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Michael Krupp erschließt die Kardinaltexte des Talmud und demonstriert gleichzeitig, welchen Wert das Studium des Talmud insbesondere für Christen hat.
Michael Krupp,
geboren 1938, ist protestantischer Theologe. Zusätzlich studierte er Judaistik und Islamwissenschaft. Seit 1970 ist er Beauftragter für das interkonfessionelle Gespräch der drei monotheistischen Religionen in Jerusalem und Dozent an der Hebräischen Universität Jerusalem.
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
36 von 36 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Spannend und für jeden verständlich,
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Der Talmud (Taschenbuch)
Der Talmud ist die zentrale Schrift des Judentums. Doch dem nichtjüdischen Leser fällt der Zugang zu diesem immensen Werk sehr schwer. Michael Krupp gelingt es in seinem Buch diese Grundschrift des Judentums Jedermann näherzubringen und die Grundideen verständlich zu machen. Sein Buch gliedert sich in zwei Teile: Der erste Teil gibt einen Überblick über die Entstehung der talmudischen Literatur und ihre Geschichte und natürlich ihren Inhalt. Eine hervorragende Idee ist hier auch die Erklärung des Aufbaus einer Talmudseite. So sieht der Leser einmal, mit welchem (auch grafischem) Kunstwerk er es zu tun hat. Der zweite Teil bringt ausgewählte Texte der talmudischen Literatur. Der Verfasser hat hier eine ausgezeichnete Auswahl getroffen. Er bringt zum einen Texte zu zentralen Themen des Judentums (Gebete; Versöhnungstag), zum anderen Texte, die besonders interessant für den Leser aus einem christliche Kontext sind. (so z.B.alle Erzählungen über Jesus im Talmud). Gerade diese Texte sind sehr kennerhaft ausgewählt. Auch versierte Kenner von Judentum und Christentum können hier neue Zusammenhänge entdecken. Alle Texte sind vom Verfasser eingeleitet und gut kommentiert, wodurch sie erst für den Laien verständlich werden. Mit diesem Buch bekommt der Leser so einmal die Möglichkeit, zentrale Texte des Judentums selbst zu lesen. Es wird klar, dass für ein Verständnis des Zusammenhangs von Judentum und Christentum die Kenntnis der talmudischen Literatur unbedigt nötig ist. Leider gibt der Autor keinen Einblick darüber, welche Rolle der Talmud in der Religiosität des heutigen Judentums spielt. Das ist ein bedauerlicher Mangel, denn so bleiben die ganzen neuen Einsichten, die der Leser aus diesem Werk gewinnt, ein wenig im luftleeren Raum stehen. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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