62 von 64 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Sehr gutes Telezoom zum vernünftigen Preis, 27. März 2011
Rezension bezieht sich auf: Tamron AF 70-300mm 4-5.6 Di SP VC USD digitales Objektiv für Canon (Elektronik)
Ich suchte für meine Kombination Canon EOS 60D und EF-S 15-85 IS USM ein Telezoom. Um den preislichen Rahmen nicht zu sprengen standen 2 Objektive zur Auswahl:
- Canon EF 70-300 IS USM
- Tamron SP 70-300 VC USD
Beide habe ich ausgiebig getestet - im Folgenden meine Meinung:
Eins noch vorweg:
Die oft attestierte L-Qualität erreichen beide nicht ganz, aber die Abbildungsleistung ist in anbetracht des Preises sehr hoch.
Das Tamron ist baulich gesehen das modernere Objektiv. Kein Wunder, hat das Canon doch schon einige Jährchen auf dem Buckel. Schneller und leiser (Ring-)Ultraschallmotor, keine sich mit mitdrehende Frontlinse beim Fokusieren, sehr guter Bildstabilisator, jederzeit manuelle Eingriffsmöglichkeit in den Autofokus, mitgelieferte (aber wohl etwas zu groß geratene) Streulichtblende, 5-Jahres Garantie nach Registrierung sind Eigenschaften, die für das Tamron sprechen.
Doch entscheidend ist die Bildqualität. Und hier liegen beide auf annähernd gleichem Niveau. Das Tamron ist in der Bildmitte sehr scharf und hält dies auch zu den Bildrändern hin auf hohem Niveau, während das Canon zu den Rändern hin etwas nachlässt. Das Tamron hat dafür eine leichte Tendenz zur Überbelichtung in manchen Situationen. Dies kann aber im Nachhinein per Bildbearbeitungssoftware leicht korrigiert werden. Dafür ist das Canon sehr streulichtanfällig. Eine (extra zu zahlende) Streulichtblende ist hier Pflicht, sonst wirken die Aufnahmen bei ungünstigen Lichteinfall doch recht flau. Das Tamron ist deutlich schwerer und für kompaktere DSLRs weniger geeignet, da die Kombi hier zu vorderlastig wäre. Bei der 60D o. dem Nikon Pendants passt es haptisch prima. Beim Canon hat man noch den Vorteil eines Originalteils, aber das Tamron scheint in Sachen Kommunikation mit dem Gehäuse keine Probleme zu haben. Der Autofokus ist bei beiden sehr treffsicher, vorausgesetzt die Lichtmenge stimmt. Sonst kann`s etwas länger dauern.
Letztendlich habe ich mich für das Tamron entschieden, das hier das Gesamtkonzept besser passt. Für den Preis hat sich das Tamron 5 Sterne verdient.
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32 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Tolles Objektiv, gute Schärfeleistung über gesamt Brennweite, 23. Juni 2011
Rezension bezieht sich auf: Tamron AF 70-300mm 4-5.6 Di SP VC USD digitales Objektiv für Canon (Elektronik)
Hallo, nachdem ich eine ganze Menge an positiven Berichten zu diesem Objektiv gelesen habe, bestellte ich es mir einfach mal, um mir selbst einen Eindruck verschaffen zu können.
Generell bin ich zwar mit meinen Objektiven in diesem Brennweitenbereich gut versorgt, aber keins hatte mich bisher an meiner 500d so 100%ig überzeugt. Bis jetzt, das Tamron ist wirklich jeden Cent wert, macht einen soliden und gut verarbeiteten Eindruck und bildet über den gesamten Brennweitenbereich scharf ab. Der Bildstabilisator (VC) arbeitet sehr zuerlässig und der Autofokus(USD)arbeitet fast geräuschlos. Für mich, vorallem zu diesem Preis eine richtig gute und lohnende Investition.
