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Taliban [Englisch] [Taschenbuch]

Jonathan Randal
3.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)
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Ahmed Rashid
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Produktbeschreibungen

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This is the single best book available on the Taliban, the fundamentalist Islamic regime in Afghanistan responsible for harboring the terrorist Osama bin Laden. Ahmed Rashid is a Pakistani journalist who has spent most of his career reporting on the region--he has personally met and interviewed many of the Taliban's shadowy leaders. Taliban was written and published before the massacres of September 11, 2001, yet it is essential reading for anyone who hopes to understand the aftermath of that black day. It includes details on how and why the Taliban came to power, the government's oppression of ordinary citizens (especially women), the heroin trade, oil intrigue, and--in a vitally relevant chapter--bin Laden's sinister rise to power. These pages contain stories of mass slaughter, beheadings, and the Taliban's crushing war against freedom: under Mullah Omar, it has banned everything from kite flying to singing and dancing at weddings. Rashid is for the most part an objective reporter, though his rage sometimes (and understandably) comes to the surface: "The Taliban were right, their interpretation of Islam was right, and everything else was wrong and an expression of human weakness and a lack of piety," he notes with sarcasm. He has produced a compelling portrait of modern evil. --John Miller -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

From Library Journal

Afghanistan's position as a crossroads in Central Asia made it part of the 19th-century Great Game of imperialism and brings it to international strategic prominence once again. Rashid is a correspondent for the Far Eastern Economic Review who has covered Afghanistan's changing fortunes since the 1978 Soviet invasion. In his second book, he covers the origin and rise of the Taliban, its concepts of Islam on questions of gender roles and drugs, and the importance of the country to the development of energy resources in the region. His account of the Taliban's origins among the Pashtun refugees in Pakistani camps and their minimal education in Koranic schools from poorly educated teachers explains their lack of knowledge of the history and culture of their own country and of what it means to govern. The failed state that is now Afghanistan threatens to destabilize its neighbors by exporting both drugs and extremist views. Unlike Peter Marsden's Taliban: War Religion and the New Order in Afghanistan (Oxford Univ., 1998), this new work emphasizes the international implications of the Taliban and its government. A lucid and thoroughly researched account, it is recommended for academic and most public libraries.
-Marcia L. Sprules, Council on Foreign Relations Lib., New York
Copyright 2000 Reed Business Information, Inc. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.


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Das Standardwerk 24. Februar 2011
Von Mario Pf. HALL OF FAME REZENSENT TOP 50 REZENSENT
Format:Taschenbuch
Mit "Taliban: Islam, Oil and the New Great Game in Central Asia" hat Ahmed schon im Jahr 2000 ein Buch vorgelegt, das sich heute zu Recht als Standardwerk bezeichnen lässt. US-Soldaten die nach Afghanistan ziehen lesen es, an rund 200 US-Universitäten wird es sogar als Lehrbuch verwendet und Ahmed Rashid gilt mittlerweile als weltweit anerkannter Taliban-Experte, der Raubdrucken seines in der arabischen Welt weitgehend verbotenen Werks sogar schon in Saudi-Arabien begegnet ist. Die aktualisierte Neuauflage des Jahres 2010 unterscheidet sich allerdings nur insofern von ihren Vorgängern dass das nach 9/11 eingefügte Kapitel um "The Taliban Resurgent 2000-2009" auf den aktuellen Stand gebracht wurde, wie auch manche Abschnitte des Anhangs. In Grundzügen entspricht "Militant Islam, Oil and Fundamentalism in Central Asia " also immer noch der ursprünglichen Ausgabe von 2000 (Taliban: The Story of Afghan's War Lords) und Rashid bekennt so gut wie keine der damaligen Ausführungen angepasst zu haben. Somit ist das Buch mit Ausnahme des aktualisierten Post-9/11-Kapitels nach wie vor ein Porträt des Aufstiegs der Taliban, den Rashid als Journalist vom Beginn an genau beobachtet hat.

