyan Bhairav Tantra- Band 1
3. Die Welt des Tantra-Vigyan Bhairav Tantra-Band II
4. Tantra, Spiritualität & Sex
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
14 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 14. November 2010
Das vorliegende Buch offenbart eine Menge Irrtümer des "Weisen" Osho (aka Bhagwan Shree Rajneesh) und zeigt in aller Klarheit seine Grenzen auf. Erleuchtungs-Erfahrungen sind eines, aber eine Erleuchtung macht noch lange keinen Erleuchteten, und zur Meisterschaft gehört einfach mehr. Die Verehrung, die Osho erwiesen wird, und das blinde Vertrauen in seine Worte, sind schlichtweg überzogen. Menschen lassen sich gerne vom äußeren Bild beeindrucken, und falls dieses Bild gepaart ist mit einer außergewöhnlichen Eloquenz, dann ist die Betäubung total. Soviel zum Phänomen "Osho". Nun ein paar Worte zum Inhalt.
Tantra ist eine Tat-Philosophie, die primär einen Weg des Tuns propagiert, Tantra ist ein völliges Sich-Einlassen auf jede Lebenssituation, vorbehaltlos und ganz. Grundsätzlich ist es ein Agieren und keineswegs ein Reagieren. Sich jeder Situation stellen, kein Davonlaufen, kein Ausweichen! Der Weg des Kriegers ist eng damit verbunden. Der Krieger ist der Tantriker per se.
Aber Osho kennt den Weg des Kriegers nicht. Er weiß nicht, zwischen Soldat und Krieger zu unterscheiden. Der Soldat ist Befehlsempfänger, der Krieger hingegen ist souveräner Akteur in jeder Lebenslage: der diametrale Gegensatz. Osho beschreibt an der Stelle, wo er vom "Weg des Kriegers" spricht, lediglich den Soldaten. (Nachzulesen auf den Seiten 205ff.)

Von einem Buch über Tantra erwartet der Leser eine Begriffsbestimmung. Osho beschreibt Tantra so:
"Du gibst dir keine Mühe, du läßt dich einfach treiben" (Seite 33)
"Du brauchst nicht zu kämpfen, du brauchst nicht einmal zu schwimmen - laß dich einfach von der Strömung treiben. [...] Dieses Mitgehen, dieses Treibenlassen, Sich-tragen-lassen - das ist Tantra." (S. 133)
"Es gibt gar nichts zu erreichen, du brauchst bloß einzusehen, daß du schon am Ziel bist." (S. 156)
"Tantra sagt, daß es sich gar nicht um Taten dreht: Taten sind irrelevant;" (S. 168)
Und so wird das Wesen von Tantra ins Gegenteil verkehrt.
Zu dem Sich-treiben-lassen: Ich behaupte nicht, daß man nicht mit der Strömung gehen soll; aber bevor man das kann, ohne mitgerissen zu werden, muß man erst einmal innerlich ein gutes Stück gewachsen sein, und das erfordert langwieriges Training: da führt kein Weg herum! Erst wenn man sich wie ein Ochse abgeschunden hat und einen gewissen Grad an Eigenständigkeit erlangt hat, kann man die Zügel lockerer nehmen. Und gerade diesen Punkt findet man in dem Buch nicht. Im Gegenteil, die Notwendigkeit von Sadhana (Übungen) wird generell bekrittelt.
"Und welche Übungen du auch machst - praktische Übungen, merk dir das, können dich nicht dahin führen, gelöst und natürlich zu sein, weil Übung bedeutet, daß man etwas praktiziert, was es nicht gibt. Üben ist immer nur etwas Künstliches. Die Natur läßt sich nicht üben; das ist nicht nötig; es ist alles schon da" (S. 268)
"Tantra glaubt nicht an eine allmähliche Entwicklung der Seele, sondern an plötzliche Erleuchtung." (S. 167)
Das ist Unsinn. Genauso unsinnig ist die Behauptung Oshos, daß jemand ab dem Zeitpunkt seiner Erleuchtung bis zu seinem Tod ununterbrochen in Glückseligkeit lebt. Ich habe den Eindruck, vieles was Osho sagt, entspricht nicht seinen Erfahrungen, sondern ist bloßes WUNSCHDENKEN.
Im Pali-Kanon faßt es Buddha so: "Man kann nicht, sage ich, von vornherein die völlige Erkenntnis erlangen; nur allmählich sich übend, allmählich wirkend, Schritt um Schritt fortschreitend, erlangt man völlige Erkenntnis." (Majjhima Nikaya, 70)
Desgleichen sind Osho Begriffe wie "Charakterveredelung" und "Willensschulung" ein Übel: Der Begriff "Willenskraft" wird gänzlich abgelehnt.
"Identifikation ist die Wurzel, alles andere folgt wie Blätter. Laß die Blätter in Ruhe, beschneide sie nicht, an ihnen liegt es nicht. Das ist es auch genau, warum Tantra nichts davon hält, am Charakter herumzuverbessern. Das mag zu einer guten äußeren Form führen [...], aber der Baum bleibt unverändert derselbe. Charakter ist nichts als äußere Form - aber du bleibst derselbe, es tritt keine qualitative Veränderung ein." (S. 260)
"Ihr seid mit dem Gift des Ehrgeizes aufgewachsen. Und besonders im Westen, wo es dafür einen ausgesprochen unsinnigen Ausdruck gibt, den Ausdruck 'Willenskraft'. So etwas wie 'Willenskraft' gibt es überhaupt nicht - ein Traum, ein Phantom. 'Wille' ist völlig überflüssig. Die Dinge geschehen ganz von selbst, das ist ihre Natur." (S. 305)
Von selbst ergibt sich nur der Weg des geringsten Widerstandes, und das ist bestimmt nicht der Pfad, der nach oben führt!

