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Tanner geht: Sterbehilfe - Ein Mann plant seinen Tod
 
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Tanner geht: Sterbehilfe - Ein Mann plant seinen Tod [Gebundene Ausgabe]

Wolfgang Prosinger
4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 176 Seiten
  • Verlag: Fischer, S., Verlag GmbH; Auflage: 1 (9. September 2008)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3100590309
  • ISBN-13: 978-3100590305
  • Größe und/oder Gewicht: 21 x 13,2 x 2,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 369.807 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Wolfgang Prosinger
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Ulrich Tanner weiß, dass er bald sterben wird. Er ist unheilbar krank. Die Schmerzen werden nur unterdrückt von Medikamenten, die ihm die Sinne rauben. Und er weiß, dass der Tod bei seiner Krankheit qualvoll sein wird. Daher hat er eine Entscheidung getroffen: Er wird in die Schweiz gehen und dort Sterbehilfe in Anspruch nehmen. Sterbebegleitung und Sterbehilfe sind in Deutschland nach wie vor Tabuthemen. Die Diskussion darüber ist schwierig und emotional extrem aufgeladen. Dabei fürchten wir nichts mehr als schmerzhaftes, fremdbestimmtes Sterben. Wolfgang Prosinger begleitete Ulrich Tanner in den letzten Wochen und Monaten seines Lebens und führte zahlreiche Gespräche mit seinen Freunden. Erstmals liegt mit diesem Buch der intime, einfühlsame Bericht über einen Tod aus freiem Willen vor.

Über den Autor

Wolfgang Prosinger, Jahrgang 1948, ist Journalist und Autor mehrerer Bücher. Er arbeitete bei verschiedenen deutschen Zeitungen. Seit 2001 leitet er die Seite Drei des Berliner Tagesspiegel.

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Kundenrezensionen

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
43 von 44 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Thorsten Wiedau HALL OF FAME REZENSENT TOP 50 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Der Tod und das Sterben - es gehört zum Leben dazu, obwohl wir versuchen den Tod aus unserem Leben zu verdrängen. Das vorliegende Buch TANNER GEHT - ein Mann plant seinen Tod von Wolfgang Prosinger geht es um ein sehr heikles Thema, insbesondere für Deutschland - die Selbsttötung.

Für diese Rezension musste ich mich erst einmal hinsetzen, nicht leichtfertig ist es über dieses Buch zu schreiben, noch zu der Tat Stellung zu beziehen, welche der Autor Wolfgang Prosinger so einfühlsam wie nur möglich schildert und mit umfangreichen Gesprächen und Diskussionen (Pro und Kontra) zum Thema abrundet.

Das Thema ist, wie gesagt, heikel, den eine Menge Emotionen schwingen bei der Selbsttötung mit, christliche Ideale, ärztliches Ethos, Moral und Ethikverständtnis - doch TANNER GEHT beschreibt einen Weg, weit weg von alledem - Tanner hat Schmerzen und sie werden stärker, sein Ausweg innerhalb dieser Gesellschaft scheint die Gesellschaft Dignitas in Zürich zu sein, in vollem Bewusstsein seiner Tat und des Weges den er geht.

Auf viel Widerstand ist Tanner gestoßen und doch hat er es wahr gemacht, denn das Buch startet schonungslos mit dem Ende - Tanner nimmt eine Dosis Natrium - Pentobarbital und stirbt.

Die Tat ist geschehen und nun begibt sich der Autor und Weggefährte Tanners auf die Spur, welche Wolfgang Prosinger mit Tanner drei Monate lang verfolgt hat. Gespräche mit Freunden und Verwandten, die Suche nach einem Ausweg, die Erkenntnis, dass es keinen Ausweg gibt und nur noch mehr Schmerzen auf ihn zukommen werden und die Diskussion um die umstrittene Gesellschaft Dignitas in der Schweiz/Zürich, welche sich vielfachen Anfeindungen gegenüber sieht.

