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Takeshi Kitanos Dolls (Collector's Editon, 2 DVDs) [Collector's Edition]
 
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Takeshi Kitanos Dolls (Collector's Editon, 2 DVDs) [Collector's Edition]

Miho Kanno , Hidetoshi Nishijima , Takeshi Kitano    Freigegeben ab 12 Jahren   DVD
4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (23 Kundenrezensionen)

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Rezensionen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Obwohl sich der japanische Filmemacher Takeshi Kitano von Anfang an nicht auf ein einziges Genre hat festlegen lassen, ist er zumindest im Westen vor allem als Regisseur von sehr modernen und sehr eigenwilligen Yakuza-Filmen bekannt. Doch das ist nur eine Fassette seines weit gefächerten Schaffens. Eine ganz andere offenbart sich in Dolls, einem durch und durch stilisierten Episodenfilm, der von den Dramen und Tragödien des traditionellen Bunraku-Theaters inspiriert worden ist.

Dolls beginnt mit einer Aufführung von Monzaemon Chikamatsus berühmten Stück "Der Bote der Unterwelt", einem aus dem 18. Jahrhundert stammenden Klassiker dieser extrem stilisierten Theaterform. Die Puppen im Bunraku-Theater sind mehr als einen Meter groß und werden von drei die ganze Zeit sichtbaren Spielern bewegt. Am Rand der Bühne sitzen neben dem Erzähler, der das Geschehen kommentiert und sämtliche Rollen spricht, auch noch die ihn begleitenden Musiker. Eine Illusion von Realismus ist ganz und gar ausgeschlossen, und doch provozieren Aufführungen wie diese oft stärkere Emotionen im Publikum als die meisten von Menschen gespielten Stücke. Das mag zunächst wie ein Widerspruch erscheinen. Doch die Kunst des Bunraku-Theaters liegt in einer Stilisierung, die im tiefsten Innern verschüttete Gefühle zurück ins Bewusstsein bringt. Einen ähnlichen Effekt strebt Kitano mit den drei tragischen Liebesgeschichten an, die er hier ineinander verwoben hat.

Schon nach kurzer Zeit führt Kitano die Puppen aus dem Theater heraus in einen imaginären schwarzen Raum, in dem sie beginnen, sich drei Geschichten zu erzählen, deren Protagonisten Menschen unserer Zeit sind. Die erste Geschichte, die auch den größten Raum für sich einnimmt und in die die anderen beiden Tragödien eingebettet sind, handelt von den "aneinander gebundenen Bettlern". Für alle stand fest, dass Matsumoto und Sawako das ideale Paar sind. Doch dann haben Matsumotos Eltern ihren Sohn gedrängt, er solle in die Familie seines Chefs einheiraten und so Karriere machen. Daraufhin hat Sawako versucht, sich umzubringen, und dabei einen schweren Hirnschaden erlitten. Als Matsumoto davon erfährt, lässt er die Hochzeit mit der Tochter des Chefs platzen und kehrt zu Sawako zurück, die sich nicht mehr an ihn erinnern kann. Fortan laufen die beiden durch ein rotes Seil aneinander gebunden durch die Straßen und Parks der Stadt.

Die zweite Geschichte erzählt von einem Yakuza-Boss, der vor 30 Jahren seine Geliebte verlassen hat. Wie früher wartet sie immer noch jeden Samstag in einem Park auf ihn. Nun ist er alt geworden und sehnt sich nach seiner früheren Liebe. Für einen Moment scheint sogar ein neuer Anfang möglich, nur holt ihn schließlich seine Yakuza-Vergangenheit ein. In der dritten Geschichte versucht Nukui, ein Fan, der Sängerin Haruna, deren Gesicht nach einem schrecklichen Autounfall entstellt ist, näher zu kommen. Da sie niemanden an sich heranlässt, blendet Nukui sich selbst.

So einfach und klar diese Geschichten auf den ersten Blick auch erscheinen mögen, Takeshi Kitano inszeniert so distanziert und stilisiert, dass sie einem zunächst ganz fremd erscheinen. Anders als etwa europäische und amerikanische Melodramen setzt Dolls nur indirekt auf das Mitgefühl des Zuschauers. Es sind nicht so sehr die Geschichten, die einen berühren. Es sind vielmehr die Farben, in denen Takeshi Kitano sie erzählt. Bisher wirkten seine Filme immer etwas monochrom, Blau- und Grautöne herrschten vor, hier nutzt er nun zum ersten Mal die ganze Palette der Primärfarben. Die Bilder strahlen regelrecht und treffen einen mit ihrer beinahe schon überirdischen Schönheit direkt ins Herz. Wie die Stilisierungen des Puppentheaters provozieren sie Emotionen, die viel tiefer reichen als die Gefühle, die einzig und allein aus der Identifikation mit den Figuren erwachsen. --Sascha Westphal

