Das Trio Pantango, ein deutsch-argentinisches Projekt, spielt eine Auswahl traditioneller und moderner Tangos in der Besetzung Bandoneon (eine Art von Knopfakkordeon, das dem Tango seinen speziellen Charakter gibt), Klarinette und Gitarre, ein Gastmusiker ergänzt bei einigen Stücken mit dem Kontrabass. Aus irgendeinem Grund, wahrscheinlich, weil das Ensemble nicht sonderlich bekannt ist, gibt es das Album zum Dumpingpreis.
Tango war im Ursprung "nur" Tanzmusik, das änderte sich im Verlauf der vergangenen Jahrzehnte, vor allem durch den Musiker und Komponisten Astor Piazzolla (von ihm stammt das Zitat in der Überschrift), der den Tango auch in Richtung Kunst- oder E-Musik entwickelte. Dieser Entwicklung wird dieses Album gerecht, und darum sind eben manche Stücke nur schwer tanzbar. Daher war die Wahl des Covers mit dem tanzenden Paar sicherlich nicht richtig getroffen.
Die Auswahl der Stücke versucht eher, eine größere Bandbreite menschlicher Gefühle auszudrücken. Astor Piazzolla ist mit drei Kompositionen vertreten: Cafe 1930, Libertango, Lo que vendra.
Ein kleiner Tipp am Rande: Aus Finnland kommt mittlerweile wunderschöner, tanzbarer Tango, etwas langsamer als das Original aus Argentinien, das kommt jedoch manchen Tänzern entgegen, habe ich mir sagen lassen.
Das vorliegende Album darf also der Art von aufmerksamen Zuhörern empfohlen werden, die einen Einblick in die Gesamtentwicklung des Tangos haben möchten.