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Taking the Long Way
 
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Taking the Long Way

Dixie Chicks Audio CD
4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (45 Kundenrezensionen)
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Nichts hinterlässt tiefere Einschnitte im Leben von Menschen als Nachwuchs und Krieg--und die Dixie Chicks sind, seit ihr letztes Album Home (2002) erschien, von beidem nachhaltig geprägt worden. Die kessen Mädels von damals wirken auf Taking the Long Way nun reifer und abgeklärter. Das neue Album wurde von dem gefeierten Rick Rubin (Johnny Cash, Red Hot Chili Peppers) produziert, der in den Chicks nach eigener Aussage eine Ausnahme-Rockband sah, die ein Countryalbum machen wollte, keine Countryband, die ein Rockalbum machen wollte. Das wie gewohnt mit Beatles-Anklängen durchsetzte Werk überzeugt aber nicht nur durch Soundästhetik, sondern ist auch eine schonungslose Momentaufnahme dreier Frauen, denen persönliche und politische Ereignisse der letzten Jahre zugesetzt haben.

Mit dem trotzigen "Not Ready to Make Nice" machen die Chicks klar, dass sie sich immer noch gekränkt von der massiven Ablehnung fühlen, auf die sie 2003 mit ihrer Kritik an George Bush st! ießen. Doch wie sie in dem gleichermaßen autobiographischen "The Long Way Around" feststellen, waren sie noch nie gewillt, sich anzubiedern oder nur ziel- und kritiklos vorgegebenen Pfaden zu folgen. Konkret bedeutet das, dass die Chicks ihren Starstatus einerseits mit Stolz und andererseits mit Distanz sehen ("Everybody Knows") und dass die frischgebackenen Mütter zunehmend Trost im Familienleben finden, abseits des Rampenlichts ("Easy Silence", "Lullaby", "Baby Hold On"). Von diesen Gefühlsgegensätzen lebt das Album, das auch persönliche Themen aufgreift wie die lange unerfüllten Kinderwünsche der Schwestern Martie Maguire und Emily Robison oder die Alzheimer-Erkrankung von Natalie Maines' Großmutter. Die Dixie Chicks haben die 14 Stücke mit Koautoren wie Sheryl Crow, Gary Louris, Mike Campbell und Keb' Mo' geschrieben und erzählen aus ihrem Leben so offen und ehrlich wie in einem Tagebuch. Dementsprechend scheint Taking the Long Way zunächst zu düster, um den Höre! r langfristig fesseln zu können. Das Album könnte mehr schnell! e Stücke wie "I Like It", eine freche Nummer mit Sechziger-Charme, und etwas mehr Unbeschwertheit vertragen. Außerdem entspricht das Songwriting scheinbar nicht dem Standard, den Darrell Scott, Patty Griffin and Bruce Robison auf Home setzten. Mehrmaliges Anhören zerstreut aber alle Skepsis. Bis zum letzten Titel, der R&B-Gospel-Nummer "I Hope", nimmt man Anteil an den Lebensgeschichten eines Trios, das Besinnlichkeit mit Chutzpe verbindet und Protest mit Sensibilität. --Alanna Nash

CountryMusicNews.de

Auch wenn die drei Damen seit ihren kritischen Bush/Irakkrieg-Äußerungen nicht mehr so hoch in der Gunst der amerikanischen Hörerschaft stehen, bleiben die Dixie Chicks die erfolgreichste Frauenband aller Zeiten. Nicht nur im Country, wohlgemerkt! Die Dixie Chicks sind nach Platin- und Gold-Regen, reihenweise Nummer-Eins-Alben und -Singles und unzähligen Awards echte Superstars. Popstars, darf man getrost sagen.

Auf ihrem neuen Album "Taking The Long Way" bleiben die Schwestern Martie Maguire, Emily Robison und Natalie Maine ihrem Image treu: Sie gehen volles Risiko, sie bleiben in ihren Aussagen ehrlich, unangepasst und glaubwürdig. Das macht alleine schon die Tatsache klar, dass sie für ihre neue CD keinen Hitschneider wie Dann Huff (Keith Urban, Faith Hill, Rascal Flatts usw.) engagierten, sondern ein echtes Original, eine echte Legende - Rick Rubin. Dass der Soundschmied für Krawall-Combos wie Red Hot Chili Peppers durchaus auch eine Ader für feinfühligen Folk und Country hat, bewies er bei den viel gerühmten Arbeiten mit Johnny Cash. Doch wem sage ich das? Jeder halbwegs informierte Countryfreund weiß dies sicherlich... Dennoch: Rick Rubin und Johnny Cash konnte man sich gut als perfektes Tandem vorstellen. Doch was lockt der bärtige Bär hinter dem Mischpult aus den zerbrechlichen Stimmen der drei Dixie Chicks hervor?

