Worum geht es? Es ist die Geschichte des 45jährigen unauffälligen Junggesellen Han, der bei einem Forschungsunternehmen als Finanzbuchhalter arbeitet. Eine Liebesbeziehung zu einer Frau war ihm in seinem bisherigen Leben noch nicht vergönnt. Es kommt, wie es kommen muß. So lernt er während eines Tangokurses die welterfahrene Esther kennen. Es entwickelt sich eine stürmische Beziehung, die er anfangs genießt, bei der er aber zu spät merkt, daß der Part des Stärkeren nicht bei ihm liegt. Während seine Verführerin die Episode mit ihm für abgeschlossen hält, versucht er an einer Beziehung festzuhalten, die gar nicht mehr festhaltbar ist. Wie gut, daß es mit der 10 Jahre älteren Nachbarin Machteld wenigstens einen Fels in der Brandung gibt.
Fazit: Ein einfühlsames, gut geschriebenes Buch über den beschwingenden Anfang, die unmerklich nüchterner werdende Mittelphase und das unaufhaltsame Auslaufen einer Liebesgeschichte. Gut nachvollziehbar, solche Beziehungsdramen schreibt das Leben. Die von Rosenboom treffend dargestellten kleinen Spielchen werden zu allen Zeiten in einer ungleichen Liebesbeziehung gespielt. Nicht nur Freunde von Sachbüchern werden als willkommene Abwechslung den 152 seitigen Roman des niederländischen Autoren Thomas Rosenboom zu schätzen wissen. Sehr empfehlenswert.