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Tango. Geschichte und Geschichten. (inkl. Audio-CD)
 
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Tango. Geschichte und Geschichten. (inkl. Audio-CD) [Broschiert]

Arne Birkenstock , Helena Rüegg
4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Broschiert: 333 Seiten
  • Verlag: Dtv (2000)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3423241829
  • ISBN-13: 978-3423241823
  • Größe und/oder Gewicht: 20,8 x 13,6 x 3,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 148.907 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Amazon.de-Hörbuchrezension

Der argentinische Tango ist eine internationale Koproduktion -- er war es von Anfang an. So dürfte er sich eigentlich gar nicht "argentinisch" nennen, denn Montevideo, die Hauptstadt Uruguays -- fast in Sichtweite von Buenos Aires am anderen Ufer des Rio de la Plata -- hatte entscheidenden Anteil an seiner Entstehung.

Tango. Geschichte und Geschichten gibt sich nicht mit einem oberflächlichen Blick auf das über 120-jährige Phänomen 'Tango' zufrieden, sondern fördert bei der Spurensuche in den Archiven und Plattenschränken noch so manche Überraschung zutage.

Zum Beispiel die deutschen Wurzeln des Tangoinstruments Nummer eins: Das Bandoneon wurde in Sachsen erfunden und von einem gewissen Heinrich Band aus Krefeld verbreitet. Auch wenn man darauf natürlich alles andere als Tango spielte, war es um die Jahrhundertwende bei den Deutschen ungeheuer populär: noch 1927 gab es über tausend Bandoneonvereine.

Auf welchen verschlungenen Wegen das Bandoneon nach Buenos Aires und zum Tango gelangte, liegt im Dunkel der Vergangenheit und ist von Legenden umrankt. Ebenso wie die genaue Entstehungsgeschichte und die diversen Vorläufer des Tangotanzes: die afrocubanische Habanera, der spanische 'Tango andaluz', die argentinische Milonga, der Candombe der schwarzen Bevölkerung Montevideos...

Obwohl sie eine sehr ausführliche und packend geschilderte Geschichte des Tango mit all seinen gesellschaftlichen und sozialen Aspekten liefern, legen Arne Birkenstock und Helena Rüegg ihren Schwerpunkt -- beide spielen Bandoneon -- doch stärker auf die Musik denn auf den Tanz. Zwar gibt es im Anhang einen Serviceteil mit Adressen rund um die lebendige internationale Tangoszene, doch Tangotänzer werden in diesem Buch ihren Wissensdurst nicht ganz zu stillen vermögen -- es sollte aber dennoch in keiner auch noch so kleinen Tangobibliothek fehlen. --Christian Stahl

Kurzbeschreibung

Der Tango erlebt zur Zeit eine zweite Renaissance: In vielen deutschen und europäischen Städten haben sich Schulen und Salons gegründet, in denen dieser ehedem als verrucht geltende Tanz erlernt werden kann. Doch nicht nur die Tanzszene boomt. Immer mehr junge Musiker und Musikerinnen versuchen sich an den Werken der großen Tangokomponisten. In einigen Ländern avancierte das Bandoneonspiel bereits zum Unterrichtsfach. Stars der klassischen Musikszene wie Gidon Kremer und Daniel Barenboim haben den Tango für sich entdeckt. Das Angebot an CDs wächst ständig. Tangofilme finden großen Zulauf. Das Interesse am Tango ist groß. Dieses Buch beantwortet den vielen Tangoliebhabern ihre Fragen. Es bietet einen umfassenden Überblick über Tanz, Musik und Texte des argentinischen Tango, über sein historisches und soziales Umfeld und seine neuesten Entwicklungen. Es enthält außerdem praktische Tips und Anregungen, wo man Tango tanzen, sehen und hören kann, wo es die größte Musikauswahl gibt, welche CDs empfehlenswert sind und wo man weitere Literatur über den Tango findet.

Arne Birkenstock, geboren 1967 in Siegen, lebt in Köln. Er finanzierte sich sein Studium als Akkordeonist für diverse Cajun-, Tango- und Chanson-Ensembles und arbeitet seit 1994 als freier Autor und Realisator vor allem für die Kulturredaktionen des WDR.Helena Rüegg, geboren 1959 in Zürich, lebt als Musikerin und Publizistin in Köln, Rotterdam und Buenos Aires. Seit 1986 ist sie als freie Rundfunkautorin und Musikerin tätig. 1998 schloß sie ihre Ausbildung als Bandoneonistin am Rotterdamer Konservatorium ab.


