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Tannöd
 
 
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Tannöd [Broschiert]

Andrea Maria Schenkel
2.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (361 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Broschiert: 125 Seiten
  • Verlag: Edition Nautilus; Auflage: 1., Aufl. (24. Januar 2006)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3894014792
  • ISBN-13: 978-3894014797
  • Größe und/oder Gewicht: 20 x 12,2 x 1,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 2.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (361 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 101.708 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Andrea Maria Schenkel
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Produktbeschreibungen

Amazon.de-Hörbuchrezension

Die von Monica Bleibtreu besorgte, ungekürzte und mit dem Hörbuchpreis 2007 ausgezeichnete Hörbuch-Lesung von Andrea Maria Schenkels Überraschungs-Bestseller Tannöd ist ein echtes Hörereignis. Denn Bleibtreu liest die Geschichte um den sechsfachen Mord an der eigenbrötlerischen Bauernfamilie Danner und ihrer neuen Magd, die in den fünfziger Jahren auf ihrem abgelegenen Hof gefunden werden -- und die sich im Verlauf der Handlung zur gruseligen Fabel über Schuld und Verstrickung, sexuelles Begehren, Abhängigkeit und grausame Rache weitet --, derart beeindruckend, dass man sich eine bessere Umsetzung gar nicht hätte vorstellen können.

Deshalb mag diese gewissermaßen „nachgeschobene“ NDR-Hörspiel-Produktion zunächst einmal überflüssig erscheinen. Skeptische Hörer allerdings werden bereits nach den ersten Minuten eines besseren belehrt. Denn der renommierte Regisseur Norbert Schaeffer hat sich Schenkels Text mit aller Freiheit vorgenommen, um ihn auf seine zentralen akustischen Stellen -- die Aussagen und Stellungnahmen von Zeugen, Dorfbewohnern, Opfern und des Mörders -- zu reduzieren. Fast scheint es, als habe er Schenkels Quellen aus den Gerichtsprotokollen des Original-Falls rekonstruieren wollen. So wohnt der Hörer in gewisser Weise der Verhandlung bei, die die Gründe für die mit einer Spitzhacke begangene Bluttat Schlag auf Schlag offen legt.

Aus zahlreichen, mit Udo Wachtveitl, Jörg Hube oder Elisabeth Tscharke und anderen im übrigen ebenso prominent wie trefflich besetzten Stimmen schafft sein Tannöd ganz ohne Erzählerkommentar (aber mit geschickt eingespielten „Gebetssequenzen“) eine bedrückende Montage, die die durch Katholizismus und Bigotterie geprägte, deprimierende dörfliche Atmosphäre hörbar macht, in der dieses unfassbare Verbrechen geschah. -- Thomas Köster, Literaturanzeiger.de

-- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Audio CD .

kulturnews.de

„Tannöd" ist ein beeindruckendes Debüt. Vordergründig erzählt Autorin Andrea Maria Schenkel von einer Familientragödie: Alle Bewohner eines einsam gelegenen Bauernhofes werden erschlagen aufgefunden. Was in eine Ermittlung mit viel Lokalkolorit nebst kauzigem Ermittler hätte münden können, wird für den Zuhörer zu einem Protokoll der ganz besonderen Art. Scheinbar neutral wird der Ablauf der Geschehnisse rekonstruiert, eingestreut sind Originalaussagen zahlreicher Dorfbewohner. Sprecherin Monica Bleibtreu passt sich der stilistischen Besonderheit exzellent an: Sachlich berichtet sie die Fakten. Je nachdem, wie eng die Befragten mit dem Verbrechen konfrontiert wurden, fließen aber auch Emotionen in die Zeugenaussagen ein. Für den Zuhörer ergibt sich eine Mördersuche der ganz besonderen Art, denn unter jenen, die befragt werden, ist auch der Mörder, der auf brutale Weise Rache genommen hat. Ein fesselndes und ungewöhnliches Krimihörbuch. (rs)

