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Tannöd Taschenbuch – 4. Februar 2008

2.9 von 5 Sternen 432 Kundenrezensionen

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Pressestimmen

„Fabelhaft. Ein unglaubliches Buch!“ (Elke Heidenreich in „Lesen!“)

„Eine aufregende Entdeckung. Beste, spannende Kriminalliteratur.“ (Hamburger Abendblatt)

„Großartiges Krimidebüt.“ (Die Zeit)

Klappentext

"Fabelhaft. Ein unglaubliches Buch!"
Elke Heidenreich in "Lesen!"

"Eine aufregende Entdeckung. Beste, spannende Kriminalliteratur."
Hamburger Abendblatt

"Großartiges Krimidebüt."
Die Zeit

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Format: Taschenbuch
Inhalt:
Die gesamte Familie Danner samt Magd wurde auf dem Einödhof Tannöd auf brutalste Weise mit einer Spitzhacke ermordet. Die Dorfbewohner sind schockiert und fragen sich, wer so kaltblütig ist und selbst die zwei kleinen Kinder tötet. Vom Täter fehlt jede Spur. Deshalb werden Zeugen vernommen. Kann so der Mörder gefunden werden?

Autorin:
Andrea Maria Schenkel wurde am 21. März 1962 in Regensburg geboren. Nach ihrem Abschluss absolvierte sie eine Ausbildung bei der Post. Ihr Debütroman „Tannöd“ erschien 2006 und wurde sofort zum Spiegel-Bestseller. Andrea Maria Schenkel lebt zurzeit mit ihrer Familie in der Nähe von Regensburg.

Meine Meinung:
Der Roman „Tannöd“ beruht auf eine wahre Begebenheit – dem bis heute ungelösten Mordfall „Hinterkaifeck“, der mir schon vor dem Lesen der Lektüre bekannt war. Deshalb fielen mir auch einige Parallelen zwischen dem Buch und dem Mordfall auf. Erzählt wird „Tannöd“ aus mehreren Perspektiven von verschiedenen Menschen. Zum einen berichten Angehörige oder Bekannte der Opfer über die Geschehnisse, zum anderen gibt es auch Passagen in der Ich-Perspektive z.B. aus der Sicht der Opfer oder eines Landstreichers. Der Leser erfährt durch die ständigen Perspektivenwechsel immer nur einen kleinen Teil der Geschichte und muss selbst folgern, wie es weitergehen könnte. Der Schreibstil weist keine sprachlichen Besonderheiten auf und ist auf die jeweils „sprechende“ Person angepasst. Normalerweise lese ich keine Krimis: „Tannöd“ war meine Schullektüre und mit Abstand die beste, die ich bisher gelesen habe. Hat man einmal mit dem Lesen angefangen, möchte man das Buch am Liebsten nicht mehr aus der Hand legen.
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Format: Taschenbuch
Ich wollte mal auch meinen Senf dazu geben:

a)
Teilweise kam es mir vor wie eine RTL Sendung. Ein Beispiel:
"Aber die Polizei wollte er nicht im Haus haben, gab er mir zu Antwort. 'Mit den uniformierten will ich nix zu tun haben' ".
Solche Beispiele gibts zwar nicht oft, dennoch kam es mir durchgehend so vor.

b)
Ich persönlich kann keinen wirklichen Sinn für die Einschübe sehen. Gebete, die zur Erlösung der Seele der Toten dienen soll. Es hätte gereicht, wenn nur am Anfang oder/und am Ende eines gewesen wäre.

c)
Einige stellen werden mehrmals wiederholt, weil es von verschiedenen Leuten, aus verschiedenen Perspektiven erzählt wird. Das Buch wäre halb so lang, wenn dem nicht so wäre. Aber ehrlich gesagt entsteht, durch die sich widersprechenden Aussagen, eine einzigartige Atmosphäre.
Also das kann man beidseitig betrachten.

d)
Das Buch ist voller Zeitsprünge. Erst kommen einige Aussagen von Dorfbewohnern oder Beobachtungen, die von 3. Personen erzählt werden, dann mal wieder die Haupthandlung.
Die Zeitsprünge sind nicht unbedingt negativ. Sie haben ihren Sinn erfüllt. Der Leser spekuliert immer wieder neu, wer der Täter ist, wenn er das Ende nicht kennt.

e)
Das Ende hat mich am meisten gestört.
Es ist ziemlich unspektakulär. Der Höhepunkt der Aktion wird von einer 3. Person erzählt. Der eig. Dialog der zu den Morden geführt hat, wird vom Täter im nächsten Kapitel zusammengefasst. Man erlebt nicht die Emotionen des Täters, während seiner Tat.
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Von Ruprecht Frieling TOP 500 REZENSENT am 19. Oktober 2012
Format: Taschenbuch
Am Ende des dunklen Waldes, wo sich Fuchs und Hase gute Nacht sagen, die Menschen bigott sind und beten, liegt in der Einsamkeit Tannöd, ein Flecken im Nichts. Doch bei den gottesfürchtigen Waldbauern wird nicht nur schwer gearbeitet und viel gebetet. Es wird auch gemordet! Eine Bauernfamilie samt Kindern und Hauspersonal fällt einer entfesselten Spitzhacke zum Opfer, und der Leser schaut dem brutalen Täter bei seiner blutigen Tat quasi über die Schulter.

Die Erzählung ist in Form einer journalistischen Befragung verfasst. Die Autorin begibt sich in der Rolle des interessierten Interviewers nach Tannöd, hält ihr Mikrophon in die Manege und schneidet Wortmeldungen von Anwohnern und Dörflern zu den Vorgängen auf dem Mordhof mit. Nachbarn, Bekannte, Pfarrer, Briefträger und Bürgermeister nehmen nacheinander kurz Stellung und teilen ihr Wissen, ihre Vermutungen und Unterstellungen mit. Auf diese Weise entsteht ein Bild vom Ort des grausigen Geschehens, ein Gemälde von Tätern und Opfern. Mosaikartig setzt die Autorin diese fiktiven Zeugnisse aneinander und führt den Leser in das geistige Klima des Dorfes ein. Die Tat selbst ergibt sich letztlich als eine in sich schlüssige Reaktion.

»Tannöd« wurde als »Krimi des Jahres 2007« ausgezeichnet. Es ist kein Jahrhundertwerk, das Spuren hinterlässt und noch in Jahren seine Leser erinnert. Den Zufällen des deutschen Literaturbetriebes ist es geschuldet, dass dieses karge Autorendebüt, das mit einer Startauflage von dreitausend Exemplaren vom Verlag eher mutig angegangen wurde, auf die Topplätze der Hitparaden kraxelte.
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