Wie bereits erwähnt ist das (im Original 1990 erschienene) "Tales from the Twilight World" Album wohl das wichtigste Album in Blind Guardians Karriere, auch wenn es sicher nicht das beste ist. Nach den beiden vorhergegangenen, auch sehr guten Alben bewegen sie sich hier zum ersten Mal in die Richtung, die sie später so perfektionieren werden.
1.)Traveler in Time
Beginnt langsam aber kraftvoll und steigert sich dann schnell in ein absolut geniales Stück mit Mitsing-Refrain.
2.)Welcome to Dying
Mit das genialste Stück der Platte. Die Strophen kommen in Höchstgeschwindigkeit daher und werden immer wieder von tollen Gitarrenmelodien untermalt. Kurz vor dem Refrain wird dann für einige kurze Sekunden das Tempo etwas rausgenommen, nur um dann in epischer Bandbreite weiter zu machen. Einfach nur genial und live der absolute Hit!
3.)Weird Dreams
Ein kurzes, ziemlich abgedrehtes Zwischenspiel. Nicht notwendig, nicht unbedingt besonders, aber dennoch gut und irgendwie passt es auch zu dem Album.
4.)The Lord of the Rings
Eine wunderschöne akkustik Ballade, die stellenweise von verzerrten Gitarren durchzogen ist. Allerdings merkt man hier, vor allem an Hansis Stimme, dass es sich hier um ein eher früheres Album handelt. Sicherlich ein sehr gutes Stück, aber bei Weitem nicht so gut wie die kommenden Meisterwerke "The Bards Song" und "A past and future Secret".
5.)Goodbye my Friend
Wieder eine schnelle, kraftvolle Nummer. Im Vergleich zu "Welcome to Dying" und "Traveler in Time" etwas unspektakulär, aber dennoch solide.
6.) Lost in the twilight Hall
Was für ein Stück! Sowohl Hansi Kürsch als auch Kai Hansen (Gastmusiker) singen in absoluter Topform auf einen einfach nur fetten Refrain hin, der sich sicherlich für lange Zeit in der Hirnwindungen festsetzt.
7.)Tommyknockers
Ein weiteres absolutes Highlight der CD. Die Gitarrenparts sind einfach nur genial, das Thema des Songs passend ausgewählt. Der Refrain ist stampfed und bestens zum Mitgröhlen geeignet. Und wenn Hansi "The music is in my head" singt ist es um jeden Hörer geschehen.
8.)Altair 4
Ebenso wie Weird Dreams ein vergleichsweise kurzes Stück, allerdings um Längen besser als als eben genanntes. Irgendwie hat es etwas mysteriöses und mythisches, trotz der teilweise doch recht harten Gitarren.
9.)The last Candle
Zum (regulären) Abschluss nach einmal ein absolutes Highlight. Schöner Fantasy Text, herrausragend gesungen, viele schöne Gitarrenleads (Auch von Kai Hansen). Das ganze endet dann (wieder einmal) in einem hymnischen Refrain, der spätestens nach dem zweiten Durchlauf im Kopf ist. Das Ende wiederum versprüht eine leicht unheimliche Atmosphäre.
Alles in allem ein sehr geniales Album, wenn es auch nicht an "Somewhere far beyond" und vor allem "Imaginations from the other Side" herankommt.