Gruß Marcus
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58 von 63 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Abbildungsleistung ist besser als erwartet, Bildstabilisator arbeitet hervorragend, 14. Januar 2011
Rezension bezieht sich auf: Tamron AF 70-300mm 4-5.6 Di SP VC USD digitales Objektiv für Canon (Elektronik)
Ich suchte Ende 2010 nach einem Telezoomobjektiv, das weiter als nur bis 200mm Brennweite reicht. Wichtig war mir ein gut funktionierender Bildstabilisator und natürlich gute Abbildungsleistungen bei der längsten Brennweite des Objektivs. Mein Favorit war zunächst das 100-400mm von Canon, das durchaus in meine Budget-Planung gepasst hätte. Ich habe also einen örtlichen Fotohändler aufgesucht und das 100-400 mm von Canon ausgiebig getestet. Der Händler hatte aber auch ein erstes und einzelnes Exemplar des Tamron 70-300mm VC im Laden (Mitte November 2010). Da es mindesten bezüglich des Brennweitenbereichs in Betracht kommen konnte und bereits viel Gutes berichtet wurde, habe ich auch dieses mit gleichen Einstellungen und unter denselben Bedingungen getestet. Das gefiel dem Verkäufer überhaupt nicht. Der immer wieder betonen musste: "Das ist eine ganz andere Klasse." Stimmt, alter Luxus von 1998 wird hier mit einer modernen Sparversion von 2010 verglichen.
Nun könnte man meinen hier werden Äpfel mit Birnen verglichen. Das mag für den mechanische Aufbau und das Markenimage gelten, nicht aber für die optischen Leistungen. Mit diesem Objektiv hat Tamron ordentlich aufgeholt, wenn nicht mehr.
Als ich die Ergebnisse der beiden Objektive am heimischen PC verglichen habe, gab es bezüglich Schärfe, Farbwiedergabe und CA kaum Unterschiede. Nur das Verhalten des Canon 100-400 mm bei Gegenlicht war eindeutig besser.
Der entscheidende Pluspunkt des Tamron 70-300 VC ist der Bildstabilisator. In diesem Punkt liegen zwischen den beiden Objektiven mehr als 10 Jahre Entwicklungsgeschichte. Bis ich mich zum Kauf des Tamron durchgerungen hatte, war das Einzelstück bei meinem örtlichen Händler leider bereits verkauft. Internetanbieter versprachen eine schnellere Lieferbarkeit als mein Vorortfotohändler, noch vor Weihnachten. Das hat leider nicht ganz geklappt, aber Ende Dezember 2010 hielt ich dann mein Tamron 70-300mm VC in der Hand.
Zu meinem Erstaunen war die Schärfeleistung nochmals besser als beim ersten Test im November. Damals habe ich mit der Entscheidung gezögert. Ich bin jetzt froh, dass ich über den Bestellweg ein nochmals besseres Exemplar erhalten habe.
Die Schärfe ist über den gesamten Brennweitenbereich hervorragend. Das gilt bis hin zu den Bildecken, wobei ich einschränkend sagen muss, dass ich derzeit nur mit einer EOS 550D fotografiere. Da es sich um ein Vollformatobjektiv handelt, haben meine Erfahrungen diesbezüglich auch nur eingeschränkte Bedeutung. Gleiches gilt für die Vignettierung von der an meiner Kamera nichts zu spüren ist. Auch die bereits von ersten Testern festgestellt Verzeichnung ist zumindest am Crop-Sensor nicht negativ zu spüren.
Der Bildstabilisator arbeitet, wie schon mehrfach erwähnt, beim Fotografieren ganz hervorragend. Mit einer Brennweite von 300mm lassen sich scharfe Bilder mit 1/30s Belichtungszeiten sicher erreichen. Aber auch längere Belichtungszeiten sind mit etwas Ruhe noch scharf aus freier Hand möglich. Wenn der Bildstabilisator aktiv ist, dann ist das deutlich akustisch wahrnehmbar, aber meinem Empfinden nach nicht störend.
