Scream fasste die Regeln für Slasher Filme zusammen und Tamara bildet da keine Ausnahme.
Tamara ist ein Musterschülerin: Von ihren Mitschülern gehasst, verachtet und in ihren Englischlehrer verknallt. Als sie einen Liebeszauber spricht und kurz darauf eher unfreiwillig von ihren Mitschülern um die Ecke gebracht wird kehrt sie als hoch erotische Killerfrau zurück. Der Rachefeldzug beginnt....
Erstens, wie bei dieser Sorte Filme üblich brauch man keinen Deut auf die Story zu geben. Die ist dünner wie ein Haar auf meinem Kopf. Sie legt nur den Grundstein für das was man erwartet: Die Kills. Und da muss sich Tamara im Grunde nicht vor ihren Vorbildern verstecken, trotz 16er Freigabe!
Der erste Kill ist ziemlich heftig für diese Altersfreigabe, was dann folgt sind eher mittelmäßige, aber doch ganz amüsante Killszenen. Blut spritzt, nicht soviel wie bei den Vorbildern, aber dennoch einiges. Was Tamara mit ihren Peinigern anstellt ist manchmal wirklich zum Schreien komisch.
Trotzdem bleibt Tamara unter dem Durchschnitt hängen. Die Hauptdarstellerin ist wirklich verfüherisch, besitzt allerdings so wenig schauspielerisches Talent wie ihre Kollegen. Das kreide ich ein klein wenig an, was allerdings nicht das schlimmste ist.
Das schlimmste sind die dämlichen Dialoge, nicht das ich von einem Horror Film dieser Sorte poetischen Tiefgang erwarte. Aber ein wenig Niveau wäre doch angebracht gewesen. Das Drehbuch hätte auch ein Affe schreiben können, obwohl der es wahrscheinlich sogar besser gemacht hätte. Einige Beispiele sind ja in den anderen Rezensionen schon drin.
Tamara ist nette Unterhaltung für Zwischendurch, mehr auch nicht. Tamara lässt zwar an den richtigen Stellen in Zeitlupe genügend Eigenkreativitätsraum, aber das wars auch schon.
Fans von Teenie Horror Movies kommen voll auf ihre Kosten, Fans von den alten Slasher Movies lassen lieber die Finger weg.