Das 25 jährige Jubiläumsalbum ist ein guter Spiegel dessen, was Schenker groß gemacht hat, gibt aber zugleich auch eine Antwort darauf, warum er es nie wirklich schaffte, ein ganz großer zu werden - schade eigentlich, das Talent dazu hatte er allemal, denn sein Gitarrenspiel ist oder war so individuell und grandios. Meiner Meinung nach ist er an seinem persönlichen Ego gescheitert, er selbst stand immer im Mittelpunkt, aber vielleicht etwas zu viel und in etwas zu narzisstischer Weise. Schenker hätte sich mit seinem grandiosen Gitarrenspiel in den Dienst einer Band stellen sollen, die Format gehabt und gute Songs produziert hätte und Schenker richtig in Szene gesetzt hätte (Gastspiel "Lovedrive" Scorpions) Mit UFO hatte er einige Erfolge, die Band war auch gut, aber nicht überdurchschnittlich, Lights out und Walk on Water waren die besten Alben, bei letztgenanntem Album sind seine Gitarrensoli wirklich einmalig. MSG hatte meines Erachtens mit Assault Attack ein Highlight, Graham Bonnet war das Sahnehäubchen, ein begnadeter Sänger, tolle Songs mit Format. Und das genau fehlt diesem Jubiläumsalbum, einzig gefällt mit der Song mit Bonnet, deshalb der eine Stern, den Rest empfinde ich als unterdurchschnittlich, nichts Neues, keine Inspiration, Schenkers Gitarrenspiel hat gar nichts, aber auch wirklich gar nichts von der einstigen Virtiosität, uninspirierte Füllgittarensoli wie von einem, der wirklich ausgebrannt ist - ein Jammer! Ich denke nicht, hoffe es vielleicht, dass er sich noch einmal aufrafft und sein Talent unter eine andere Sonne, sprich Band, stellt.