Gefahren werden nicht nur totgeschwiegen, sondern geradewegs heraufbeschworen, z.B. an der Stelle, wo Osho das automatische Schreiben streift:
"Von zehn Leuten haben mindestens drei die Gabe, automatisch zu schreiben. Dreißig Prozent der Menschen sind sich nicht bewußt, daß sie diese Antenne besitzen. Und sie könnte zu einer großen Kraft in deinem Leben werden. Es gibt verschiedene Erklärungen für dieses Phänomen, aber was im Einzelnen passiert, ist nicht weiter interessant. Die tiefste Erklärung, die ich für wahr halte, ist die, daß dein eigenes höchstes Zentrum sich deines untersten Zentrums bemächtigt; daß der höchste Gipfel deines Bewußtseins sich deines niedrigsten Bewußtseins bemächtigt. Du fragst, und dein eigenes innerstes Wesen antwortet. Es ist niemand sonst da - nur dein innerstes Wesen, das dir unbekannt ist, das dir weit überlegen ist. Dein innerstes Wesen ist deine höchste Entfaltungsmöglichkeit. Es ist, als ob die Blüte sich des Samens bemächtigt und antwortet." (S. 189)
Nicht daß ich automatisches Schreiben an sich schlecht finde, aber man sollte sich von vornherein im klaren darüber sein, wer und was sich da alles melden kann! Ehe man sich versieht, ist man zum Spielball von etwas ganz anderem geworden, als dem innersten Wesen. Solche Aussagen offenbaren deutlich genug das Ausmaß an Unkenntnis und lassen erahnen, warum die Situation in Oregon schließlich eskalieren mußte... Wenn man sich auf solche Einflüsterungen stützt und gleichzeitig einer festen Basis entbehrt, einer Struktur, einer gewachsenen Tradition, dann ist das Scheitern vorprogrammiert.

