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Taliban. Afghanistans Gotteskrieger und der Dschihad
 
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Taliban. Afghanistans Gotteskrieger und der Dschihad [Broschiert]

Ahmed Rashid
4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (10 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Broschiert: 432 Seiten
  • Verlag: Droemer Knaur; Auflage: 5. Aufl. (2001)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3426272601
  • ISBN-13: 978-3426272602
  • Größe und/oder Gewicht: 21,2 x 14,2 x 3,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (10 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 133.714 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Als Ahmed Rashid im Jahr 2000 die englischsprachige Ausgabe seines Taliban-Buches vorlegte, da nahm die Weltöffentlichkeit die Gefahr, die von den das Land am Hindukusch großteils beherrschenden Taliban bereits damals ausging, noch nicht wirklich ernst. Afghanistan, das war ein hoffnungsloser Fall. Ein Land, das man bedauern, dem man aber kaum helfen kann. Und so schenkte man auch dem unsagbaren Unrecht nur wenig Aufmerksamkeit, das die Taliban zur Ehre Gottes tagtäglich an der eigenen Bevölkerung verüben -- Mädchen dürfen nicht mehr zur Schule gehen, Frauen das Haus nur in Ausnahmefällen verlassen. Fernsehen ist ebenso verboten wie die meisten Sport- und Vergnügungsveranstaltungen. Und an Stelle eines Rechtssystems haben die ehemaligen Koranschüler eine in der islamischen Welt einzigartige Abart der Scharia errichtet, deren Herrschaft man mit öffentlichen Hinrichtungen demonstriert. Der Zwilling der Menschen- ist die Kulturverachtung. Eindrucksvoll dargelegt im Februar 2001 mit der Sprengung der 1.800 Jahre alten Buddha-Statuen, die bis dahin weithin sichtbar das Tal von Bamian beherrscht hatten.

Die dem international-djihadistischen Netzwerk Al-Quaida angelastete Terrorwelle gegen Amerika im September 2001 und der anschließende, vom Weltsicherheitsrat einmütig gutgeheißene Feldzug der Nato gegen die Taliban hat das ärmste Land der Welt schlagartig ins Zentrum der weltöffentlichen Aufmerksamkeit gerückt. Und staunend entnehmen wir der exzellenten Studie des pakistanischen Journalisten Ahmed Rashid, was alles schon längst bekannt war über das Taliban-Regime. Und beschämt erfahren wir auch, wie westliche Konzerne und Regierungen unser aller vermeintlichem Interesse folgend (hier geht es vor allem um Öl- und Gasvorkommen in ehemaligen Sowjetrepubliken und den Verlauf von Pipelines) die Taliban erst in die Lage versetzt haben, aus der heraus sie nun der ganzen Welt die Stirn bieten zu können glauben.

Für jeden, der sich in Zukunft in irgendeiner Form an der Diskussion beteiligen will, wie mit Afghanistan und den Taliban zu verfahren sei, ist dieses Buch unverzichtbare Pflichtlektüre! --Andreas Vierecke

Perlentaucher.de

Buchnotiz zu : Frankfurter Allgemeine Zeitung, 16.11.2001
Richtig interessant findet der Rezensent Wolfgang Günter Lerch diese Arbeit des pakistanischen Journalisten Ahmed Rashid über die Taliban, die er "eine Pioniertat" nennt - informativ und dazu auch noch "spannend zu lesen". Außer ein paar Flüchtigkeitsfehlern bei der Transskription der islamischen Namen hat er an dem Buch inhaltlich nichts auszusetzen. Lerch berichtet, dass man bei der Lektüre eine Menge lernen kann, etwa darüber, dass die Taliban zwar auch ein Ergebnis der internationalen Interessenlage in Afghanistan, in erster Linie ein Produkt des heimischen Bürgerkriegs sind: "Der Autor räumt auf mit der Legende, die Vereinigten Staaten hätten die Taliban durchgängig gemästet, um sie jetzt fallen zu lassen." Nach Informationen des Rezensenten überarbeitet der Autor gerade das letzte Kapitel, und das wird nach Lerchs Einschätzung wahrscheinlich wenig optimistisch ausfallen, denn bei Rashid überwiegt Skepsis angesichts der zu bewältigenden Aufgaben.

© Perlentaucher Medien GmbH

Buchnotiz zu : Frankfurter Rundschau, 19.11.2001
Das Buch des exzellenten Afghanistan-Kenners Ahmed Rashid - jahrzehntelang berichtete er für die "Far Eastern Economic Review" und den "Daily Telegraf" über das zerrüttete Land - sollte zur intensiven Pflichtlektüre für alle Politiker werden, die an der Entscheidung, Soldaten nach Afghanistan zu schicken, beteiligt sind, ist Karl Grobe überzeugt. Denn Rashid gibt dem Leser äußerst wichtige Informationen mit auf den Weg: über den Aufstieg der Tailban, über ihre Ausbildungsstätten, ihre Verbindung zu Al Qaeda, die Verwicklung der Sowjetunion, Pakistans und der USA und über wirtschaftliche und politische Interessen in der Region. Bei Rashid erfährt man mehr als irgendwo sonst, so der Rezensent, und man erfährt es sympathisch bescheiden - ganz im Gegensatz zu manch "marktschreierischen oder auch nur selbst ernannten Islam-Experten". Das Buch sei beklemmend aktuell und zeige in aller Deutlichkeit, dass der aktuelle Afghanistan-Krieg dem Elend und der Not des Volkes keinesfalls ein Ende bereiten wird.

