Um es ganz kurz zu sagen: die Protagonisten in "Heat" sind souverän, die Protagonisten von "Takers" sind cool. Und das ist schon der große Unterschied. Die Story beider Filme ist sehr ähnlich wenn nicht sogar identisch: eine gute und eingespielte Männer Gang macht spektakuläre und perfekt durchgeplante Überfälle ohne die geringsten Probleme und ohne Verletzte.
Erst ein plötzlich dazugekommenes Mitglied bringt die Gang in Schwierigkeiten. Mehr wird nicht verraten.
Die Story selbst ist wirklich gut, die Schauspieler auch, von daher wären locker 5 Sterne drin gewesen. Leider hat es sich der Regisseur nicht nehmen lassen, die Figuren superduperobercool anzulegen. Die sind schon so cool, daß der Bildschirm einfriert, sobald sie sichtbar werden. Die sind sogar so cool, daß sie die Abdeckung von ihrem Scharfschützengewehr nicht abnehmen müssen um zu treffen.
Wenn jemand Spaß an american catchen hat, dann ist das genau der richtige Film. "Ganz großes Kino". Wem eher Filme wie "Heat" oder "Ronin" gefallen, der wird eher enttäuscht sein.
Mich stört es nicht, wenn Filme unrealistisch sind (z.B. Shoot'Em, oder "Kick Ass", oder "Mr&Mrs.Smith"), aber dann sollte es auch so sein, daß es der Film mit sich selbst nicht allzu ernst nimmt und alles mit einem "Augenzwinkern" erzählt. Dies fehlt hier völlig, der Regisseur übertreibt alles hoffnungslos und will auch noch daß der Zuschauer das abkauft. Damit sind wir wieder bei "American catchen".
Ein weiteres Manko ist die Tatsache, daß vieles von anderen Filmen 1:1 übernommen wird. Zum Teil werden die Coups bis ins kleinste Detail aus anderen Filmen übernommen. Man kann es gut finden oder auch nicht, bei mir war es das letztere, denn durch reines Wiederholen wird ein Witz oder eine Idee nicht sofort besser.