Movieman.de

Moviemans Kommentar zur DVD: Ein solides Bild und ein etwas künstlich wirkender Ton ergeben ein knappes Gesamt-Gut. Das Zwei Disc-Set bietet u.a. ausführliche Interviews mit den Hauptdarstellern, dem Regisseur und dem Kostüm-Designer, die den etwas über-pathetischen Film ein wenig zu ernst nehmen."Dolls" mag ja hübsch photographiert sein, aber er trägt seine pseudo-lyrischen Elemente etwas zu ostentativ vor sich her. Inhaltlich sind die Liebesgeschichtchen von tiefer Emotionalität, aber wenn man diese Emotionalität dann noch in wehleidigem Ton vorträgt, wird es einfach zu viel.Für Fans des Sentiments und des Modedesigners Yohji Yamamoto.

Bild: Das Bild zeichnet sich durch eine sehr hohe Stabilität aus. Jede Kamerabewegung wird verzerrungs- und ruckelfrei absolviert (00.45.26, Fahrt auf Frau) und geschieht absolut ohne Schärfeverlust. Die Schärfe ist recht detailintensiv, könnte aber noch ein wenig konturierter arbeiten. Bei strahlendem Kontrast und sehr feiner Farbtarierung ein erfreulicher Anblick.

Ton: Das Klangbild ist zwar von recht weiträumiger Charakteristik, aber es klingt immer ein wenig künstlich, zumal die Stimmen etwas aufgesetzt erscheinen und nicht sonderlich gut in die Kulisse integriert sind. Einzelne Effekte sind sehr wirkungsvoll und stimmig (01.23.20, Laub und Wind), insgesamt aber etwas zu gewollt und unnatürlich. Der DTS-Sound wirkt etwas druckärmer, was sich etwa in der Abbildung der Synthesizer-Musik zeigt (00.06.30), wenn man aber etwas lauter regelt, gewinnt er an Tiefe. --movieman.de

VideoMarkt

Matsumoto verlässt seine Geliebte Sawako, die daraufhin einen Selbstmordversuch unternimmt. Da kehrt er zu der inzwischen unheilbar Kranken zurück und bindet sie mit einer roten Kordel an sich. Für immer vereint, streifen die beiden als Bettlerpaar durch die Straßen. Auch Yakuza-Boss Hiro ließ einst seine Geliebte zurück. 30 Jahre später wartet sie immer noch jeden Samstag mit seinem Mittagessen auf der Parkbank. Andernorts opfert Nukui seinem Idol Haruna freiwillig das Augenlicht, um seine unerschütterliche Liebe zu beweisen.

Video.de

Multitalent und Kino-Extremist Takeshi Kitano ("Brother") singt hier ein Hohelied auf die zerstörerische Liebe. Darin spiegeln sich die emotionalen Katastrophen seiner Protagonisten in betörenden, das beständige Sterben symbolisierende Landschaftsaufnahmen (Kamera: Katsumi Yanagishima) wider, bewegen sich die Akteure zu Untätigkeit verdammt wie von unsichtbaren Fäden bewegte Puppen. Diese rauschhaft bunte und doch so morbide Welt des modernen Japan lädt Kitano-Fans wie Liebhaber des Fernost-Kinos zum Schwelgen ein.

Blickpunkt:

