Welche Vielseitigkeit!
Die drei bisher veröffentlichten Bücher mit wöchentlich erschienenen Kolumnen in der Frauenzeitschrift "Laura" unter dem Titel "Tanjas Welt" zeigten schon die Begabung der Autorin für Schilderungen des Familien-Alltags mit drei Kindern, in denen mit umwerfendem Witz und hintergründigem Humor, der auch vor der Verspottung eigener Schwächen nicht Halt macht,Themen des täglichen Lebens mit leichter Hand und einem stets versöhnlichen Schluss behandelt werden.
Ganz anders dagegen der neue Roman "Das Haus der Hebamme": keine lustigen Gags, keine Plaudereien im Zeitgeist, sondern die ernsthafte in zwei Zeit-Ebenen stattfindende Darstellung der Entwicklung einer modernen, jungen Großstadt-Frau über die Schicksale einfacher, erdgebundener Menschen, die sich im ländlich-provinziellen Umfeld vor 100 Jahren erfüllten.
Ein Buch, das seine Faszination aus der einfühlsamen Schilderung der unterschiedlichen Charaktere bezieht und bis zum Schluss beeindruckend und spannend bleibt.