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62 von 76 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen
Das anti-unterhaltsamste Must have im Hörbuchregal. Ein besonders ambivalentes Hörvergügen., 2. August 2007
Um Gottes Willen, ich will Sie mit meiner abschreckenden Bewertung nicht vom Kauf abhalten, denn sicher gibt es viele Leute wie mich, die aus Neugierde erfahren wollen, WIE "Tannöd" in verhörbuchter Form ankommt.
Da ich das Buch gelesen habe, wusste ich wenigstens worauf ich mich da einlasse. Und hab mir dennoch irgendwie erhofft, dass beim Vorlesen mehr von dieser dustren Stimmung in dieser selten merkwürdigen Gestaltensammlung (Dorfbewohner, Nachbarn, etc.) bei mir ankommt. Wie gesagt, die Hoffnung bestand. Oder war es Erwartung? - Erwartung war auf jeden Fall da, und zwar in der Hinsicht, dass die vielen Menschen, aus deren Sicht der (Mord)fall geschildert wird angemessene ihrem Charakter entsprechende Stimmen erhalten. Das versucht die Vorleserin zumindest. Man kann das "bemüht" oder engagiert nennen. Meinetwegen ist das hohe Schauspielkunst. - Für mich war es eine Tortur.
Ich bin nach dieser dreistündigen Pein (habe mich bis ans Ende durchgequält. Da kann ich die recht harschen Worte der anderen Rezensenten bestätigen.) lange mit mir in Klausur gegangen um für mich zu ergründen, warum für mich weder das Buch noch das Hörbuch "funktioniert" haben. Das Buch war kein Krimi. Ich hab's damals als "Milieustudie" angesehen, kann aber noch immer nicht ergründen, was "Tannöd" eigentlich sein soll oder sein will.
Das Hörbuch ist weder unterhaltsam, noch hat es in Hinsicht "Mordfall" (von wegen "die Bestie steckt in jedem") "klick" gemacht.
In Sachen "Tannöd" habe ich immer noch das Gefühl, dass in meinem Kopf ein Gen fehlt. Und zwar ein solches, das mich Verständnis für dieses gekürte und hoch angepriesene dünne Büchlein / Hörbuch lehrt.
Kaufen Sie es sich trotzdem. Hören Sie es trotzdem. Ich bin schon sehr gespannt, wie ihr Urteil ausfällt.
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Hörbuch- /Hörspielbewertung:
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Inhalt: ** | Sprecher: * | Hardware: ** | Preis/ Leistung: ***
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auf meiner persönlichen Horchlatte: *
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Apiculas Horchlatte: * - unerhört, ** - überhörbar, *** - eintönig, **** - hörenswert, ***** - hörrlich!
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22 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Hat mich nicht wirklich überzeugt, 23. April 2007
Die gesamten Bewohner eines bayerischen Einödhofs werden erschlagen aufgefunden, ohne einen Hinweis auf den Täter oder den Grund der Tat. Aus diesem historischen Fall hat die Autorin einen Erfolgskrimi gemacht, der sicher nicht zu den schlechtesten gehört. Auf nicht allzu vielen Seiten zeichnet sie ein lebendiges Bild der beteiligten Personen und der Umwelt, in der der Mord geschah. Kein Untier hat diese bestialische Tat vollbracht, sondern der Nachbarbauer. "Der Dämon steckt in jedem von uns", darauf läuft die Suche nach dem Täter hinaus.
Ganz überzeugt hat mich das Buch aber dennoch nicht. Dafür ist es mir zu klischeehaft. Daß auf dem Land sich hinter scheinbarer Idylle ein Abgrund des Umheimlichen und hinter der Fassade von Frömmigkeit eine Menge Grausamkeit verbergen, das erzählt einem inzwischen jeder zweite "Tatort"-Krimi. Schenkel hat die Handlung aus den zwanziger Jahren in die Zeit nach dem 2. Weltkrieg verlegt und kann so noch ein paar Zwangsarbeiterschicksale, unverbesserliche Nazis und Verdrängung der Vergangenheit mit einbauen. Auch das wirkt ziemlich abgedroschen.
Ihre These "Der Dämon steckt in jedem Menschen" wird durch die Erzählung nicht wirklich belegt. Nicht nur, weil man den wahren Täter schon nach der Hälfte des Romans ahnt. (Wäre es nicht angemessener gewesen, die Täterschaft - wie in der Realität - ungeklärt zu lassen?) Man bekommt auch eine ausführliche - zugegeben interessante - psychologische Herleitung präsentiert, was ihn zu der Tat getrieben hat. Also waren es doch die Umstände und nicht der unerklärliche "Dämon".
Eindrucksvoll wiederum fand ich die Schilderung, wie es dazu kommt, daß der Täter nach dem ersten Mord weitertötet, ohne Grund, wie das Töten sich verselbständigt und er sich quasi selbst dabei von außen beobachtet. Allerdings: an dieser wie an vielen anderen Stellen weicht die Autorin von ihrem Erzählprinzip ab. Der Roman ist ja als Sammlung fiktiver Zeugenaussagen gestaltet, mit deren Hilfe man sich der Tat aus verschiedenen Blickwinkeln nähert. Aber das wird nicht durchgehalten; wenn nötig, tritt die Erzählerin eben doch als allwissend auf und beschreibt, was Opfer oder Täter erlebt haben.
Monica Bleibtreu, die Sprecherin des vorliegenden Hörbuchs, ist eine großartige Schauspielerin, und sie gestaltet das Hörbuch weniger als Lesung denn als dramatischen Monolog. Sie charakterisiert die verschiedenen Personen durch Stimmlage und Dialekt, und bei den eingestreuten "Gebeten" (es ist eher eine Litanei) verfällt sie sogar in eine Art Singsang. Aber so gut sie das auch macht: es tauchen in den einzelnen Abschnitten doch sehr viele unterschiedliche Figuren als Sprecher auf, vom kleinen Bub bis zur alten Frau, von der Magd bis zum Pfarrer, und sie alle überzeugend stimmlich darzustellen, damit ist sogar eine Ausnahmeschauspielerin überfordert. Dieses Buch hätte sich eher für eine Art Hörspiel, mit verschiedenen Sprechern, geeignet.
Alles in allem hat man mit diesem Krimi und diesem Hörbuch sicher keinen ganz schlechten Griff getan. Daß das Hörbuch aber einen Preis bekommen hat und das Buch an der Spitze der Bestsellerliste steht, das kann ich nicht nachvollziehen.
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24 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen
Zeitverschwendung, 11. April 2007
Aufgrund der vielen guten Bewertungen hier kaufte ich mir dieses Hörbuch. Ich weiß ehrlich gesagt nicht wie dieses Hörbuch überhaupt zu positiven Bewertungen kommt. Nach der Hälfte der ersten CD wollte ich schon ausschalten, hatte allerdings keine Alternative zum Hören dabei und so quälte ich mich durch die 3 CDs. Es kommt einfach nie Spannung auf, die Story ist einfach nur langweilig und die ewigen Interviews im bayrischen Dialekt strapazierten meine arme Nerven. Die ständigen Gebetseinlagen sind dann eigentlich der letzte Grund dieses Hörbuch einfach auszumachen und die Stille zu genießen.
Wie man dieses Hörbuch als Thriller oder Krimi einordnen kann bleibt mir rätselhaft. Eher könnte man es als bayrisches Bauerndrama in der direkten Nachkriegszeit einordnen.
Ich hoffe ich konnte jemand davor bewahren den gleichen Fehler zu machen wie ich. Das war nämlich meine Intention für diese Rezension.
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