Nun etwas zum strukturellen Aufbau des Buches:
Das Buch ist der Versuch einer Interpretation eines alten tantrischen Textes des Weisen Tilopa, eines tibetischen Meisters, der vor etwa 1000 Jahren lebte. Über die einzelnen Kapitel des Buches hinweg wird der Text stückweise kommentiert. Will heißen, Osho spricht aus, was ihm gerade in den Sinn kommt. In manchen Kapiteln spürt man die Tagesverfassung des Vortragenden überdeutlich, und dementsprechend schwankend ist der Vortrag.
Im ganzen ersten Teil des Buches, dem überwiegenden Teil, baut Osho einen Gegensatz zwischen Yoga und Tantra auf, den es in Wahrheit nicht gibt. In höchst parteiischer Weise bezieht er Stellung zugunsten von Tantra, während Yoga banalisiert und konsequent herabgewürdigt wird.
Erst gegen Ende des Buches (Seite 273) kommt plötzlich ein Korrektiv, das er mit folgenden Worten einleitet:
"Erst vorgestern kam ein Sannyasin zu mir - ein aufrichtig Suchender, den es verwirrte, was ich über Yoga und Tantra gesagt hatte, nämlich daß Tantra die höhere Lehre sei [etc.]" Und erst an dieser Stelle ergreift Osho die Gelegenheit, seine Aussagen zu revidieren: Und das macht er ausgiebig und gründlich. Schließlich meint er: "Wenn ich über Tantra spreche, dann bin ich ganz und gar davon erfüllt - denn so bin ich nun mal; ich kann nicht parteiisch sein [sic!], ich muß in allem, was ich tue, total sein." (S. 275)
Eine andere Form seiner freilich sehr ausgeprägten Parteilichkeit besteht darin, eine Rangordnung der Meister der Vergangenheit zu erschaffen, in diesem Fall mit Tilopa an der Spitze, und ihm zur Seite - richtig -: Osho selbst!
Das ist eine recht klebrige Parteilichkeit. Und wenn er an der einen oder anderen Stelle sogar Buddha aburteilt und nicht minder über Patanjali hinweggeht, so stellt das nur den Versuch des Niederen dar, das Höhere zu diskreditieren.
Einen Exkurs über die Lehrmethoden von Maharishi Mahesh Yogi und Krishnamurti beschließt er mit den Worten: "Die einen also stecken bei Krishnamurti in der Sackgasse und die anderen bei Maharishi Mahesh Yogi. Ich bin weder noch. Ich bin beide." (S. 272)
Dem entgegen steht eine Spießigkeit, die öfters durchbricht und die bei so viel Erhabenheit überrascht.
Beispiel "Rauchen": "Rauchen ist dumm; es ist einfach dumm, idiotisch! Wenn du das erkennst, fällt es von allein ab." (S. 110)
Beispiel "Fleisch essen": "Wenn du mit Selbstbesinnung ißt, dann bringst du es nicht mehr fertig, Fleisch zu essen. Es ist nicht möglich, etwas dermaßen Gewaltsames zu tun, wenn du dich erinnerst. Es ist unmöglich, jemandem Schaden zuzufügen, wenn du dir deiner bewußt bist." (S. 84)

Andererseits ist Osho ein Erzähler, der es liebt, mit Paradoxien zu spielen, und der es vor allem versteht, Provokation mit Witz zu verbinden. Ich habe mir seine Bücher deswegen gekauft, weil sie neben viel Unfug auch einige sehr gelungene Formulierungen enthalten. Und dafür gibt es den einen Punkt extra. Allerdings füge ich gleich hinzu, daß mir mit den Jahren diese positiven Abschnitte mehr und mehr vergällt werden durch all den Unsinn und die Fehldeutungen, die sich durch das gesamte Werk von Bhagwan Shree Rajneesh ziehen.

Zum Schluß noch eine Aussage Oshos über Tod und Einsamkeit:
"Denn mit dem Tod trittst du wieder in die Dimension des Alleinseins ein. Genau wie im Mutterleib wirst du im Tod wieder ins Reich des Alleinseins eintauchen. Dort wirst du keine Gesellschaft finden." (S. 312)
Absurd! So kann nur jemand sprechen, der in keiner Linie steht.
Osho, von den einen verteufelt, von den anderen maßlos überschätzt: Möge sich jeder selbst ein Urteil bilden!
Dieses Buch mag dazu ein Schlüssel sein.
11 KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
41 von 58 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 27. November 2006
Ich muss zuerst mal sagen, dass ich mich schon eine Weile mit Meditation im Allgemeinen und tibetischem Buddhismus im Besonderen beschäftige, allerdings erst mit den "Sutralehren", dem Mahayana. Tantrische Einweihungen habe ich noch nicht, u. einige seit geraumer Zeit praktizierte Sadhanas (Verwirklichung von Yidams) kann man noch nicht so richtig dazu zählen.