Was Rashid beschreibt ist zunächst einmal der Aufstieg der Taliban als Hoffnungsträger in einem von Bürgerkriegen und Clanfehden ruinierten Land. Doch sind diese Taliban kein ideologisch monolithischer Block, sondern verfolgen oft auch widerstrebende und unklare Ziele. Für die Mehrheit der Taliban stellt Rashid jedoch fest, dass sie auch aus einem Patschtunen-Nationalismus heraus handeln, nachdem in Kabul vor allem während der Zeit des Kalten Krieges oft nationale Minderheiten den Ton angaben und während des Bürgerkrieges von unterschiedlichen Nachbarstaaten Unterstützung erhielten. Als die Taliban schließlich ihre Blutjustiz durchzusetzen begannen nahm es die von den zahllosen Bürgerkriegen erschöpfte und durch die Warlords ausgepresste Bevölkerung einfach hin, ebenso wie die völlige Entrechtung der Frauen, die Schließung aller Mädchenschulen und die Verbannung alles Weiblichen aus der Öffentlichkeit. In der Hoffnung auf lang ersehnte Ruhe, ein Ende der willkürlichen Gewalt und Kriminalität. Das Heer der Taliban selbst setzte sich vor allem aus Kriegswaisen zusammen, die in den Flüchtlingslagern Pakistans rekrutiert und in den dortigen Madrassen indoktriniert wurden. Dass sie den Kurs der Taliban beinahe bedingungslos und mit aller Härte umzusetzen bereit waren, deutet Rashid auch als ein Zeichen für ihre völlig Entwurzelung und die durch die Taliban angebotene Gemeinschaft, in die sich fügen konnten. Eine Wurzel für die Verachtung der Taliban gegenüber Frauen verortet Rashid bei den damaligen jungen Rekruten vor allem in der Tatsache dass die Halb- und Vollwaisen oft ohne weibliche Verwandte aufwuchsen und daher schon von sich aus ein gewisses Befremden gegenüber Frauen miteinbrachten.

Schon 1994 als die Taliban sich in Kandahar zu formieren begannen nutzte Rashid die Gelegenheit Interviews mit einigen der damaligen Führungskader zu führen, etwa Mullah Mohammed Hassan Rhmani, der Nummer zwei hinter Mullah Omar. Wie Omar gehörte auch Rhmani noch zur ersten Generation von Mudschaheddin, die noch gegen die Sowjets zu kämpfen hatten, während die von ihnen rekrutierten beinahe ausnahmslos Kinder dieses Krieges waren. Die Pakistanische Unterstützung der Taliban bei der Eroberung des Landes von den Warlords war jedoch alles andere als uneigennützig oder eine Geste der islamischen Solidarität, sondern geschah aus politischem Interesse, nämlich der Sicherung von Handelsrouten, womit sich die Taliban auch bei den einstigen Nomaden, der nach Rashid heutigen LKW-Mafia, Sympathien verschaffen konnten. Musste man bis dahin auf dem Weg durch das östliche Afghanistan dutzende Wachposten der Warlords auf den Fernhandelsstraßen bestechen, so wurden diese Aufwände nun erheblich verringert.

Nach dem Rashid den Aufstieg der Taliban nachgezeichnet hat, widmet er sich im zweiten großen Kapitel seines Buchs vor allem der Organisation der Taliban, wobei er zunächst den islamischen Fundamentalismus der Taliban genau unter die Lupe nimmt und dessen Herkunft untersucht. Doch auch die politische und militärische Organisation (zumindest bis ins Jahr 2000) sind Gegenstand Rashids Analysen. So sei der Fanatismus der Taliban nicht einmal so ungewöhnlich, da alle Afghanen sehr religiös seien und die Religion im multiethnischen Afghanistan einen Integrationsfaktor darstellt, auch wenn die Taliban ein patschtunisches Übergewicht aufzuweisen haben, der sich vor allem in ihrer Führungsriege ausgeprägt hat. Denn in der Obersten Schura, mit Sitz in Kandahar befanden sich vor allem Freunde und Vertraute Mullah Omars und diese "Kandaharis" sollten schließlich auch mit der Macht über Provinzen und diverse Posten betraut werden. Regionale Eliten wurden dabei sehr gerne vor den Kopf gestoßen, denn der revolutionäre Machtanspruch der Taliban und Mullah Omars Praxis der Postenvergabe sah keinen Platz für diese vor. Die Kabul-Schura welche auch die offizielle Regierung stellen sollte wurde zudem möglichst machtlos gehalten, um den Führungsanspruch Omars nicht zu untergraben. So wurden Minister aufgrund ihres Generalsrangs in der Bewegung oft wieder zurück an die Front geschickt, um zu vermeiden dass sie ihr Amt zum Aufbau eines eigenen Machtbereichs nutzen würden. Wichtige und für das Land notwendige Entscheidungen wurden so immer wieder vertagt. De facto ohne Regierung war das Land nun gänzlich ruiniert, da auch das Schulsystem zum Zusammenbruch gebracht wurde als tausende Lehrerinnen entließ. Finanziell konnte sich das Regime nur dadurch erhalten, dass selbst entgegen Verbots von Anbau und Konsum von Drogen im Koran, eine Drogenwirtschaft forciert wurde, die den Bauern durchaus ein kleines Vermögen verschaffen konnte.