In 14 neuen, meist unter Mithilfe prominenter Co-Autoren (u.a. Shery Crow, Keb' Mo, Mike Campbell und Pinks Autorin Linda Perry) entstandenen Titeln geben sie die Antwort: Die Dixie Chicks haben in den vier Jahren seit ihrem letzten Album "Home" etwas an ihrer Unbekümmertheit eingebüßt. Doch wen wunderts? Immerhin haben die drei hübschen Texanerinnen eine ganze Menge erlebt. Als frisch gebackene Mütter nimmt das Familienleben nun einen wesentlich größeren und bedeutenderen Teil in ihrem Leben ein. Davon berichten sie in sanften Folk-Songs wie "Easy Silence", "Lullaby" und "Baby Hold On". In dem rockigen, mit wuchtiger Orgel (Benmont Tench) und satten Beats (Red Hot Chili-Drummer Chad Smith) inszenierten "Everybody Knows" gehen sie dagegen auf Distanz zu ihrem eigenen Superstar-Status; in dem an den frühen Neil Young erinnernden "Not Ready To Make Nice" legen sie noch mal im Streit mit George W. Bush nach. Nein, die Dixie Chicks sind immer noch nicht die braven Landmädels, wie sie der amerikanische Präsident - und leider wohl auch ein Großteil der US-Medien - gerne sehen und hören würde.

Rustikale Rock-Töne bilden dennoch die Ausnahmen der CD. Neben dem erwähnten "Baby Hold On" schlagen lediglich noch das flotte "I Like It" und das robuste, mit hübschen Banjo-Kontrapunkten ausgestattete "Lubbock o r Leave It" in die härtere Kerbe. Ein Nachteil ist das freilich nicht. Denn das Trio kann in den ruhigen, bluegrass und folk-verwurzelten Songs herrlich ihr musikalisches Können und ihren unerreichten Satzgesang ausleben. Hier einen Song noch weiter hervor zu heben, ist schlichtweg überflüssig: Alle Titel liegen weit über der gängigen Niveau-Messlatte. Zum Abschluss des Longplayers wagen die Ladys noch einen Fingerzeig auf ihre musikalische Beweglichkeit: "I Hope" besticht als souliger Gospel in bester Norah Jones-Manier. Der Umweg hat sich gelohnt...

Fazit: Das persönlichste - aber auch das nachdenklichste Album der drei Country-Diven. Johnny Cash-Produzent Rick Rubin leistete wieder mal ganze Arbeit. Gunther Matejka

Stern

Richtig blöde steht in der Gegend rum, wer das richtige Wort zur falschen Zeit ausspricht. Das begriffen die drei Damen der Dixie Chicks spätestens 2003, als sie George W. Bush öffentlich für seine Irak- Politik kritisierten. Prompt flogen die Country-Hühner in ihrem Heimatland aus Radio- und Fernsehprogrammen, mussten öffentliche Vernichtungsaktionen ihrer CDs ertragen und saßen auch sonst karrieretechnisch ganz, ganz weit hinten im Bus. Drei Jahre später hat sich das Bild gewandelt: Die Chicks sind schick, weil der Präsident inzwischen selbst bei gottesfürchtigen Republikanern richtig heftig uncool geworden ist. Das neue Album führte sofort die US-Charts an, die Hühner gackern wieder landesweit und singen nun tapfer davon, dass sie nicht so schnell bereit seien, mit Bush ihren Frieden zu machen. Erneute Aufregung wäre aber nun wirklich des Besonderen zu viel für dieses kreuzbrave, grundanständige, von Rick Rubin produzierte Countryrock-Album. Solide Arbeit - sofern der Hörer auf mehrstimmigen Gesang, jaulende Geigen und diesen penetranten Country-Gitarren-Sound steht, der immer sagt: "Du, Joe," (oder Jack oder Hank) "ich habe das Gatter zur Pferdekoppel repariert und haue uns jetzt noch ein paar Eier in die Pfanne. Könntest du bitte derweil dem Hufschmied zur Hand gehen?" --Tobias Schmitz

Produktbeschreibungen

1-The Long Way Around 2-Easy Silence 3-Not Ready To Make Nice 4-Everybody Knows 5-Bitter End 6-Lullaby 7-Lubbock Or Leave It 8-Silent House 9-Favorite Year 10-Voice Inside My Head 11-I Like It 12-Baby Hold On 13-So Hard 14-I Hope (2006/COLUMBIA) 14 tracks produced by Rick Rubin - 16 page booklet - nice price offer
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