oder
Loggen Sie sich ein, um 1-Click® einzuschalten.
oder
Mit kostenloser Probeteilnahme bei Amazon Prime. Melden Sie sich während des Bestellvorgangs an. Erfahren Sie mehr
Alle Angebote
Möchten Sie verkaufen? Hier verkaufen
oder
gegen einen Amazon.de Gutschein über EUR 0,25 eintauschen?
Talisman
 
Größeres Bild
 
Den Verlag informieren!
Ich möchte dieses Buch auf dem Kindle lesen.

Sie haben keinen Kindle? Hier kaufen oder eine gratis Kindle Lese-App herunterladen.

Talisman [Broschiert]

Yoko Tawada
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
Preis: EUR 10,50 kostenlose Lieferung. Siehe Details.
  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o
Auf Lager.
Verkauf und Versand durch Amazon.de. Geschenkverpackung verfügbar.
Nur noch 5 Stück auf Lager - jetzt bestellen.
Lieferung bis Samstag, 2. Juni: Wählen Sie an der Kasse Morning-Express. Siehe Details.
Gutschein erhalten
Tauschen Sie jetzt Talisman gegen einen Amazon-Gutschein in Höhe von EUR 0,25 ein - einlösbar für Tausende von Artikeln bei Amazon.de. Entdecken Sie mehr eintauschbare Bücher im Bücher Trade-In Shop. Bitte beachten Sie die Teilnahmebedingungen.

Jetzt für Amazon Student anmelden und um 20% erhöhten Eintauschwert sichern.

Wird oft zusammen gekauft

Talisman + Abenteuer der deutschen Grammatik + Überseezungen: Literarische Essays
Preis für alle drei: EUR 32,30

Verfügbarkeit und Versanddetails anzeigen

Die ausgewählten Artikel zusammen kaufen
  • Auf Lager.
    Verkauf und Versand durch Amazon.de.
    Kostenlose Lieferung bei einem Bestellwert ab EUR 20. Details

  • Abenteuer der deutschen Grammatik EUR 8,90

    Auf Lager.
    Verkauf und Versand durch Amazon.de.
    Kostenlose Lieferung bei einem Bestellwert ab EUR 20. Details

  • Überseezungen: Literarische Essays EUR 12,90

    Auf Lager.
    Verkauf und Versand durch Amazon.de.
    Kostenlose Lieferung bei einem Bestellwert ab EUR 20. Details


Kunden, die diesen Artikel gekauft haben, kauften auch


Produktinformation

  • Broschiert: 142 Seiten
  • Verlag: Konkursbuchverlag; Auflage: 7. Unveränd. (2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3887690966
  • ISBN-13: 978-3887690960
  • Größe und/oder Gewicht: 20,8 x 13,4 x 1,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 316.410 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

Y?ko Tawada
Entdecken Sie Bücher, lesen Sie über Autoren und mehr

Besuchen Sie die Seite von Y?ko Tawada auf Amazon

Produktbeschreibungen

Neue Zürcher Zeitung

Klangfrachten, Buchstabentore

Ein Lieblingsbuch: Yoko Tawadas Essays

Wenn wir eine Thunfischbüchse öffnen, auf der eine Japanerin abgebildet ist, wundern wir uns nicht, wenn der gelöste zackige Metalldeckel nur Thunfischstückchen freigibt und nicht etwa eine Puppenminiatur der Schönen von der Büchse. Der Vogel Phönix breitet seine Schwingen um eine Schachtel, in der ein Stück Seife liegt. Wir haben nichts anderes erwartet. Wir haben freudig die Kinderschule der Werbung absolviert, weil sie in ihren ersten Lektionen nur spielerisch Strukturen aufgreift, die in unserem Sprachgebrauch angelegt sind. Auch Wörter sind Verpackungen, die – zumindest im alltäglichen Umgang – nicht zu wörtlich genommen werden dürfen, soll eine praktische Kommunikation gelingen.

Metamorphosen

Nun wäre die These denkbar, dass Dichter eben jene unpraktischen Menschen seien, die Verpackungen ernst nehmen und ihre Schlüsse daraus ziehen. So wie Yoko Tawada: «Ich öffnete die Dose zu Hause und sah ein Stück Thunfisch darin. Die Japanerin schien sich während der langen Schiffsfahrt in ein Stück Fisch verwandelt zu haben.» Dieses Erlebnis der Metamorphose der Japanerin (das Schiff hat sie in seinen Spiegel-Laut Fisch übergesetzt) stellte sich an einem Sonntag ein, weil die Dichterin sich vorgenommen hatte, sonntags keine Schrift zu lesen (Schrift: ein Klang übrigens, der Schiff wie Fisch geladen hat).

Andererseits begann sie nun, einzelne Menschen als Buchstaben zu nehmen. Menschengruppen konnten «Wörter» bilden. Auch wenn sie mit dem «Inhalt» der Kultur direkt nichts zu tun hatten, wurden solche Konstellationen zur Motivation, «hin und wieder die äussere Verpackung zu öffnen, um eine weitere Verpackung darunter zu entdecken».