© Perlentaucher Medien GmbH


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22 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Hervorragende Darstellung der Taliban, 28. Oktober 2001
Von 
Bernhard Nowak "bnowak8673" - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Taliban. Afghanistans Gotteskrieger und der Dschihad (Broschiert)
Wer möchte angesichts der Ereignisse nach dem 11. September 2001 nicht mehr über die Taliban, aber auch die Interessenlage der Weltmächte in der Region um Afghanistan erfahren? Schon der Vorabdruck im "Spiegel" machte mich neugierig und ich muß sagen: Wer über die neueste Geschichte Afghanistans und über die Taliban mehr wissen möchte, der ist mit diesem Band sehr gut bedient. Der Leser wird über die Ursprünge der Taliban, die Personen an der Spitze, deren Ideologie und Fundamentalismus genauso informiert wie über das Interesse der Weltmächte, die aufgrund der Öl- und Gasreserven an der Region Persischer Golf, Kaspisches Meer und Kaukasus interessiert sind (vgl. Kapitel 11). Wer dazu noch die Publikation der Stiftung Wissenschaftu nd Politik: "Persischer GOlf, Kaspisches Meer und Kaukasus" (S 1) vom Februar 2000 dazu nimmt, ist über diese Region "strategischen europäischen Interesses" sehr gut informiert. Gut ist auch, dass dieses informative Werk Kartenanhänge, Beispiele von Taliban-Verordnungen für Frauen, einen Anhang zur Struktur der Taliban mit den Namen der Führungspersönlichkeiten, eine Chronologie der Taliban und - besonders interessant - einen Anhang über: "Das neue große Spiel" (der Begriff wurde durch den Autor geprägt) enthält. Hier werden die vorgeschlagenen Gas-Pipelines samt den ausführenden Firmen, Einzelheiten der geplanten Routen einschließlich des Verlaufes der geplanten Projekte dargestellt. Eine Chronologie der Ereignisse sowie ein Glosar afghanischer Begriffe sowie ein solider Anmerkungsapparat schließen dieses ausgezeichnete Grundlagenwerk ab. In dem Vorwort zur deutschen Ausgabe gehen der Autor und der Herausgeber Heiko Flottau auf die Auswirkungen des 11. September 2001 ein.
Fazit: Ein "Muß" für jeden, der die Ereignisse um Afghanistan verstehen möchte. Als Ergänzung können sicherlich die lieferbaren Biographien Osama Bin Ladens herangezogen werden; an diesem Buch dürfte aber - auch in absehbarer Zeit - niemand vorbeikommen. Es dürfte auf lange Zeit "das" Standardwerk zu den Taliban werden.
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11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Unbedingt lesen !, 5. November 2001
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Taliban. Afghanistans Gotteskrieger und der Dschihad (Broschiert)
Der pakistanische Journalist Ahmed Rashid kennt die Verhältnisse in Afghanistan,Pakistan und die Taliban durch seine zahllosen Reisen und persönlichen Kontakte wie kein Westler.Daher sollte vor allem Politikern, die glauben, über Sinn und Unsinn des Kampfes gegen diese Fanatiker urteilen zu können, dieses Buch Pflichtlektüre sein.
Zu den Fakten:
Beschrieben wird eine kriminelle Organisation, die unter dem Deckmantel der Religion mit unglaublichsten Bluttaten das afghanische Volk drangsaliert, Frauen versklavt, Terroristen ausbildet und sich durch Rauschgiftverkauf finanziert. Es stellt sich hier nicht mehr die Frage, ob sondern wie ein derartiges Gebilde, das sich erklärtermaßen außerhalb jeder Zivilisation und jedes gegenseitigen Umgangs zwischen Zivilisationen befindet, angemessen bekämpft werden muß.
Der Leser ist informiert -im Gegensatz zu den meisten Politikern- und kann nicht mehr an dieser Konsequenz zweifeln.
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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Ein fesselndes Werk, 30. Oktober 2001
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Taliban. Afghanistans Gotteskrieger und der Dschihad (Broschiert)
Auch wenn man kein Interesse an Afghanistan, dem Islam oder den Taliban hat, ist dieses Buch einfach empfehlenswert. Es ist leicht zu lesen und entfacht das Interesse. Man ist erstaunt, wieviele verschiedene Gruppen es in Afghanistan gibt und warum sie sich zum Teil bekämpfen. Unter anderem erfährt man Hintergründe, warum der Iran, Rußland oder Amerika an Afghanistan interessiert sind. Gerade jetzt, wo die Medien viel über Afghanistan und die Taliban berichten, liefert das Buch weitere Erklärungen, um den Konflikt besser zu verstehen.
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