Die Stilisierung der Bilder - Takeshi Kitano treibt sie in 'Dolls' auf die Spitze. In einer explosiven Farbsymphonie erzählt er drei Gegenwartsgeschichten von in Unglück erstarrten Menschen, durch die sich wie ein roter Faden die Verbindung von ewiger Liebe, Trauer und Schönheit zieht.[BR][BR]Takeshi Kitano, Japans bekanntester Regisseur überrascht nach dem poetischen Drama 'Hana-Bi' (Goldener Löwe 1997 in Venedig), dem leichtfüßigen Roadmovie 'Kikujiro' und dem in USA gedrehten Yakuza-Movie 'Brother' überrascht er jetzt mit einer tragischen Liebesgeschichte. Vorbei der minimalistische Stil oder der pointiert schwarze Humor, 'Dolls' handelt von verletzten Gefühlen, tiefem Leid und tödlicher Leidenschaft, dreht sich um die endlose Einsamkeit des Menschen. Der Film beginnt als Hommage an das Bunraku-Puppenspiel aus dem 17. Jahrhundert und startet mit einer Bühnenszene aus einem Stück von Monzaemon Chikamatsu (der 'Shakespeare' Japans) über eine zum Scheitern verurteilte Liebe. Danach geht es nahtlos in die Gegenwart. Ein Geschäftsmann löst die Verlobung mit seiner großen Liebe, um ganz pragmatisch die Tochter des Chefs zu ehelichen. Als er am Hochzeitstag vom Suizidversuch der Geliebten erfährt, gibt er alles auf und wandert mit der dem Wahnsinn Verfallenen durch eine surreale Welt mit wechselnden Jahreszeiten, immer verbunden durch eine rote Kordel, um sie nicht zu verlieren. Lose verwebt mit dieser Tragödie sind zwei weitere unglückliche Lovestories, die eines alternden Yakuza, der sich wehmütig an die Vergangenheit und die von ihm verlassene Freundin erinnert und die einer Popsängerin, der ein Unfall das makellose Aussehen zerstört und die sich aus dem Glamour-Business zurückzieht. Alle Protagonisten wirken wie Puppen, wie fern gelenkte Marionetten, die abgeschottet in ihrer Imagination leben, sich dem Seelenschmerz hingeben oder der stillen Sehnsucht, der Trauer über nicht revidierbare Entscheidungen und der Vergeblichkeit ihres Tuns. Wie in einem Purgatorium leiden sie an sich selbst und den ihnen von anderen zugefügten, immer wieder aufbrechenden Wunden. Und doch kann Kitano nicht aus seiner Haut heraus, wieder wird der Tod zum beherrschenden Element. Nur ist er hier vielleicht stiller und subtiler, aber das leise Absterben der Seele, das dem des Körpers vorausgeht ist qualvoller und auf eine andere Weise gewaltvoller als in 'Brother'. Für Kitano tötet eine Kugel sauberer, ehrlicher und schneller als ein Schicksalsschlag, dem der Mensch ohne Gegenwehr ausgeliefert ist. Viele der Anspielungen bleiben uns westlichen Zuschauern fremd. Doch bei diesem schwer zugänglichen, aber formal außergewöhnlichen Werk geht es weniger um Begreifen oder Erklären, als um das Eintauchen in eine fantastische Bilderwelt. Wenn das schweigsame Paar im Frühling in hellen Gewändern (Kostüme Yohji Yamamoto) unter weißen Blüten wandelt, den fahlen Schnee mit knallbunter traditioneller Kleidung kontrastiert oder vor der Kulisse des leuchtenden Herbstwald sich dem Fatum fügt, stockt einem ob dieser fulminanten Farbkompositionen der Atem. mk.

Blickpunkt: Film Kurzinfo

Takeshi Kitano erzählt in einer explosiven Farbsymphonie drei Gegenwartsgeschichten über die ewige Liebe, Trauer und Schönheit.

Kurzbeschreibung

Ein junger Mann hat seine große Liebe im Stich gelassen, um auf Druck der Eltern die Tochter seines Chefs zu heiraten. Die Geliebte begeht daraufhin einen Selbstmordversuch und erkennt ihre Umwelt nicht mehr. Schuldig kehrt er zu ihr zurück, nimmt sich ihrer an.

Ein alternder Gangster besucht nach dreißig Jahren den Park, in dem er sich als junger Mann von seiner Freundin verabschiedet hatte. Er wollte fort, um genügend Geld für ein gemeinsames Leben zu verdienen. All die Jahre hat die Frau jeden Samstag dort auf ihn nicht mehr.

Ein Popsternchen schließt sich von der Außenwelt ab, weil niemand ihr durch einen Unfall entstelltes Gesicht sehen soll. Ihr hingebungsvollster Fan blendet sich selbst, damit sie sich nicht ihrer Entstellung wegen vor ihm schämen muss.

Produktbeschreibungen

In kraftvoll-poetischen Bildern erzählt der japanische Kultregisseur TAKESHI KITANO von drei Spielarten der Liebe - Verzweiflung, Hoffnung und Leidenschaft. EIN JUNGER MANN hat seine große Liebe in Stich gelassen, um auf Druck der Eltern die Tochter seines Chefs zu heiraten. Die Geliebte begeht daraufhin einen Selbstmordversuch und erkennt ihre Umwelt nicht mehr. Schuldig kehrt er zu ihr zurück, nimmt sich ihrer an. EIN ALTERNDER GANGSTER besucht nach dreißig Jahren den Park, in dem er sich als junger Mann von seiner Freundin verabschiedet hatte. Er wollte fort, um genügend Geld für ein gemeinsames Leben zu verdienen. All die Jahre hat die Frau jeden Samstag dort auf ihn gewartet, aber nun erkennt sie ihn nicht mehr. EIN POPSTERNCHEN schließt sich von der Außenwelt ab, weil niemand ihr durch einen Unfall entstelltes Gesicht sehen soll. Ihr hingebungsvollster Fan blendet sich selbst, damit sie sich nicht ihrer Entstellung wegen vor ihm schämen muss.
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