Was soll man zu diesem Gitarissten noch schreiben. Er ist wohl einer der brilliantesten Gestalten im Umgang mit diesem Musikinstrument. Schon allein sein Werdegang ist überraschend: Vom Studiomusiker zu Joni Mitchell, Zusammenarbeit mit George Harrison, Gitarrist bei der Jazz-Legende Miles Davis und daneben Gastauftritte u.a. bei KISS, um nur einige Stationen zu nennen. Und "Talk to your daughter" ist eines seiner ersten großen Werke - roher, rockiger Blues, gespickt mit Jazz-Licks, wirklich sagenhaften Improvisationen und Soli die ihresgleichen suchen. Hier hört man kein Skalengedudel wie bei vielen der sogenannten Guitar-Heroes. Viele seiner Solis enthalten einen unbeschreiblichen Spannungsbogen. Auch wenn man glaubt, daß nun kaum noch eine Steigerung möglich ist, findet Robben Ford einen Weg den Bogen noch weiter zu spannen, bis zuletzt die Auflösung kommt. Die CD erschließt sich einem kaum beim erstenmal. Vielleicht auch nicht beim zweitenmal. Doch dann kommen die edlen Perlen zutage. CD-Player programmieren auf die Tracks 1,3,4,7,8, den Regler des Verstärkers so weit nach rechts, wie die Mitgenossen es zulassen, und Blues-Rock vom Feinsten geniessen. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)