Rashids drittes großes Kapitel beschäftigt sich schließlich explizit mit dem neuen Großen Spiel in der Region und den jeweiligen Machtinteressen der Anrainerstaaten und Großmächte. "Diktatoren und Ölbarone: Die Taliban und Zentralasien, Russland, die Türkei und Israel" beschäftigt sich vor allem intensiv mit der Pipelinepolitik in der Region, die selbst an Öl und Gasvorkommen arme Staaten aufgrund möglicher Transitrouten eine bedeutende Rolle einräumt. Neben den zentralasiatischen Republiken werden dadurch auch der Iran, die Türkei, USA und Russland auf den Plan gerufen. Aber Rashid belässt es nicht bei diesen energiepolitischen Interessen, er geht noch einmal in den Bürgerkrieg zurück, um etwa die Unterstützung des Irans für die afghanischen Schiiten und die damit im Stellvertreterkrieg ausgetragenen Konflikte mit Saudi-Arabien zu durchleuchten. Rashids Ausführungen zum Great Game enden mit einem Fazit zur Zukunft Afghanistans, aus dem Jahre 2000.

Den Abschluss der Neuauflage bildet schließlich das Kapitel "The Taliban Resurgent 2000-2009" in welchem Rashid die problematische Ist-Situation und düstere Zukunft Afghanistans schildert. Durch den Bürgerkrieg sind viele Stammeshäupter tot, die Eliten geflüchtet oder vertrieben, eine neue kompromissbereite Führungsriege ist nicht nachgewachsen. Bleibt alles beim alten prophezeit Rashid eine islamische Erhebung in Pakistan, den wirtschaftlichen Kollaps der zentralasiatischen Republiken und ein Erstarken der dortigen islamischen Gruppierungen. Die Frage wie ein Jahrzehnte aus dem westlichen Bewusstsein völlig verdrängtes Land eine ganze Region und die Weltpolitik destabilisieren kann wird durch Rashids Ausführungen zu Afghanistan nach 9/11 jedenfalls auf eindringlichste Weise beantwortet.

- Resümee -
Rashids Standardwerk mag teilweise zwar veraltet sein, was ein wenig befremdlich wirkt, aber in der Grundsubstanz ist es aktueller denn je. Gerade seine Zukunftsperspektiven sind etwas dem man nur höchste Glaubwürdigkeit zusprechen kann. Stilistisch ist Rashids Werk durchaus gelungen, eine Vielzahl an für den westlichen Leser zweifelsfrei völlig neuen Fakten wird verständlich vermittelt.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Gebundene Ausgabe
This book is the the most thoroughly researched book on the Taliban that has crossed my path. I may differ with Rashid in some points of his analysis, but his credentials and eyewitness experience are unassailable. This book will hopefully lay to rest speculative and poorly written analyses like Peter Marsden's book of the same name. To simply read this book as an indictment of the Taliban is to make a grave mistake, as it is its attention to the occasional strengths and good intentions of the Taliban which really set it apart from the usual Western propaganda anthologies. It is the even-handedness and personal knowledge of the author which makes this book outstanding.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Ahmed Rashid writes a seemingly objective analysis of this fascinating movement. Throughout history when looking at the start of a movement it is never a simple result of one man leading a people. Movements and people are thrust to the fore by circumstance. Rashid does an excellent job of explaining these circumstances and the results of Pakistan's and America's approaches to Afghanistan. I wasn't aware of the extent of oil influence in Afghanistan.

I was working in Peshawar, Pakistan in 1991-2 and remember the hope of my Afghan pupils when the Communists were finally defeated in Kabul. A six year old pupil gave me a note one morning with "Afghanistan is free" in Pushtu. A short while later these hopes were dashed as the civil war continued and people in the camps near me were resigned to calling Pakistan home. We started to see new refugees in Peshawar, affluent Kabulis with their left-hand drive cars.

Sadly a beautiful people of a beautiful country have been permanently damaged by the continual selfish interests of various groups. Compromise for the sake of the country and the future has never been considered.

Afghanistan: Sterai mashai

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