Der Autofocus ist zwar nicht superschnell, aber so schnell wie man es von einem durchschnittlichen Ultraschallantrieb erwarten kann und sehr treffsicher. Das Geräusch des Autofokus ist vergleichbar mit meinen USM-Canon-Objektiven (50/1,4 und 60/2,8 Makro), also ebenfalls wahrnehmbar aber leise.
In anderen Rezensionen wurde auf eine regelmäßige Unterbelichtung hingewiesen. Diese Erfahrung habe ich bislang (ca. 150 Aufnahmen) nicht gemacht.
Weiterhin wurde mehrfach die Anfangsblende diskutiert. Da bieten andere Hersteller auch nichts anderes an, mal abgesehen vom deutlich schwereren und größeren 100-300 /4 von Sigma ohne Bildstabilisierung. Alle helleren Telezoom-Objektive sind ohnehin absolut nicht vergleichbar.
Das Objektiv liegt im Vergleich zu anderen 70-300mm-Objektiven gut in der Hand, weil es einen relativ großen Durchmesser hat. Dabei ist das Objektiv wegen der verwendeten Materialien im Verhältnis zu den Abmessungen noch ziemlich leicht. Bei der Konstruktion seines ersten USM-Objektivs hat Tamron offenbar viel Platz benötigt. Dem Gehäuseumfang steht eine relativ kleine Frontlinse mit einem 62mm-Filtergewinde gegenüber. Tamron liefert zu seinen Objektiven jeweils eine Gegenlichtblende, die für den Transport umgekehrt auf das Objektiv gesetzt werden kann. Daraus ergibt sich die überdimensional groß wirkende Gegenlichtblende, die in manchen Rezensionen bereits kritisiert wurde. Zudem deckt sie umgekehrt montiert den Zoom-Ring komplett ab. Also mit Gegenlichtblende in Transport-Position, lässt sich nicht eben mal schnell ein Schnappschuss machen, wenigstens nicht mit Nutzung des Zooms.
Der deutliche Unterschied in der Abbildungsleistung zwischen dem ersten Exemplar, das ich im November testete, und meinem erst Ende Dezember verzögert ausgelieferten Objektiv, lässt vermuten, dass Tamron noch Nachbesserungen vorgenommen hat. Auch die ersten Tests der Canon-Variante des neuen Tamron-Objektivs auf englischsprachigen Internet-Seiten zeigen schlechtere Abbildungsleistungen als mein Exemplar sie liefert.
Solange ich dieses neue Tamron-Objektiv mit einer Crop-Sensor-Kamera verwende, kann ich sehr zufrieden sein. Alles Weitere wird sich später ergeben. Ich kann wenigsten für die Canon-Variante des Tamron 70-300mm VC eine klare Kaufempfehlung geben.
--- INFO nur für Filmer -------------------------------------------------
Hier noch ein paar Anmerkungen für diejenigen, die mit der DSLR auch filmen. Diese Punkte sind keine Grundlage meiner Bewertung und nur als Ergänzung gedacht.
Zum Filmen ist der Bildstabilisator nicht geeignet. Wenn der Stabilisator durch größere Bewegungen (Schwenk, aber auch leichtes Mitführen bei Motivbewegungen) aus dem Regelbereich kommt, dann ist der Regelübergang recht abrupt.
Bezüglich der manuellen Bedienung von Zoom- und Schärfering bin ich von den Tokina-Objektiven verwöhnt. Die manuelle Schärfe lässt sich mit etwas Gefühl bei dem Tamron 70-300mm VC noch sanft genug bewegen, sodass man die Schärfeebene während des Filmens verändern kann. Beim Zoom-Ring hingegen ist ein gewisser Anfangswiderstand zu überwinden. Das führt am Anfang und Ende einer Zoomfahrt zu störenden Ungleichmäßigkeiten der Bewegung.
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