Takva - Gottesfurcht 2007

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Muharrem (Erkan Can) lebt in Demut und Gottesfurcht. Der strenggläubige Moslem richtet sein Leben nach den Regeln eines erzkonservativen Ordens in Istanbul aus.

Laufzeit:
1 Stunde 36 Minuten

Takva - Gottesfurcht

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Details zu diesem Titel

Genre Drama
Regisseur Özer Kiziltan
Studio epiX Media AG
Altersfreigabe Freigegeben ab 12 Jahren

Kundenrezensionen

3.4 von 5 Sternen
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen

5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Martin Ostermann TOP 500 REZENSENT on 12. Juli 2010
Format: DVD Verifizierter Kauf
Der streng gläubige Moslem Muharrem ist ein einfacher Mensch mit festen Prinzipien. Der unscheinbare Mann um die 50, ein stiller Einzelgänger, lebt in einem alten Viertel Istambuls im Haus seiner verstorbenen Eltern, in dem er auch geboren wurde. Er arbeitet seit Jahren als Angestellter im Büro eines Geschäftes, das Säcke verkauft. Der Junggeselle hält sich streng an die Gebote: Er betet viel, übt sich in sexueller Enthaltsamkeit und nimmt schon seit seiner Jugend regelmäßig am Leben einer Sufi-Gemeinschaft in einem benachbarten Kloster teil. Der Sufismus ist die mystische Variante des Islam und die Darstellung der gemeinsamen Gebete, des rhythmischen Ausrufens der 99 Namen Allahs, gehört zu den beeindruckendsten Szenen dieses türkischen, für den fremdsprachigen Oscar nominierten und vielfach preisgekrönten Films.
Die im ersten Drittel am Leben Muharrems dargestellte "Gottesfurcht" gerät ausgerechnet durch die religiösen Führer der Sufi-Gemeinschaft selbst aus den Fugen. Sie beauftragen den gutherzigen, aber intellektuell etwas schlichten Muharrem mit dem Eintreiben der Mieteinnahmen des Klosters und tragen Stück für Stück zur Wandlung von Muharrem bei.
Am Schicksal dieses Menschen Anteil zu nehmen, heißt jedoch nicht, sich von der Religion abzuwenden. Ganz im Gegenteil versucht der Film an einer individuellen Biographie die Frage aufzuwerfen, inwieweit (unveränderte) jahrhundertealte Glaubensgrundsätze und Moderne noch zu vereinbaren sind. Es scheint keine Synthese möglich, nur getrennte Sonderwelten haben Bestand.
In den Extras sind Interviews von der Berlinale zu sehen bzw.
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9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Media-Mania on 23. September 2008
Format: DVD
Der erste türkische Beitrag zum US-amerikanischen Oscar-Wettbewerb, mit vielen nationalen und internationalen Preisen überhäuft: "Takva - Gottesfurcht" ist anspruchsvolle, hochkarätige Kost. Die Low-Budget-Produktion, die in der Türkei zum Überraschungserfolg avancierte, kreist unentwegt um ein großes Dilemma der modernen islamischen Zivilisation: Ist traditioneller Glaube mit westlich-kapitalistischen Lebenszielen zu vereinbaren? Explizit wird diese Frage freilich nie gestellt geschweige denn beantwortet, aber unterschwellig ist die Thematik auf eine subtile Weise allgegenwärtig. Getragen wird der gesprächslastige Film von den stark aufspielenden Darstellern - allen voran Erkan Can als Muharrem -, der präzisen Inszenierung von Özer Kiziltan und Gökçe Akçeliks atmosphärischem Score. "Takva - Gottesfurcht" rührt vielleicht nicht zu Tränen, bewegt aber auf andere Weise umso mehr: Man kommt nicht umhin, über das Gesehene nachzudenken und seine eigenen Schlüsse zu ziehen, weil der Film niemals Partei ergreift oder Stimmung gegen oder für etwas macht. Auch den Wink mit dem Zaunpfahl wird man vergeblich suchen, denn Richtig und Falsch gibt es in einer solchen Grauzone nur in Ansätzen, höchstens versteckt im Nebel der widersprüchlichen Gedankengänge Muharrems. Sicher, für Zuschauer, die des Türkischen nicht mächtig sind, wird das Sehen mit Untertiteln zu einem anstrengenden Unterfangen. Doch es lohnt sich auf jeden Fall, denn ansonsten verpasst man ein authentisches und auf eigentümliche Weise spannendes Werk, in dem das wirklich Wichtige ohnehin nicht gesagt wird, sondern in Muharrems Augen geschrieben steht.Lesen Sie weiter... ›
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von harry potter on 4. April 2014
Format: DVD
Der Film ist echt schlecht gemacht.
Für jemanden ohne Wissen über den Islam, ist es keine wirkliche Hilfe, um den Islam besser kennenzulernen.
Ich bin selbst Muslima und kann bestätigen, dass die meisten Muslime nicht auf diese Weise leben.
Dargestellt werden die Leute der Mysthik, die teilweise sehr untersschiedliche Rituale im Alltag haben. Für jemanden der sich mit diesen nicht auskennt, sollten manche Szenen ziemlich angsteinflößend sein.
Die erotischen Szenen folgen unmittelbar auf die Szenen mit dem Gottesdienst, was offensichtlich für das Aufzeigen einer Doppelmoral gedacht ist. Wirklich toll...
Man lernt nicht viel aus dem Film, im Gegenteil! Nicht empfehlenswert! Wahrheit verzerrend!
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Format: Amazon Instant Video
Technisches Minuspunkt ist die extrem schlechte Übersetzung mittels Untertiteln. Von den tatsächlichen Konversationen werden nur ein Drittel übermittelt.
Inhaltlich bringt der Film etwas Licht in bislang oft gestellte Fragen unserer Gesellschaft.
Schritt für Schritt den Verfall und die Übernahme sowie totalitäre Kontrolle über das Individuum als denkender Part, der von jetzt auf gleich seiner Individualität geraubt wird, indem ihm seine Persönlichkeit genommen wird.
Ein wunderschönes Beispiel dafür, wie leichtgläubig und beirrbar der Mensch doch sein kann. Das am meisten Erschreckende, mit welch einfachen und primitiven Mitteln...
Ist es ein Fluch oder ein Segen, die Realität schleierhaft zu betrachten?
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