Wo ist nur die Geschichte geblieben in Münteferings Taktgefühle? Selbst manches Buch aus dem elles-Verlag bietet mehr Substanz. War es eine Liebesgeschichte? Ging es ums Tanzen, gar um Tango? War Freundschaft das Thema des Buches? - Die Leserin wusste es am Ende des Buches nicht. Möglicherweise sollte es um ein Tanztrauma aus Kindertagen gehen, doch dies kam bestenfalls als Schrulle der Protagonistin Tiffy daher, die als Boots tragende Obercoole damit kokettiert, zwar alle Tanzschritte noch aus dem Effeff zu beherrschen, aber dennoch merkwürdig unberührt von Tanz und Musik bleibt. - Möglicherweise, weil sie hauptsächlich damit beschäftigt ist, herauszufinden, welche der Tanzpartnerinnen nun die aufregenste sein mag. Man fragt sich, ob die Autorin jemals selbst das Tanzbein geschwungen hat, oder ob Tanz und Tanzschule lediglich als blasse Kulisse für das ewig gleiche Geplänkel einer Clique Lesben auf der Pirsch dient. Die Sprache ist platt, kein Humor, keine Pointen, bestenfalls Kalauer.Blutleer und langweilig.