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Kundenrezensionen

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
14 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Tango - Geschichte und Geschichten

von Arne Brikenstock und Helena Rüegg

"Nur" eine weitere "Geschichte des Tango" - meine ersten Gedanken, als ich dieses Buch bekam. Nach dem Tief der 60er und 70er Jahre und der langsamen Renaissance der 80er ist der Tango wieder so populär, daß neuerdings die Bücher zu dem Thema wie Pilze aus dem Boden zu sprießen scheinen. Gab bis vor einigen Jahren weniger als eine Hand voll Bücher über den Tango in deutscher Sprache, so sind allein dieses Jahr mehrere deutschsprachige Bücher erschienen. Wozu also noch eine Geschichte des Tango? Doch schon beim Durchblättern hatte ich mich, ohne es wirklich zu bemerken, begeistert mitten im Buch festgelesen. Als DJ drängte es mich natürlich, mit der Beschreibung der Tangoorchester beginnen - was dank der übersichtlichen Gliederung des Buches auch kein Problem darstellte. Die gut recherchierten Hintergrundinformationen zu den wichtigsten Musikern der neuen Garde beeindruckten mich, dargestellt in einem fließenden und gut lesbaren Stil, ohne dabei seicht zu werden und - wie erfrischend - ohne das häufig anzutreffende Pathos. Keine Heldenverehrung, keine Beschwörung des heiligen Geistes des Tango. Die Autoren erschaffen ein lebendiges Bild der Zeit, in das die Entwicklung und die Besonderheiten der einzelnen Musiker und Orchester eingebettet werden. Bewegungen und Strömungen der Musik werden an Personen fest gemacht und stehen nicht einfach im Raum. Immer wieder sind kurze Zitate von Zeitzeugen in den Text eingebettet, gelegentlich auch nette Anekdoten. Irgendwann muß ich das Kapitel noch einmal in Ruhe lesen, möglichst in der Nähe meiner CD Sammlung, um die vielen Interessanten Details zum Stil der Orchester selber nachzuvollziehen. Doch zurück zum Überblick: Aufgebaut ist dieses Buch chronologisch, von der Zeit der Entstehung bis heute, aufgeteilt in drei Perioden: Von den Anfängen bis zur Guardia Vieja (1880-1917) Von der Guardia Nueva bis zum Ende der goldenen Ära (1917-1955) Vom Tango Nuevo bis zur Gegenwart (1955-2000) Die Unterkapitel behandeln einzelne Aspekte des Tango und dessen Entwicklung, die in der jeweiligen Ära besonders von Bedeutung waren. Im ersten Abschnitt werden besonders die vielbemühten Klischees der Anfangszeit näher beleuchtet - und dabei vieles ins rechte Licht gerückt oder zumindest gängige Vorstellungen in Frage gestellt. Jeder, der schon einmal ein Buch über die Entstehung des Tango in der Hand hatte, kennt die stereotypen Geschichten über Bordelle und Ganoven, die den Tango zu Beginn bestimmt haben sollen. "Das Klischee vom verruchten Tango, der dem Bordell entsprungen ist, wird von vielen europäischen Tangueros bis heute gepflegt, weil es den Exotik-Faktor ihrer Aktivitäten erhöht." Die Schriftsteller der damaligen Zeit gehörten meist der Mittel- und Oberschicht an und hinterließen eine sehr einseitige Sicht des Tango. Um Verhältnisse der damaligen Zeit auch von einer anderen Seite zu beleuchten, der Seite des Tango selber, werden Tangotexte der Zeit zitiert (im Original und in deutscher Übersetzung). Dabei habe ich endlich viele der Texte richtig verstanden, denn selbst die übersetzten Texte kann man nur ansatzweise verstehen, wenn man nichts über die Zeit und die Gesellschaft weiß, auf die sie sich beziehen. Die Autoren zeichnen hier ein komplexes Bild der Stadt Buenos Aires, beleuchten die Lebensumstände der einheimischen "Kreolen" und der Einwanderer, und wie aus Feindseligkeit und Abgrenzung sich langsam eine neue Gesellschaft bildet. Den auch oft in Tangotexten auftauchenden "Typen" der Zeit sind eigene Kapitel gewidmet: - Die Milonguita, die eingewanderte oder eingeschleppte Hure - Der eingewanderte Italiener, der Cocoliche - der Compadrito, Gaucho ohne Pferd Natürlich darf auch ein Kapitel über die Geschichte des Bandoneon nicht fehlen, des Instruments, das mit dem Tango untrennbar verbunden scheint - und wohl auch mit der Autorin Helena Rüegg, selber ausgebildeten Bandoneonistin. Auch in den anderen Abschnitten des Buches gibt es schöne Geschichten und Fakten zu vielen Facetten des Tango, zu einzeneln wichtigen Personen wie Descépolo und Piazzolla, wie zu Gruppen und Strömungen im Tango. Am Ende des letzten Kapitels kommen drei Tanzpaare der heutigen Zeit zu Wort: Claudio & Pilar aus Buenos Aires, die Elemente des modernen Tanzens mit den traditionellen Tangoschritten zu verbinden suchen, "Los Alemanes" Rainer & Angelika aus Hamburg, die ihren Eindruck der deutschen Tangolandschaft wiedergeben, und die Emigranten Ricardo & Nicole, die aus den Niederlanden bzw. Deutschland nach Buenos Aires ausgewandert sind, um von und mit dem Tango zu leben. Alle beschreiben sie ihren eigenen Weg zum Tanz und ihre Sicht der Entwicklung ihrer Passion: des Tango!