Der Kauf eines Grabsteins, das letzte Essen mit Freunden, die Fahrt in die Schweiz - man kann sich das Entsetzen gar nicht vorstellen, welches einen beschleicht beim lesen dieser Kapitel. Auch die Ablehnung des Tötungsgesuchs von Seiten Dignitas - da sich die Rechtsgrundlage änderte - führen zu einem Schock bei Tanner - doch nach einem weiteren Besuch kommt die befreiende Botschaft.

Dieses Buch wird die Leser und die Gesellschaft spalten, es wird schockieren und aufrütteln zugleich, selbst diese Rezension wird positive und negative Gefühle hervorrufen, denn ich stimme Tanner bei und respektiere seine Entscheidung zur Selbsttötung.

Nach zwei Weltkriegen, den Folterungen im Zeitalter der Aufklärung, den Völkerwanderungen und unendlichem Leid während einer gesellschaftlichen wie menschlichen Entwicklung über weit mehr als 30.000 Jahren, hat der Mensch in der heutigen Gesellschaft ein Maß an Wissen und Freiheit erlangt, welches ihm aber auf der anderen Seite eine Bürde ist, die Bürde der freien Entscheidung und freien Meinungsäußerung - Tanner hat für sich entschieden und es gilt den Respekt vor dieser Entscheidung zu bewahren und allen, welche sich vor einer solchen Entscheidung befinden - zur Hilfe zu eilen und zu Seite zu stehen, im Bewusstsein das das menschliche Leben eine Gnade ist, ein Geschenk - doch wenn es unerträglich wird, einen Ausweg parat zu haben.

Wer diesen Schritt wagt oder diesen Weg geht, wie Tanner es tat, verdient höchsten Respekt, denn nicht leichtfertig war die Entscheidung getroffen und nicht leichtfertig sollten wir ihn daher verurteilen.

Sehr empfehlenswert!
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23 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Dieses Buch ist ein Muss 11. Oktober 2008
Format:Gebundene Ausgabe
Ich finde, dieses Buch sollte man gelesen haben. Wie "Tanner" selbst seinen Tod bestimmt, zeugt von Charakter und Mut finde ich.

Es stimmt mich sehr nachdenklich und traurig, wie sehr man für einen "würdigen", selbstbestimmten Tod in unserer Gesellschaft kämpfen muss. Was man alles auf sich nehmen muss. All diese Hürden um sterben zu können. Um letztendlich in einem Zimmer irgendwo ein Glas zu trinken, oder Gas einzuatmen und noch Angst haben zu müssen das dies auch klappt. Tanner hatte wenigstens diese Möglichkeit. Wie viele Menschen gibt es, die diese Möglichkeit, mangels Geld, oder Familie, Freunden, usw. nicht haben? Es werden wohl mehr Menschen sein, als solche, die Tanners Weg beschreiten können, wenn sie dies wollen.

Wie das Thema von verschiedenen Seiten, zum Beispiel auch aus Sicht der Palliativmedizin, beleuchtet wird, hat Vorbildcharakter. Es wird nichts verschwiegen, nichts ausgespart, nichts beschönigt, aber auch kein Horrorszenario entworfen oder auf die Tränendrüse gedrückt:

Hut ab! Auf wenigen Seiten sehr viel gesagt! Danke für dieses Buch
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17 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Sorge Dich nicht, lebe... 12. September 2008
Von Daimler
Format:Gebundene Ausgabe
so oder so ähnlich könnte die Schlussfolgerung nach Beendigung des Buches ausfallen.

Es ist schon sehr beeindruckend, mit welcher Distanz und gleichzeitiger Nähe der Autor den letzten Weg des "Tanner" begleitet.

Philosophische Denkansätze und historische Erklärungen, warum gerade den Deutschen die Gespräche über das Ende des Lebens so schwer fallen, runden dieses Buch bzw. dieses Interview gekonnt ab.

Der selbstbestimmte Tod am Ende eines schmerzhaften Lebens regt sicher jeden Leser zur Nachbereitung mit Familie und Freunden an - bei mir tat und tut es das zumindest.
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