«Talisman», die lockere Sammlung von Essays, Skizzen, Beobachtungen und einem Märchen vom «Wörterbuchdorf», gehört sicher zu den anregendsten Neuerscheinungen dieses Frühjahrs. Für manche Leser – wenn sie etwa Peter Bichsel mögen – könnte es ein Lieblingsbuch werden.

Die 36jährige Yoko Tawada, ausgezeichnet mit mehreren japanischen wie deutschen Literaturpreisen, kam erstmals 1979 mit der Transsibirischen Eisenbahn nach Deutschland; seit 1982 lebt sie in Hamburg. Sie reist hin und her zwischen Asien und Europa und hat gelernt, in zwei Sprachen zu schreiben, also zu leben, also zu schreiben. Sie fährt gerne Zug, und wenn sie durch den Gotthard kommt, ist der Berg der Körper eines Mannes (mit Namen Gotthard), und seine Öffnungen sind Buchstaben: «Plötzlich stiess der Sonnenstrahl durch das Fensterglas hinein: ‹Airolo›. In diesem Namen steht zweimal der Buchstabe ‹O›, als wollte der Name die Form der Tunnelausgänge, die ich hinter mir gelassen hatte, nachbilden.»

Als Reisende kreuzt sie Sprachland, wo sie selbst im Vertrautesten unbekanntes Terrain entdeckt: «Ein deutscher Bleistift unterschied sich kaum von einem japanischen. Er hiess aber nicht mehr ‹Enpitsu›, sondern ‹Bleistift›. Das Wort ‹Bleistift› machte mir den Eindruck, als hätte ich jetzt mit einem neuen Gegenstand zu tun. (. . .) Bis dahin war mir nicht bewusst gewesen, dass die Beziehung zwischen mir und meinem Bleistift eine sprachliche war.» Deutsch ist nicht ihre «Muttersprache», aber ihre Schreibmaschine mit dem deutschen Tastenalphabet wird nun ihre «Sprachmutter», mit der sie ganz elementar noch einmal sprechen lernt, also die Welt erfasst: «Wenn man eine neue Sprachmutter hat, kann man eine zweite Kindheit erleben. In der Kindheit nimmt man die Sprache wörtlich wahr.» So buchstabiert sie sich durch den deutschen Sprachraum, durch die Schweiz – wo Andermatt ein «Ort des unbeschriebenen Papiers» ist, während in Göschenen das Geröll und die Steine sprechen – und auch durch das exotische Schwaben, wo ihr eine gespiegelte Sechs ein Rätsel aufgibt, nämlich das B-Rätsel oder die Brezel, wie sie dort ein Laugengebäck nennen.

Dabei entstehen einfache Sätze, die, zunächst staunend, über scheinbar Selbstverständliches sprechen. Und wir folgen dem harmlos wie einem vergnügten Kind, das auf dem Eis Kurven fährt, um uns dann beiläufig zu zeigen, dass die Spuren der Schlittschuhkufen das Wasserzeichen eines imaginären Textes sind.

Doch wo wir noch lächeln, brechen wir schon ein. «In Europa empfindet man Schuldgefühl bei Verwendung von Plastic, wahrscheinlich, weil der Kunststoff nicht von Gott geschaffen ist. In Asien ist Plastic kein Sündenfall.» Yoko Tawada zitiert zwei Sprüche von den Toilettentüren des germanistischen Seminars in Hamburg: «Gott ist tot» neben «Der deutsche Wald stirbt», und folgert dankbar: «Da wurde mir die historische Reihenfolge zum erstenmal bewusst: Zuerst kommt das Christentum, und dann folgt der Baumkult.»

«Sieben Rosen später»

Der japanische Blick ist offen für Erscheinungen des Animismus gerade in hochtechnisierten Kulturen. Wenn wir schon gerne «auf Holz klopfen», so sollen wir doch den «Computer, dessen Körper aus Plastic und Elektrizität besteht» und der eine Quelle von Unglück ist («wie eine Naturkatastrophe unvermeidlich und unvorstellbar»), auf eine Holzplatte stellen. Die Autorin über-setzt unseren Alltag so, als wollte sie ihn für sich selbst erst erklärlich machen – eine wunderbare Fiktion.

Das schönste Stück des Bandes ist vielleicht: «Das Tor des Übersetzers oder Celan liest Japanisch», wo sie – übrigens von einem japanischlesenden deutschen Muttersprachler erst aufmerksam gemacht – nachvollzieht, dass das japanische Radikal für «Tor» (ein Radikal ist ein grundlegendes Schriftzeichen, das mit anderen Zeichen verschiedenste Verbindungen eingehen kann) in den übersetzten Gedichten Paul Celans dominiert. Ihre Beobachtung kulminiert in der Analyse des Gedichts «Sieben Rosen später», wo das Radikal «Tor» auftritt in den Zeichen für «Schwelle», «Hören», «sich auftun», «Zwischenraum», «Leuchten», «Dunkel» und «Tor» selbst. «Das entspricht den sieben Rosen oder den sieben Stunden (. . .). Bei der Lektüre öffnet sich jede Rose wie ein Schriftzeichen, wie ein Tor oder wie ein Zwischenraum» und führt zu zentralen Themen und Strukturen der Poesie Celans. Solche Passagen könnten Leser und Reisende einladen, für die es «eine schöne Vorstellung» ist, «dass etwas durch die Übersetzung erwachen kann».

