19 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
"Geh und sieh dir das an!", 21. Februar 2010
Als Mr.Tiber(Henry Goodman) das zu seinem Sohn Elliot(Demetri Martin) sagt, hat das Woodstock Festival bereits begonnen. Und genau um dieses Festival geht es in Ang Lees Film nicht. Der taiwanesiche Ausnahmeregiseur hat sich vielmehr die Vorgeschichte des größten Rockkonzerts aller Zeiten für einen besinnlichen, hervorragend gestalteten Ausschnitt einer kleinen Zeitepoche ausgesucht. Lees Stärke, die ruhigen, exakt beobachteten Bilder, die Liebe zum Detail und zu den Menschen, kommt in -Taking Woodstock- voll zum Tragen.
Elliot ist der Sohn des Ehepaares Tiber, zweier jüdisch-russicher Emigranten, die durchaus als "Originale" bezeichnet werden können. Deren kleines Motel "El Monaco" steht vor der Pleite. Elliot, der ebenfalls nicht mit Reichtum gesegnet ist, versucht den Eltern zu helfen. Aber gerade bei seiner schrägen Mutter(Imelda Staunton) ist das nicht gerade einfach. Elliot, der als Maler, Geschäftsmann und Gemeindevorstand agiert, erfährt aus der Zeitung, dass die Nachbargemeinde ein großes Rockkonzert verhindert hat. Er sieht seine Chance, holt den Macher des Konzertes, Michael Lang(Jonathan Groff), zu sich nach Hause. Mit Hilfe des Farmers Yasgur(Eugene Levy) werden die gesuchten Flächen gefunden und das Konzert soll starten. Das bringt aber nicht nur Tausende von Hippies in die Gegend, sondern auch einen Teil der Gemeinde gegen Elliot und seine Familie auf. Wie das Konzert, trotz dieser Schwierigkeiten, dann doch noch zustande kommt, das ist überaus sehenswert...
Ang Lee hat sich die Autobiografie von Elliot Tiber(geborener Teichberg) als Grundlage für seinen Blick auf Woodstock genommen. So schafft er es wieder einmal, den Zuschauer positiv zu überraschen, denn: In zwei Stunden Film gibt es weder eine Janis Joplin, noch einen Jimi Hendrix oder Joe Cocker zu sehen. Dafür hält Ang Lee voll auf die "kleinen Leute" der Umgebung. Egal, ob das die schrullige Familie Tiber oder die völlig abgefahrene Theatergruppe Earth Lights, unter der Führung von Deff(Dan Fogler) ist.
Herausgekommen ist ein sehenswerter Film über eine große Idee, Liebe, Freundschaft, Frieden und jeder Menge Hindernisse, die es zu überwinden gilt. Ang Lee hat den Streifen sehr gut besetzt. Mir hat vor allem Imelda Staunton als Mrs. Tiber gefallen. Aber auch die Auftritte von Emile Hirsch als verschrobenem Vietnam Veteran Billy oder der "Sicherheitschefin" Vilma, die von Liev Schreiber gegeben wird, sind eine Klasse für sich.
Ang Lee hat wieder einmal alles anders gemacht und doch sehr gut hinbekommen. Ein Film über Woodstock ohne auch nur einen Blick auf die Bühne zu werfen. Geht das? Aber sicher! Lassen sie sich überzeugen.
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Kein Musikfilm!, 25. Februar 2010
Rezension bezieht sich auf: Taking Woodstock [Blu-ray] (Blu-ray)
Wer hier einen Musikfilm erwartet, wird entäuscht! Es wird eine autobiographische Geschichte erzählt, daher ist der Film ganz besonders für Leute interessant, die den Mythos Wodstoock erforschen wollen.
Der Film ist von Ang Lee, damit ist eigentlich schon alles gesagt: Ang Lee liebt die Menschen, so werden auch seine Filme erzählt. Nicht nur, dass er detailverliebt Stimmungen und Gefühlswelten darstellen kann, er baut einen Spannungsbogen mit der Darstellung der zunehmenden Größe des Festivals auf - keiner der Beteiligten wußte im Voraus, wie viele Besucher das Festival haben wird. Elemente, die im Woodstock-Konzertfilm vorkommen, werden hier zitiert.
Handwerklich ist der Film auch hervorragend: Schauspieler, Kamerafahrten und Einstellungen sind excellent.
Die Blu Ray Qualität ist ordentlich (Note 2), aber nicht hervorragend.
Für mich ist der Film das Highlight 2009!
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Schöner Film, 1. März 2010
Taking Woodstock hat mir sehr gut gefallen!
Die Story ist toll und auch die Art, wie sie erzählt wurde war sehr fesselnd und lustig, was wohl der großartigen Regie von Ang Lee und dem Cast zu verdanken ist.
Vor allem fand ich die unterschiedlichen Darsteller einfach großartig.
Imelda Staunton (aus Harry Potter und der Orden des Phönix) als Elliots Mutter und Henry Goodman als sein Vater spielen brilliant. Sie sind einfach herzerweichend und zu gleich zum totlachen komisch.
Ang Lee ist es sehr gut gelungen, den Zuseher in diese Zeit zu versetzen.
Kaufempfehlung!!
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