Im Anhang gibt es einen ungewöhnlich ausführlichen Service Teil mit einer (vollständigen?) Übersicht der deutschsprachigen Tangoliteratur und Beschreibungen vieler argentinischer Tangobücher, aus denen sicher viele der Zitate und Geschichten stammen, die das ganze Buch durchziehen. Unerwartet und sehr erfreulich ist die 12-seitige Liste von CD-Empfehlungen, die von Gardel über Toilo zu Piazzolla einen Bogen über die Tangoentwicklung spannen. Auch neue und ungewöhnliche Aufnahmen finden Erwähnung, wie vom Klarinettisten Giora Feidman oder dem Cello-Virtuosen Yo Yo Ma. Zum Schluß folgt eine lange und (noch) aktuelle Liste mit Adressen rund um den Tango: Tanzschulen, Milongas, CD-Läden, sogar die Adresse meiner Cyber-Tango Webseiten ist zu finden - sehr zu meiner Freude natürlich.

Garrot Fleischmann

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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
" Rocklexikon des Tango " 8. Februar 2000
Von Thasmo
Umfassende sehr gute Darstellung der Historie des Tango mit folgenden großen Kapiteln: Von den Anfängen bis zur Guardia Vieja ( 1880-1917), Von der Guardia Nueva bis zum Ende der Goldenen Ära (1917-1955), Vom Tango Nuevo zum Tango der Gegenwart (1955- 2000) und ein starker Serviceteil mit vielen Hinweisen. Viele Hintergrundinformationen. ( Und ein dickes Lob für das Register am Schluß; dadurch ist dieses Buch auch als Nachschlagwerk geeignet, auch eine Art "Rocklexikon" des Tango, ein who is who... ). Ein Buch für jeden, der auch etwas über die Tangointerpreten wissen möchte, der neugierig ist, auch einmal etwas über Osvaldo Pugliese oder Pedro Maffia oder Libertad Lamarque zu erfahren. Wer waren diese Menschen, nach deren Musik ich so gerne tanze ?
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3 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Dass DTV ein Spitzenverlag ist, weiss man. Entsprechend ist die Aufmachung dieses neuen Tangobuchs, dem ich auch für seinen Inhalt bedenkenlos 5 Sterne verpasst hätte, wenn es nicht (nach dem Allebrand) nun schon das zweite Werk wäre, dass dem bis heute unübertroffenen (fast 20 Jahre älteren) Werk von Reichardt nachempfunden ist. Klar, jeder Autor, jede Autorin setzt etwas andere Schwerpunkte und so gibt es auch in diesem Buch sicher das eine oder andere Detail, das man bisher noch in keinem anderen deutschsprachigen Werk gefunden hat. Da es aber ein ehrliches Buch ist, das ohne Schwafelei viel Information über alle Aspekte des Tangos in schöner Verpackung bietet, ist das Werk durchaus empfehlenswert. Für den, der sich schon länger mit dem Tango beschäftigt, ist es aber nicht unbedingt ein Muss.
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