Angelika Overath

Kurzbeschreibung

"Das Interessante liegt im Zwischen", sagte Yoko Tawada in einem Interview. Zwischen den Worten, zwischen den Menschen, zwischen den Kulturen. Kleine detailgenaue Beobachtungen aus dem europäischem Alltag - mit "japanischem Blick". Es geht um Bleistifte, Bürogegenstände, um die Bedeutung von "drei mal auf Holz klopfen", um Ohrringe und Aufkleber als Talisman und Abwehrzauber, um eine Reise zu einer "typisch deutschen Puppe", um Telefonzellen, Seelen, das Übersetzen und vieles mehr... "Wie eine Ethnologin betritt sie ein fremdes Land" (FAZ) und sieht alles mit absichtlich naiven Augen, als hätte sie noch nie etwas von diesem Land und seinen Gebräuchen gehört.

Welche anderen Artikel kaufen Kunden, nachdem sie diesen Artikel angesehen haben?


Vorgeschlagene Tags zu ähnlichen Produkten

 (Was ist das?)
Setzen Sie den ersten relevanten Tag hinzu (ein Schlüsselwort, das mit diesem Produkt in engem Zusammenhang steht).
 

 

Eine digitale Version dieses Buchs im Kindle-Shop verkaufen

Wenn Sie ein Verleger oder Autor sind und die digitalen Rechte an einem Buch haben, können Sie die digitale Version des Buchs in unserem Kindle-Shop verkaufen. Weitere Informationen

Kundenrezensionen

4 Sterne
0
3 Sterne
0
2 Sterne
0
Die hilfreichsten Kundenrezensionen
8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Broschiert
Es waren meine Versuche japanisch zu lernen, die mich zu Yoko Tawada brachten. Die Autorin kam Ende der Siebziger, im Alter von 19 Jahren, zum ersten Mal nach Deutschland und schreibt seitdem nicht nur in ihrer Muttersprache, sondern auch auf deutsch.
Die achtzehn Geschichten, die in diesem Band zusammengestellt sind, drehen sich oft um Sprach- und Kulturunterschiede. Das Interessante dabei ist Yoko Tawadas erstaunliche Beobachtungsgabe und wie sie die Dinge in Worte fasst. Als Nicht-Muttersprachlerin hat sie ein interessantes Verhältnis zur deutschen Sprache, entlarvt so manche Redenswendung, spielt ihre deutsch-japanischen Wortspiele.
Ganz nebenbei bekommt man einen kleinen Einblick in die Welt des Japanischen und den Blick einer „Fremden" oder „Fremdsprachlerin" auf Deutschland und die deutsche Sprache, die so manches Rätsel aufgibt.
Besonders gefallen mir auch ihre Metaphern, die mir oft so vorkommen, als seien sie ganz spontan aus einer hingekritzelten Notiz oder einer zufälligen Beobachtung entstanden.

Wer sich wie ich für die japanische Sprache interessiert, wird „Das Wörterbuchdorf" mögen. Dieses kleine „Buch im Buch" ist auf sechzehn Seiten zweisprachig abgedruckt.

Mein Fazit: Nicht zu unrecht hat die Autorin den angesehensten japanischen Literaturpreis „Akutagawa-Sho" und den Chamisso-Preis erhalten - Empfehlenswert.

War diese Rezension für Sie hilfreich?
6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Broschiert
Vor 4 Jahren hörte ich Yoko Tawada zum ersten Mal bei einer Lesung. Sie stellte ihr Buch "Talisman" vor. Damals und heute noch bin ich von ihren feinen und treffsicheren Sprachspielen beeindruckt. Sie hat die Fähigkeit alltägliche Handlungen und uns vertraute Gegenstände so zu beschreiben,daß sie uns den Blick freigeben auf noch nie Gesehenes und Gefühltes. Jedes Buch ist eine Bereicherung!
War diese Rezension für Sie hilfreich?
3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Broschiert
Dies ist mehr ein Buch zum östlichen Geniessen als zum westlich (ach zu deutschen) Analysieren. Ich habe es mit grossem intellektuellen und sinnlichem Vergnügen gelesen. 5 Sterne sind nicht genug.
War diese Rezension für Sie hilfreich?

Kunden diskutieren

Das Forum zu diesem Produkt
Diskussion Antworten Jüngster Beitrag
Noch keine Diskussionen

Fragen stellen, Meinungen austauschen, Einblicke gewinnen
Neue Diskussion starten
Thema:
Erster Beitrag:
Eingabe des Log-ins
 

Kundendiskussionen durchsuchen
Alle Amazon-Diskussionen durchsuchen
   


Lieblingslisten


Ähnliche Artikel finden


Anhand des Sachgebietes nach ähnlichen Produkten suchen:


Ihr Kommentar


Datenschutzerklärung von Amazon.de Versandbedingungen von Amazon.de Umtausch- & Rücknahme bei Amazon.de