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11 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen Zu viel erwartet - mehr Doku als Roman, 19. November 2009
Von 
Rezension bezieht sich auf: Tannöd (Taschenbuch)
Der Roman "Tannöd" von Andrea Maria Schenkel basiert auf der wahren Geschichte der Gruber-Familie, die in der Nacht vom 31. März zum 1. April 1922 auf dem Einödhof Hinterkaifeck erschlagen aufgefunden und dessen Mörder nie gefasst wurde. Die Eltern, die Tochter, deren zwei Kinder sowie die Magd, die an jenen Abend den Einödhof zum ersten Mal aufsuchte und für eine gewissen Zeit dort arbeiten sollte, wurden mit einer sogenannten Reuthaue erschlagen. Tatverdächtige und solche, die ein Motiv gehabt hätten, gab es viele. Bis heute ist der Mordfall HINTERKAIFECK ein Mysterium und beschäftigt neben Filmemachern und Schriftstellern selbst Internet-Communitys wie zum Beispiel die der Seite www.hinterkaifeck.net, wo viele Fakten zusammen getragen werden und Hobbydetektiv noch heute versuchen, Licht in den Fall Hinterkaifeck zu bringen.

Andrea Maria Schenkel nahm den Fall Hinterkaifeck als Romangrundlage, verlegte ihn aber auf die 50er Jahre. Die Namen der Opfer wurden alle geändert.

Das Buch berichtet in einer sehr gewöhnungsbedürftigen und mir bisher eher unbekannten Art und Weise (für einen Roman) über den Tag des Mordes und die Tage danach. Mehr oder weniger in den Fall involvierte Menschen geben in einer Art monologischem Interview Statements bezüglich der Opfer ab, beschreiben, wie sie sie erlebt haben, welche Beziehung sie zu ihnen hatten oder was sie fühlten, als sie die Opfer auffanden. Zeitlich springt A.M Schenkel gewaltig - mal schreibt sie minutiös, dann springt sie wieder zurück, dann wieder vor. Allerdings folgt man als Leser recht schnell und es tut dem Verstehen keinen Abbruch, auch wenn ich es zwischenzeitlich als nervig empfunden habe. Zwischen den interviewartigen Kapiteln folgen wiederum Kapitel aus der Sicht Dritter (u.a. dem Täter) oder der Autorin. Der Fall Hinterkaifeck (der mir sehr gut bekannt ist) wird eigentlich sehr gut beschrieben, so wie der wahre Fall bisher nachgezeichnet werden konnte. Nur gibt A.M. Schenkel am Ende dieses Romans im Gegensatz zum wahren Mordfall einen Täter preis - was ich in Anbetracht dessen, dass es sich bei diesem Roman beinahe um eine 1zu1 Adaption eines wahren Kriminalfalles handelt, doch ein wenig verwegen finde. Zwar stand dieser Verdächtige auch nach dem wahren Mordfall damals unter Verdacht, jedoch wurde seine Schuld nie bewiesen. Auch wenn Tannöd wohl letztendlich ein "fiktiver" Roman (Zeit- und Namensänderungen) sein soll, sind die Parallelen zum Mordfall Hinterkaifeck gravierend und basieren ja schließlich auch darauf. Ich weiß nicht, ob es klug war, hier durch die Blume den (und der ist wohl in diesem Fall gemeint) Verdächtigen Lorenz Schlittenbauer (den Namen, den er im Buch trägt, verrate ich hier natürlich nicht) zum Schuldigen zu machen. Auch ist bis heute nicht bekannt, wer die Dachziegel verschob, den (Flucht-)Strick befestigte und von wem die Kuhlen im Heu auf dem Dachboden stammen. A.M. Schenkel beschreibt im Roman einen Landstreicher, der sich unbemerkt auf dem Dachboden einquartiert hatte, um im rechten Augenblick die wohlhabende Familie zu berauben und der den Mord aus dieser Position heraus beobachtete.