Schon aus meiner Überschrift wird deutlich, dass ich dem Buch zweigeteilt gegenüberstehe. Mit Osho hatte ich bisher nichts am Hut, hab aber auch nie einen Bogen um ihn gemacht. Da ich mich etwas mehr mit Tantra beschäftigen wollte, bin ich auf das Buch gestossen. Ich muss sagen, das Buch ist sehr gut geschrieben. Osho provoziert und übertreibt manchmal schon etwas, auch ist er manchmal etwas widersprüchlich, aber genau das ist seine Absicht, er haut auf den Putz. Inhaltlich hat er wohl mit den meisten Dingen recht, deshalb ist das Buch auf jeden Fall sehr interessant.

Nun zum 2. Teil meiner Beurteilung. Bitte fallt nicht über mich her "nicht ganz ungefährlich" deswegen, weil ich der klaren Meinung bin, dass nicht jeder reif für das Tantra ist! Osho stellt das Tantra dem Yoga gegenüber als überlegen an, das mag so sein, allerdings sollte man erst einmal -davon bin ich überzeugt- erst einmal zu einem gewissen Grad Yoga/Disziplin praktizieren und mit einer gewissen Verwirklichung zum Tantra übergehen, denn sonst besteht die Gefahr, sich ganz den destruktiven Energien hinzugeben. Jeder der meditiert kennt die Kraft und Stärke von Hass, Ichsucht und Begierde, und weiss wie schwierig es ist, damit umzugehen. Gerade am Anfang des geistigen Weges ist man noch sehr unbewusst und diesen destruktiven Kräften sehr stark ausgeliefert. Deswegen wird bei den Tibetern (bei denen Osho sich ja bedient, Tilopa war der Begründer der Kagy-Schule im tibetischen Buddhismus) zu beginn auch sehr viel Wert auf Reinigung und eine positive Ausrichtung des Geistes gelegt. Eben weil sonst die Gefahr besteht, von den destruktiven Kräften übermannt zu werden. Ein Gelug-Geshe (eine Art Prof. der buddhistischen Philosophie) hat mir einmal gesagt, dass bevor man diese Kräfte im tantrischen Sinne nutzen kann, man sie erst einmal neutralisieren muss. So weit ich weiss, sagt Osho selbst an einer anderen Stelle, dass Yogapraktizierende die besseren Tantriker seien, da sie bereits "mehr Bewußtsein" verwirklicht haben. Ich kann nur für mich sprechen. Hätte ich diese Buch vor 10 Jahren gelesen, hätte ich garantiert eine Bauchlandung erlebt, wäre von meinen Energien wie z.B. der Sexualität einfach mitgerissen worden. Mir hatte (u. das ist wohl immer noch so) einfach der Grad an Bewußtheit gefehlt, der notwendig ist, um bewußt Sex zu haben, bewußt wütend zu sein, was Voraussetzung ist, diese Kräfte in den höheren Aspekt -z.B. Liebe- zu transformieren.

Deswegen auch nur 3 Sterne, da Osho auf die Gefahren des Tantra leider nicht hinweist. Die Tibeter tun das hingegen schon. Jeder der einmal Trungpa Rinpoche gelesen hat, weiss um den Begriff "Tantrahölle", einen Zustand der völligen Verblendung und Selbstüberschätzung, der als der schlimmstmögliche überhaupt angesehen wird. Die Tibeter weisen ganz klar darauf hin, dass Tantra zwar der schnellste Weg zur Erleuchtung ist, aber auch der gefährlichste. Ohne einen verwirklichten Guru ist die Gefahr eben sehr groß, dass man strauchelt. Dies ist mir wichtig, hier noch anzumerken, wobei ich Osho an sich nicht schmälern will.
44 KommentareWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
     
 
Kunden, die diesen Artikel angesehen haben, haben auch angesehen
Tantra, Spiritualität und Sex
Tantra, Spiritualität und Sex von Osho (Taschenbuch - 15. September 2004)
EUR 7,80


Mut: Lebe wild und gefährlich
Mut: Lebe wild und gefährlich von Osho (Taschenbuch - 1. Juli 2004)
EUR 9,99