Aus der Amazon.de-Redaktion
Die dem international-djihadistischen Netzwerk Al-Quaida angelastete Terrorwelle gegen Amerika im September 2001 und der anschließende, vom Weltsicherheitsrat einmütig gutgeheißene Feldzug der Nato gegen die Taliban hat das ärmste Land der Welt schlagartig ins Zentrum der weltöffentlichen Aufmerksamkeit gerückt. Und staunend entnehmen wir der exzellenten Studie des pakistanischen Journalisten Ahmed Rashid, was alles schon längst bekannt war über das Taliban-Regime. Und beschämt erfahren wir auch, wie westliche Konzerne und Regierungen unser aller vermeintlichem Interesse folgend (hier geht es vor allem um Öl- und Gasvorkommen in ehemaligen Sowjetrepubliken und den Verlauf von Pipelines) die Taliban erst in die Lage versetzt haben, aus der heraus sie nun der ganzen Welt die Stirn bieten zu können glauben.
Für jeden, der sich in Zukunft in irgendeiner Form an der Diskussion beteiligen will, wie mit Afghanistan und den Taliban zu verfahren sei, ist dieses Buch unverzichtbare Pflichtlektüre! --Andreas Vierecke -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
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Buchnotiz zu : Frankfurter Allgemeine Zeitung, 16.11.2001
Richtig interessant findet der Rezensent Wolfgang Günter Lerch diese Arbeit des pakistanischen Journalisten Ahmed Rashid über die Taliban, die er "eine Pioniertat" nennt - informativ und dazu auch noch "spannend zu lesen". Außer ein paar Flüchtigkeitsfehlern bei der Transskription der islamischen Namen hat er an dem Buch inhaltlich nichts auszusetzen. Lerch berichtet, dass man bei der Lektüre eine Menge lernen kann, etwa darüber, dass die Taliban zwar auch ein Ergebnis der internationalen Interessenlage in Afghanistan, in erster Linie ein Produkt des heimischen Bürgerkriegs sind: "Der Autor räumt auf mit der Legende, die Vereinigten Staaten hätten die Taliban durchgängig gemästet, um sie jetzt fallen zu lassen." Nach Informationen des Rezensenten überarbeitet der Autor gerade das letzte Kapitel, und das wird nach Lerchs Einschätzung wahrscheinlich wenig optimistisch ausfallen, denn bei Rashid überwiegt Skepsis angesichts der zu bewältigenden Aufgaben.
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Buchnotiz zu : Frankfurter Rundschau, 19.11.2001
Das Buch des exzellenten Afghanistan-Kenners Ahmed Rashid - jahrzehntelang berichtete er für die "Far Eastern Economic Review" und den "Daily Telegraf" über das zerrüttete Land - sollte zur intensiven Pflichtlektüre für alle Politiker werden, die an der Entscheidung, Soldaten nach Afghanistan zu schicken, beteiligt sind, ist Karl Grobe überzeugt. Denn Rashid gibt dem Leser äußerst wichtige Informationen mit auf den Weg: über den Aufstieg der Tailban, über ihre Ausbildungsstätten, ihre Verbindung zu Al Qaeda, die Verwicklung der Sowjetunion, Pakistans und der USA und über wirtschaftliche und politische Interessen in der Region. Bei Rashid erfährt man mehr als irgendwo sonst, so der Rezensent, und man erfährt es sympathisch bescheiden - ganz im Gegensatz zu manch "marktschreierischen oder auch nur selbst ernannten Islam-Experten". Das Buch sei beklemmend aktuell und zeige in aller Deutlichkeit, dass der aktuelle Afghanistan-Krieg dem Elend und der Not des Volkes keinesfalls ein Ende bereiten wird.
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-- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
Pressestimmen
"Wer die Ereignisse in Afghanistan, wer das große Spiel um Macht, Stammesehre und Öl verstehen will, wer eine Erklärung sucht für die Motive der Taliban, der kommt um Ahmed Rashid und die tiefen Einblicke seines Berichtes nicht herum." (Süddeutsche Zeitung) -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
Die Zeit, 11.10.2001
Kurzbeschreibung
Auch nach dem Sturz der Taliban ist Afghanistan ein politisches Lehrstück. Ahmeds Rashids brillante Analyse ist "Pflichtlektüre" (Frankfurter Rundschau) und bleibt höchst aktuell, weil die USA ihr selbst gestecktes Ziel verfehlt haben, Osama bin Laden und Mullah Omar, den Führer der Taliban, zu fassen. Abseits der großen Städte ist die Wirklichkeit kaum anders als zu Zeiten der Taliban und der islamische Fundamentalismus ist keineswegs besiegt. In den Provinzen zeigen sich erste Zersetzungserscheinungen ...
"Eine Pioniertat ... Aus Rashids Buch kann man vieles lernen." Frankfurter Allgemeine Zeitung
Der Verlag über das Buch
Aus diesem Grund veröffentlicht der Droemer Verlag Ende Oktober das von der Presse hochgelobte Werk "Taliban. Afghanistans Gotteskrieger und der Dschihad" mit einem Geleitwort von Heiko Flottau (Nahostkorrespondent der Süddeutschen Zeitung).
Der Autor des Buches, Ahmed Rashid, ist Journalist und lebt in Lahore, der zweitgrößten Stadt Pakistans. Seit Jahren berichtet er als Korrespondent für die renommierte britische Tageszeitung Daily Telegraph aus Zentralasien und Afghanistan. Für seine kritische, mutige Berichterstattung, mit der er bei der Regierung seines Heimatlandes immer wieder Anstoß erregte, erhielt er im Frühjahr 2001 den Nisar Osamani Award der pakistanischen Menschenrechtsgesellschaft. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.