Wer einen üblichen, spannenden Kriminalroman erwartet, wird bei diesem Buch eventuell enttäuscht sein. Zum einen erlaubt die Erzählweise (monologische Interviews) den Spannungsaufbau nicht. Es ist eher eine chronologische Aufzeichnung der Tatnacht bis zum Auffinden der Leichen. Kein Spannungsaufbau. Das mag aber auch nur ich so empfinden, da mir der Mordfall Hinterkaifeck bekannt ist und ich das Lesen vielleicht zu sehr auf mein Wissen bezog. A.M. Schenkels Schreibstil ist sehr kurz, ohne kitschige Zusätze. Wenn die Autorin die Menschen in ihren Monologen sprechen lässt, nehmen diese zum Teil den regional bezogenen Satzbau an, der sich vom Hochdeutschen doch etwas unterscheidet, jedoch verzichtete sie auf den oberbayrischen Dialekt, den wohl kaum einer verstände. Das hat mir eigentlich recht gut gefallen. Auch kommen die Düsterheit und Beklemmung recht gut rüber, auch wenn es bei diesem Buch letztendlich nicht viel rausreißt.

Was mich sehr gestört hat, ist das "Aufbauschen" des eh schon schmalen Büchleins mit Gebetsfloskeln. Ich weiß nicht, ob das hätte sein müssen. Aber eine Seite ist schnell überschlagen.

Mein Fazit: Das Buch ist bei knapp 120 Seiten schnell gelesen - die Spannung hat mir gefehlt, schließlich ist es kein Tatsachenbericht, sondern ein Kriminalroman! Hätte sich die Autorin entschieden, auf diese Weise eine Art Dokumentation des Falles zu erstellen, hätte ich gewusst, was auf mich zukommt. Ich habe aber einen Kriminalroman erwartet - und der bedeutet für mich in erster Linie Spannung.

Dies ist das zweite Buch (neben Feuchtgebiete), das immenses Aufsehen in der Öffentlichkeit erregt hat und bei dem ich im Nachhinein doch recht enttäuscht war.
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14 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen Völlig überbewertet...., 5. Dezember 2007
Von 
Rezension bezieht sich auf: Tannöd (Broschiert)
Nachdem ich im Buchladen gesehen habe, wieviele Preise dieses Buch in diesem Jahr bekommen hat und auch die Rezensionen auf der Rückseite gelesen habe, war ich fest davon überzeugt, dass dieses Buch ein richtiger Hammer sein muss.

Jedenfalls muss ich gestehn, dass ich mich durch dieses Buch durchgequält habe, wie durch kein anderes, obwohl es nur knapp 120 Seiten hat.

Die Geschichte ist ja eigentlich ganz gruselig, wird aber durch die vielen Perspektivenwechsel einfach unendlich in die Länge gezogen.

Die einzelnen Kapitel sollen so etwas wie Verhörprotokolle der Dorfbewohner darstellen und sind auch in deren Sprachstil geschrieben. Das soll wahrscheinlich authentischer wirken. Mir läuft es jedoch kalt den Rücken runter, wenn ich ein Buch lese, dass den Dialekt der Menschen schriftlich übernehmen will.

Es ist so als würde man ungewollt über unendlich viele Steine stolpern, die da einfach nicht hingehören.

Die Auflösung am Ende kommt zwar unerwartet, aber wird auch ohne jegliche Dynamik und Spannung dahingeplätschert....

Ich habe mir jedenfalls mehr von dem Buch erwartet, vor allem bei einem Kaufpreis von 12.90¤!
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22 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen Warum Platz 1???, 11. August 2007
Rezension bezieht sich auf: Tannöd (Broschiert)
Ich fand es ein überaus langweiliges Buch. Die 125 Seiten sind extrem schnell gelesen und bei mir setzte der Faktor ein, was lese ich als Nächstes? Warum es so hoch gelobt wird ist mir schier unbegreiflich. Nur weil ein paar Seiten aus der Sicht des Mörders geschrieben sind? Das kann es nicht sein. Da gibt es ganz andere deutsche Autoren ,die bessere Erstlingswerke abgeliefert haben. Z.B: Sebastien Fitzek.

Ich glaube kaum das es dieses Buch auf die Bestsellerlisten geschafft hätte, wenn Elke Heidenreich es nicht beworben hätte. Es ist schon 2006 erschienen und jetzt erst erfolgreich. Sollte das einem auch nicht zu denken geben?
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